Länderberichte

Ausländische Investitionen im tansanischen Bergbausektor auf dem Prüfstand

Tansania ist reich an unterschiedlichen Rohstoffen, die seit der politischen und wirtschaftlichen Öffnung des Landes von internationalen Bergbauunternehmen abgebaut werden. Dieser konstant wachsende Sektor schafft dringend benötigte Arbeitsplätze und verschafft der Regierung hohe Deviseneinnahmen. Der aktuelle Präsident fährt jedoch seit Beginn des Jahres einen konfrontativen Kurs, der die Investitionssicherheit des Landes gefährdet und die Frage aufwirft, wie sicher ausländische Investitionen in Tansania in Zukunft noch sein werden. mehr…

5. Dezember 2017

Falsche Versprechungen im tansanischen Bildungssektor

Im Januar 2016 sind die Gebühren an den weiterführenden Schulen in Tansania weggefallen, was nach den bereits abgeschafften Gebühren an Grundschulen im Jahr 2011 einen essentiellen Schritt für die Ermöglichung einer freien Bildung in dem größten Land Ostafrikas darstellte. Trotzdem gehen aktuell 1,5 Millionen Jugendliche in Tansania nicht zur Schule. Die Gründe für einen fehlenden Schulbesuch sowie einen frühzeitigen Abbruch sind divers und lassen sich auch direkt auf aktuelle Entscheidungen von Präsident Magufuli zurückführen. mehr…

Daniel El-Noshokaty | 7. August 2017

Politischer Islam in Kenia und Tansania

Die Ausbreitung des Islam in Ostafrika geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Seitdem leben Moslems, Christen und anderen Religionen in dieser Region eng zusammen. Durch externe und interne Faktoren, aber auch durch Einflussnahme der Staaten auf die Religion ist in den letzten Jahren das weitgehend friedliche Miteinander immer stärker unter Druck geraten. Erste Ergebnisse einer Radikalisierung sind sichtbar und sowohl Anschläge in Kenia wie auch die angespannte Lage auf Sansibar zeigen, dass der Islam in Teilen Ostafrikas zusehends von radikalen Kräften instrumentalisiert wird. mehr…

Dr. Jan Cernicky, Antonie Maria Hutter | 21. Juli 2017

Entstehungsursachen der weit verbreiteten Korruption in Tansania

Korruption, Verschwendung und Misswirtschaft öffentlicher Gelder durch die Eliten stellen in Tansania ein großes Entwicklungshemmnis dar. Das tatsächliche Ausmaß der Korruption zu bemessen ist schwer, da oft nur die wirklich schwerwiegenden Fälle an die Öffentlichkeit gelangen. Einen Gradmesser liefert der Ländervergleich von Transparency International, welcher Tansania wiederholt als eines der korruptesten Länder weltweit einordnet. mehr…

Daniel El-Noshokaty | 30. Juni 2017

Stockende Weiterentwicklung des Mehrparteiensystems in Tansania

Am 1. Juli 1992 wurde das Mehrparteiensystem in Tansania nach dem afrikanischen Sozialismus eingeführt. Das durch Tansanias ersten Präsidenten zuvor geprägte Gesellschaftsmodell sollte als Vorbild für die sozialistische Umgestaltung Tansanias nach der Unabhängigkeit gelten. Mit dem Scheitern dieses Modells wendete sich das Land dem Mehrparteiensystem zu, dessen Weiterentwicklung aber sehr schleppend verläuft. Kritiker werfen der bis heute dominanten Partei Chama Cha Mapinduzi (CCM) vor, sie blockiere die politische Partizipation und das Mehrparteiensystem existiere nur auf dem Papier. mehr…

Daniel El-Noshokaty | 30. April 2017


Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.