Das Europäische Parlament - Stimme der Bürger

Erfurter Europagespräch

Bild 1 von 5
Jürgen Gnauck, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, eröffnet das Erfurter Europa Gespräch.

Jürgen Gnauck, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, eröffnete das Erfurter Europa Gespräch

Am 18. März fand in der Thüringer Staatskanzlei das traditionelle Erfurter Europagespräch zum Thema „Das Europäische Parlament – Stimme der Bürger“ statt. Organisiert wurde der Gesprächsabend vom Politischen Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Informationszentrum der Thüringer Staatskanzlei. Die Schirmherrschaft übernahm erneut der Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Jürgen Gnauck. Referent und Moderator des Abends war der Journalist und Politikwissenschaftler Ingo Espenschied. Insgesamt über 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft folgten der Einladung der Adenauer-Stiftung in den Barocksaal der Staatskanzlei.

Mit seinem neuen Doku-Live-Format moderiert und kommentiert Ingo Espenschied verschiedene Medien, die er auf eine mobile Kinoleinwand projiziert, wie beispielsweise historische Fotos, Videos, Karikaturen, Zeitzeugeninterviews und Berichte. Dieses neue Genre in der politischen Bildung stößt über die Grenzen Deutschlands hinweg auf Anerkennung und wurde durch Espenschied selbst entwickelt.

Nach der Begrüßung durch Minister Jürgen Gnauck präsentierte Ingo Espenschied in einem einstündigen Doku-Live-Special die Arbeit des Europäischen Parlaments und die Bedeutung der Europawahlen. Beeindruckend und mit äußerst spannenden Detailinformationen erläuterte Espenschied die Ursprünge des europäischen Gedankens und die Anfänge des Europäischen Parlaments. Immer wieder bereicherte Espenschied das Publikum mit kleinen Anekdoten über die Gründungsväter des heutigen Europäischen Parlaments. So erzählte er die Geschichte des Italieners Altiero Spinelli, der in Haft einen Brief, das heute bekannte Manifest von Ventotene, über seine Vorstellungen über ein vereintes Europa niederschrieb. Später wurde Spinelli Abgeordneter des Europäischen Parlaments. In seiner multimedialen Show mit Spotlight ging Espenschied auch auf das EU-Parlament der Gegenwart ein und erklärte den Zuschauern die Bedeutung und den Einfluss der Europawahlen auf die zukünftigen Beschlüsse und Gesetzgebung der Europäischen Union.

Im Anschluss daran moderierte Espenschied die Diskussion. Zahlreiche Fragen kamen aus dem Publikum zur Europäischen Union im Allgemeinen und der Euro-Krise, EU-Erweiterung und Außenpolitik im Besonderen. Insbesondere durch die aktuelle Krim-Krise gab es Diskussionen über die Haltung der EU und wie diese ihre Außenpolitik darauf ausrichten solle. Die Teilnehmer fragten rege nach und kamen eine Stunde lang mit Espenschied ins Gespräch. Was die Zuschauer ebenso beschäftigte war die Frage nach den Erweiterungen der EU. Wo sind die Grenzen der Erweiterung? Sollte sich die EU nicht erst einmal festigen bevor sie neue Staaten aufnimmt? Diese und weitere Fragen beantwortete Espenschied routiniert, sachlich und dabei stets unterhaltsam. Am Ende diskutierten die Gäste mit Espenschied über die Staatsschuldenkrise einiger europäischer Länder.

Nach zwei Stunden endete die Veranstaltung um 20:00 Uhr. Im Anschluss daran lud KAS-Tagungsleiter Rico Chmelik alle Gäste zu einem Empfang in den Bürgersaal der Staatskanzlei. Dort besichtigten die Gäste auch die Wanderausstellung „Europaparlament“ der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Erfurt, 19. März 2014