Föderalismus und Dezentralisierung im Irak: Herausforderungen und Reformen

KAS, Atlantic Council und IRIS veranstalten Workshop in Beirut

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Seit Jahren behindert das unausgewogene föderale System des Irak die effiziente und effektive Administration des Landes. Um den Irak langfristig zu stabilisieren, bedarf es einer grundlegenden Reform. Vor diesem Hintergrund veranstalteten das KAS-Auslandsbüro Syrien/Irak, der Atlantic Council und das Institute for Regional and International Studies (IRIS) der Amerikanischen Universität von Sulaimaniya am 28. und 29. Januar in Beirut einen Workshop zum Föderalismus mit hochrangigen Vertretern der irakischen Regierung, mehrere irakische Parlamentsabgeordnete und internationalen Experten.

Der Workshop stellte den Auftakt der diesjährigen Kooperation zwischen dem Atlantic Council und dem KAS-Auslandsbüro Syrien/Irak im Hinblick auf eine Stabilisierung und nachhaltige Reform des irakischen Staates dar. Zwei weitere Veranstaltungen im Jahr 2018 werden sich mit den wirtschaftlichen Problemen im Irak – insbesondere der fehlenden Diversifizierung und den Defiziten des privaten Sektors – sowie der Sicherheitssektorreform – vor allem der Demilitarisierung von Milizen – beschäftigen. Die Zusammenarbeit ist Teil einer auf vier Jahre angelegten Irak-Initiative des Atlantic Councils, die auf eine Stärkung des politischen Systems, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Zivilgesellschaft abzielt. Das KAS-Auslandsbüro arbeitete bereits seit 2016 in allen Teilen des Irak und führt Projekte in den Bereichen Rechtsstaatsförderung, politische Partizipation, innergesellschaftliche Aussöhnung und wirtschaftliche Reformen durch.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Libanon, 31. Januar 2018

Harith Al-Qarawee vom Atlantic Council führt ins Programm ein
Lucas Lamberty vom KAS-Auslandsbüro eröffnet den Workshop
Teilnehmer bei der Diskussion
Christine van den Toorn, IRIS-Direktorin, während der Diskussion