Auf dem Weg zu mehr Demokratie

ZWEITES TRAINING EINER LANDESWEITEN SERIE VON TRAININGS FÜR GEWÄHLTE UND ERNANNTE POLITIKER

Auch verfügbar in English

Obwohl Uganda seit mehr als zwanzig Jahren eine Mehrparteienlandschaft besitzt, funktioniert die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Parteien oft nicht. Vor allem auf lokaler Ebene gibt es Nachholbedarf. Vom 16. – 17. Juni 2016 organisierten das Directorate of National Guidance (DNG) und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Kitgum das zweite von drei landesweiten Trainings und luden gewählte sowie ernannte Politiker der Acholi-Region ein, um das Bewusstsein für funktionierenden Pluralismus zu stärken.

Nach einigen kurzen Willkommensworten von John Oyambi, Vertreter des DNG, sowie dem Programmbeauftragten der KAS, Bernhard Mukhone, begann Dr. Milton Mutto das Training mit einer Rede darüber, wie wichtig politische Bildung für den Aufbau einer Nation sei. Ein Teilnehmer merkte an, dass ihnen als lokale Regierung die Hände gebunden seien und sie keine Macht hätten. Dr. Mutto machte den Teilnehmern klar, dass sie auch auf lokaler Ebene etwas bewegen können: „Die Verfassung gibt euch sehr viel Macht. Wenn ihr diese nutzen würdet, könntet ihr sehr viel verändern. Wartet nicht nur auf Anordnungen aus Kampala. Ihr seid auch Teil der Regierung.“

Bernhard Mukhone leitete am Nachmittag den praktischen Teil des Trainings. Die gewählten sowie ernannten Politiker sollten sich jeweils in einer Gruppe zusammen finden und über ihre Rollen und Herausforderungen diskutieren und ihre Ergebnisse anschließend präsentieren. Dabei wurde den Teilnehmern vor allem bewusst, dass alle davon profitieren, wenn sie zusammenarbeiten und nicht jeder nur für sich.

Am zweiten Tag ging es vor allem darum, was die Politiker als Individuen für ihre Region tun können. Für die Teilnehmer war das sehr aufschlussreich. Sie nahmen sich vor allem den Rat zu Herzen, nicht darauf zu warten, bis andere etwas ändern. Sondern sahen ein, dass sie als erstes dazu beitragen sollten. „Wenn wir Uganda voranbringen wollen, müssen wir bei uns selbst anfangen. Das können kleine Dinge sein: Wenn man offiziell um acht Uhr anfängt zu arbeiten, sollte man auch um acht Uhr da sein. Dann sieht der Rest, dass man seine Arbeit ernst nimmt und folgt dem Beispiel.“ Ein anderer Politiker fügte an, dass er vor allem das Training der Jugend in seiner Region in die Hand nehmen wolle.

Auch Lilian Aber, Chairperson NYC, rief in ihrer Abschlussrede die jungen Leute dazu auf, die Workshops und Programme der Regierung zu nutzen und sich nicht immer nur darüber zu beschweren. Simon Mayende, Director of Information and National Guidance, riet den Teilnehmern, ihr neu gewonnenes Wissen auch anzuwenden und damit wie eine Laterne den Weg für andere zu erhellen.

Bericht: Anne Fleischmann

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 28. Juni 2016

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