Förderung von Good Governance in einem Mehrparteiensystem: Training für Lokalpolitiker auf Distriktebene

Training zur Förderung von verantwortungsbewusstem Bürgertum, Pluralismus und Zusammenarbeit für gewählte Lokalpolitiker

Auch verfügbar in English

Was ist die Rolle von gewählten Lokalpolitikern in einem Mehrparteiensystem und wie definiert sich verantwortungsbewusstes Bürgertum auf lokaler Ebene, um eine effiziente Leistungserbringung zu garantieren? Um gewählte Politiker zu diesem Thema zu trainieren, hat das Directorate of National Guidance (DNG) in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung einen Workshop veranstaltet, um 44 lokale Regierungsvertreter aus dem Distrikt Busia zu trainieren.

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Das Hauptanliegen des Trainings, das bereits zum vierten Mal im Jahr 2016 stattfand, war, das Mehrparteiensystem auf lokaler Ebene zu fördern, mit einem starken Schwerpunkt auf verantwortlicher Staatsbürgerschaft, politischer Bildung und Bürgerbeteiligung. Da das Mehrparteiensystem in Uganda relativ neu ist, gibt es einen hohen Bedarf an Schulungen, die darauf abzielen, die zentralen Grundsätze der Demokratie und des Pluralismus im Land zu fördern.

John Oyambi, DNG Vertreter und Moderator der Veranstaltung, machte nach einer kurzen Einleitung der Veranstaltung die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass - auch wenn man über natürliche Ressourcen verfügt - Länder sich ohne gute Regierungsführung nicht weiterentwickeln können, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung hat. Aufbauend auf dieser Aussage, hielt Dr. Milton Mutto einen Vortrag über die Rolle der politischen Bildung und seine Bedeutung im Prozess der Staatsbildung.

Während die Teilnehmer ihre Aufgaben und Rollen als gewählte und ernannte Führungskräfte diskutierten, wurde auch betont, selbst Maßnahmen für Veränderung zu ergreifen, da sie nichts von anderen erwarten können, solange sie nicht bereit sind, selber dafür zu arbeiten. Hierfür hielt Sango Richard eine Präsentation über Staatsbildung und verantwortungsbewusste Regierungsführung und wies darauf hin, dass, unabhängig von der politischen Zugehörigkeit, sie alle Bürger des gleichen Landes sind und zusammenarbeiten müssen um ein besseres Uganda zu erreichen.

Aufbauend auf der Diskussion über die zentralen Werte Ugandas, hielten Leonie Staas und Marius Hupperich eine Präsentation über die wichtigsten Werte Deutschlands und zeigten auf, dass, zurückblickend auf die Geschichte ihres Landes, Deutschland damals wie auch heute mit vielen Herausforderungen konfrontiert ist und dass Demokratie und Staatsbildung ein andauernder Prozess ist, da jedes Land neu aufkommenden Problemen gegenübersteht.

Der Workshop ermöglichte es den lokalen Führungskräften nicht nur das Bewusstsein für die Konzepte der Demokratie und des politischen Pluralismus zu schärfen, sondern betonte auch die Notwendigkeit, in einem Mehrparteiensystem zusammenzuarbeiten und Prioritäten für ihre Distrikte zu identifizieren.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 25. November 2016