Zweiter Workshop des Young Leaders Think Tank

Ugandas Einhaltung des Common Market Protocol im Bezug auf die Freizügigkeit von Arbeitskraft

Auch verfügbar in English

Der Young Leaders Think Tank for Policy Alternatives (Think Tank) diskutierte während seines zweiten zweitägigen Workshops die Arbeitskräftemobilität in der EAC. Mitglieder des Think Tanks besprachen den Entwurf eines wissenschaftlichen Papers der EAC-Arbeitsgruppe und unternahmen weitere Recherchen, die mit in das endgültige Paper einfließen werden.

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A big part of the workshop consisted of group work. Pictured is the group which worked on the labour situation in Uganda and the EAC.

Ein Großteil des Workshops bestand aus Gruppenarbeit. Hier im Bild ist die Gruppe, die sich mit der verfügbaren Arbeitskraft in Uganda und der EAC auseinandergesetzt hat.

Der Young Leaders Think Tank for Policy Alternatives ist eine Initiative der KAS, um hochqualifizierten jungen Menschen eine Plattform zu geben die Jugendpartizipation in den Bereichen Governance und Politik zu stärken. Diese jungen Experten kommen zusammen, um Policy-Themen zu analysieren und Alternativen zu entwickeln. Ihr Ziel ist es politische Entscheidungsträger mit ihren Analysen zu erreichen, damit Policies entwickelt werden, welche die Probleme der Jugend adressieren. Eine Arbeitsgruppe des Think Tanks forschte zu dem Thema wie die Arbeitskräftemobilität unter dem Common Market Protocol (CMP) der EAC implementiert wurde und wie die Jugend in Uganda davon profitiert.

Nach einer kurzen Willkommensrede des Leiters des Auslandsbüros in Uganda, Mathias Kamp, präsentierte der Sprecher der EAC-Arbeitsgruppe, Emmanuel Kitamirike, dessen Forschungsergebnisse. Alle Think Tank-Mitglieder hatten die Möglichkeit diese zu kommentieren und Fragen zu stellen, was von Anna Hoffmann und Jasper Oketa koordiniert wurde. Auf Grund der vielen Forschungsmöglichkeiten, die das CMP ermöglicht, beschäftigten sich die Teilnehmer_innen mit dem Rahmen des Papers und vervollständigten die vorläufige Struktur des Papers. Die Teilnehmer_innen identifizierten vier verschiedene Forschungsbereiche, welche detaillierte diskutiert werden mussten – Hintergrund des EAC-Integrationsprozesses, Analyse der Arbeitsmarktpolicies in Uganda, Arbeitsmarktsituation in Uganda im Vergleich zu anderen EAC-Staaten und der EU und Analyse des politische Willens. Vor dem Mittagessen hatten die Mitglieder Zeit zum Selbststudium.

Danach diskutierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse. Um die Ergebnisse der Kleingruppen untereinander auszutauschen, wurde die Weltkaffeemethode genutzt. Alle Arbeitsgruppen wählten einen Gruppenvertreter, der mit Hilfe eines Rotationssystems die Gruppenergebnisse den anderen Teilnehmer_innen präsentierte.

Am zweiten Workshop-Tag präsentierten alle Gruppenvertreter ihre Ergebnisse dem Plenum einschließlich aller Anmerkungen von Mitgliedern anderer Kleingruppen während im Weltkaffee. Die Think Tank-Mitglieder hatten eine lebhafte Diskussion darüber, welche Daten im Paper verwendet werden sollen. Auf Grund fehlender verlässlicher Datensätze einigten sich die Teilnehmer_innen darauf eine Kombination aus offiziellen Daten und Daten, die NGOs oder andere Institutionen bereitstellen, zu nutzen.

Um das Paper weiter voranzutreiben, werden die Arbeitsgruppen eine zusammengefasste Analyse ihrer Ergebnisse bis Anfang nächster Woche bereitstellen, die dann Teil des finalen Papers sein werden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer_innen für die lebhaften Diskussionen und ihren Beitrag zur Formulierung einer gut fundierten Analyse zu den Auswirkungen der Arbeitskräftemobilität innerhalb der EAC auf die Situation der Jugend in Uganda.

Autorin: Nele Krüger, KAS Praktikantin

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 28. September 2015

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