Stärkung der Demokratieförderung in Uganda

NGO-Vertreter aus Uganda zu Besuch in Berlin und Bonn

Wie geht gute Regierungsführung und kommunale Demokratie in Deutschland? Neun Multiplikatoren aus dem afrikanischen Land sind vom 18.-24.September 2016 im Rahmen eines Deutschlandseminars Gast der KAS und wollen Impulse für ihre Arbeit in der Heimat erfahren.

Die Delegation mit Mathias Kamp (4.v.l.)

Die Delegation mit Mathias Kamp (4.v.l.)

Das „Governance and Accountability Inter-District CSO Network“ (GAIN-Uganda) befasst sich mit guter Regierungsführung und Demokratie auf Distriktebene und ist gerade im Prozess, sich offiziell als NGO registrieren zu lassen. Mit rund 30 Mitgliedsorganisationen aus elf Distrikten in allen Landesteilen bildet GAIN-Uganda einen wichtigen Dachverband zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Arbeit lokal verankerter Akteure. Die KAS unterstützt GAIN hierbei mit Trainings und bei der Entwicklung interner Strukturen. In 2016 hilft die KAS dem Netzwerk vor allem bei der Entwicklung von Strategien und Materialien zur politischen Bildung auf lokaler Ebene.

Aufgrund der schwierigen politischen Situation in Uganda und den Herausforderungen gerade auf lokaler Ebene kommt dem Engagement lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen eine wichtige Rolle zu. Leider findet dieses Engagement bei vielen Gebern und Akteuren auf nationaler Ebene zu wenig Beachtung. Gleichzeitig wird die politische Arbeit auf lokaler Ebene durch rechtliche und bürokratische Hürden, Einflussnahme und Einschüchterung durch Sicherheitsorgane und Kooperationsunwilligkeit der Lokalregierungen stark erschwert. Durch die Bildung eines Netzwerkes können die beteiligten lokalen NGOs ihre Position stärken, sich effektiver im Bereich Lobby und Advocacy engagieren und ihre demokratischen Rechte verteidigen. Neben der Möglichkeit gemeinsam implementierter Maßnahmen und Kampagnen bietet das Netzwerk auch einen Rahmen für den systematischen Austausch von Best Practices und gemeinsame Fortbildungen zur Stärkung der Mitgliedsorganisationen.

Das Deutschlandprogramm bietet ausgewählten Vertretern der GAIN-Mitgliedsorganisation die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in wichtigen Bereichen der zivilgesellschaftlichen Arbeit (vor allem auf lokaler Ebene) zu vertiefen und anhand praktischer Erfahrungen in Deutschland neue Ansätze für ihr eigenes Engagement zu entwickeln. Dies trägt zur Stärkung der Mitgliedsorganisationen und des Netzwerkes als Ganzes bei – und damit zur Stärkung eines strategisch wichtigen Partners mit hohem Zukunftspotential.

Verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Besucherprogramms von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Dr.Tobias Rüttershoff. Begleitung: Mathias Kamp, Leiter des Auslandsbüros Uganda.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Berlin, 22. September 2016