Flüchtlinge in Thüringen: Woher und Warum sie kommen

Vortrag und Gespräch

Bild 1 von 3
Publikum

Die Veranstaltung „Flüchtlinge in Deutschland: Woher und warum sie kommen“ wurde von Daniel Braun mit einer kurzen Einführung in die Thematik eröffnet.

Am 23.11. 2015 veranstaltete das Politische Bildungsforum Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Viba-Welt Schmalkalden eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts ‘Heimat bilden in Thüringen’. Die Veranstaltung „Flüchtlinge in Deutschland: Woher und warum sie kommen“ wurde von Daniel Braun mit einer kurzen Einführung in die Thematik eröffnet.

Heinrich Quaden, Oberst a.D. ehemals Militärattaché in der Türkei, stellte in seinem Vortrag die aktuelle Situation dar und erläuterte Hintergründe der momentanen Flüchtlingsströme. Zunächst mahnte er, dass es von großer Bedeutung ist, dass man die Begriffe Flüchtling, Migrant und Asylbewerber nicht synonym verwendet sondern deren Unterscheidung beachtet. Diejenigen, welche aufgrund ihrer Rasse, Nationalität oder Religion verfolgt sind, muss Asyl gewährt werden, erläuterte Quaden und verwies hierbei auf den Artikel 16 des Grundgesetzes. Des Weiteren sei es wichtig, dass die Flüchtlingskoordination als gesamtstaatlich betrachtet wird und man alle zur Verfügung stehenden Ressourcen nutze. Momentan seien laut Quaden 14 Millionen der 22 Millionen Einwohner Syriens auf der Flucht. Um eine positive Integration zu fördern, sei es von besonders hoher Bedeutung, dass man den Bildungsstand der einzelnen Personen feststellt. Die Fragen der Bevölkerung sind laut Quaden berechtigt; so fragt auch er, weshalb es mitunter fünfeinhalb Monate dauert bis ein Asylantrag vollständig bearbeitet ist. Zusammenfassend sagte Quaden, dass er Frau Kanzlerin Merkel zustimmt, dass die Flüchtlingskrise ein Problem der Weltvölkergemeinschaft ist und nicht ein rein europäisches. Abschließend stellte Quaden fest, dass Deutschland das am meisten geschätzte Land in der Europäischen Union ist. Dies sei jedoch sowohl Schicksal als auch Bürde Deutschlands und man müsse sich weiterentwickeln, um mit diesem Problem adäquat umgehen zu können.

Im Anschluss an Quadens Vortrag öffnete Frau Christina Liebetrau MdL die Gesprächsrunde für Fragen aus dem Publikum. Die Teilnehmer nahmen dieses Angebot gerne wahr und stellten interessierte Fragen. Besonders wichtig schienen hierbei die Wahrung der christlichen Werte in Deutschland und der Schutz vor Missbrauch des Sozialsystems Deutschlands. Des Weiteren kam die Frage zur Situation der Frau in der Gesellschaft auf und das auch Bundeskanzlerin Merkel hierzu Stellung beziehen muss. Zusammenfassend ist zu sagen, dass alle Teilnehmer sich wünschen, dass die Werte und Gesetze in Deutschland respektiert und ebenso umgesetzt werden.

Abschließend führte Quaden noch einmal aus, dass die Kriegsflüchtlinge zum größten Teil in ihr Heimatland zurückkehren möchten und keine permanente Integration in Deutschland anstreben. Quaden betonte, dass man akzeptieren muss, dass wir in einer globalen Welt leben und dass diese neue Herausforderungen an uns stellt. Jedoch muss man im Rahmen der Weltgesellschaft auch die Ursachen für die momentanen Flüchtlingsströme analysieren, Flexibilität zeigen, da nur so diese Krise bewältigt werden kann.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Erfurt, 26. November 2015