Die Überraschung bleibt aus: Amtsinhaber Museveni gewinnt umstrittene Präsidentschaftwahlen in Uganda

Am Ende kam es für die meisten Beobachter wie erwartet: Präsident Yoweri Museveni, seit 30 Jahren an der Macht, sicherte sich seine fünfte Amtszeit und kann Uganda für weitere fünf Jahre regieren. Während es am Wahltag im Großen und Ganzen ruhig blieb und sich die weit verbreitete Furcht vor Gewalt rund um die Wahlen nicht bestätigte, kritisierten ugandische und internationale Beobachter erhebliche Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der Wahlen und stellten die Kompetenz und Unabhängigkeit der Wahlkommission in Frage.

Zudem sorgten das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Opposition und die Blockade sozialer Medien für großen Unmut. Die unterlegene Opposition verweigert die Anerkennung der Wahlergebnisse. Wie schon nach den letzten Wahlen 2011 stehen Uganda erneut schwierige Zeiten bevor.

Autor

Mathias Kamp

Serie

Länderberichte

erschienen

Uganda, 24. Februar 2016

Wählerschlangen an ländlichen Wahlstationen in der Region West Nile

Wählerschlangen an ländlichen Wahlstationen in der Region West Nile.

Erstmals kamen elektronische Geräte zur biometrischen Erkennung der Wähler zum Einsatz

Erstmals kamen elektronische Geräte zur biometrischen Erkennung der Wähler zum Einsatz.

Öffentliche Auszählung der Stimmen (Wahlstation im Distrikt Nebbi)

Öffentliche Auszählung der Stimmen (Wahlstation im Distrikt Nebbi).