Chinas wachsender Einfluss im Nahen Osten: Handel, Energie, Sicherheit und Multipolarität

Pekings bilaterale Beziehungen in der Region und die Einflussnahme in Afghanistan, Irak und Syrien

September 28 Donnerstag

Datum/Uhrzeit

28. September 2017, 09.30 - 15.30

Ort

Issam Fares Institute for Public Policy and International Affairs, AUB, Beirut, Libanon. Zur Website ›

Typ

Fachkonferenz

Das Issam Fares Institut for Public Policy and International Affairs und das Syrien/Irak Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung halten eine Konferenz zu Chinas Einflussnahme im Nahen Osten und seiner Beteiligung in Afghanistan, Irak und Syrien.

Auch verfügbar in English

In den vergangenen Jahren hat China seine politische Präsenz in der Region deutlich erhöht. Allein in 2016 hat China sich diplomatisch intensiv in Syrien engagiert, seine erste externe Militärbasis in Djibouti gebaut und sein erstes arabisches Policy Paper veröffentlicht. Im Angesicht dieser Maßnahmen wird ein Abweichen von Chinas ursprünglicher außenpolitischer Strategie der Nichteinmischung deutlich.

Während Pekings Hauptinteresse im Nahen Osten noch immer der ungebrochene Zugang zu Energieressourcen ist, bietet die Region gleichzeitig beispiellose Geschäftsmöglichkeiten für China. Pekings ambitionierte Initiative „One Belt, One Road“ (OBOR) – das strategisch wichtigste Projekt Xi Junpings Präsidentschaft – hat es sich zum Ziel gesetzt, durch den Wiederaufbau der alten Seidenstraße 60 Länder in Asien und Europa miteinander zu verbinden. Zusätzlich soll eine maritime Seidenstraße entstehen. Gegeben seiner elementaren Stellung auf der Seidenstraße spielt der Nahe Osten noch immer eine wichtige Rolle in der Durchführung der OBOR Initiative und der chinesischen Herausforderung des westlichen Einflusses und Präsenz in der Region. Neben seinen wirtschaftlichen Interessen hält China eine signifikante muslimische Minderheit von 23 Millionen Menschen, was den Kampf gegen radikalen, islamistischen Terrorismus zu einer großen Priorität auf Chinas außenpolitischer Agenda macht. Politisch sieht Peking den Nahen Osten als Möglichkeit, das internationale System nach seinen Vorstellungen einer multipolaren, harmonischen Welt zu gestalten und gleichzeitig ein globaler Akteur zu sein.

Im Angesicht der Interessen Chinas und seines verstärkten politischen Einsatz in der Region strebt diese Konferenz an, das Ausmaß und die Stärke des chinesischen Einflusses im Nahen Osten festzustellen. Die Veranstaltung wird in Form von 90 minütigen Panels mit anschließender Diskussion, internationale China Experten und Wissenschaftler aus dem Nahen Osten zusammenbringen.

Anfahrt

Größere Kartenansicht

Ansprechpartner

Nils Wörmer

Leiter des Auslandsbüros Libanon / Leiter des Auslandsbüros Syrien/Irak

Nils Wörmer
Tel. +961 (0) 1388 061/062
Fax +961 (0) 1388 064
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ Français,‎ عربي