FÖRDERUNG VON DEMOKRATIE UND BÜRGERSCHAFTLICHEM ENGAGEMENT: WAS HABEN KAS UND IHRE PARTNER IN 2016 ERREICHT?

DER JÄHRLICHE PARTNER WORKSHOP SCHAFFT GELEGENHEIT, VERGANGENE UND ZUKÜNFTIGE AKTIVITÄTEN ZU DISKUTIEREN

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Was haben die Konrad-Adenauer-Stiftung und ihre Partnerorganisationen in diesem Jahr erreicht, welche Erfolge wurden erzielt, welche Herausforderungen konnten bewältigt werden und wo liegt Potenzial für Verbesserungen? Um diese Fragen zu diskutieren, veranstaltete KAS zusammen mit ihren Partnerorganisationen den jährlichen Partnerworkshop, um gemeinsam die Projekte des Jahres zu reflektieren und es den einzelnen Akteuren zu ermöglichen sich untereinander kennenzulernen sowie Neuigkeiten und Ideen auszutauschen.

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KAS & Partner Roundtable

Insbesondere ging es darum, dass alle Teilnehmer aus ihrem individuellen, projektgebundenen Fokus heraustreten und sich das größere Bild der gemeinsamen Zusammenarbeit vor Augen führen. Die beiden Projekt-Manager der KAS, Bernard Mukhone und Donnas Ojok, unterstrichen in ihren einleitenden Worten ihre persönlichen Highlights des Jahres 2016, dessen Start durch die Wahlen geprägt war. Insbesondere der weitgehend friedliche Verlauf der Wahlen und die Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen wurden als großer Erfolg für die ugandische Zivilgesellschaft verbucht. Auch die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen wurde gelobt, insbesondere die Social Media Conference. Probleme zeigten sich besonders bei der Durchführung von Projekten im Südsudan, da die jüngsten Kämpfe im jüngsten Land der Welt die Sicherheitslage derart verschlechtert haben, dass die KAS ihre Zusammenarbeit mit den dortigen Partnern vorerst einstellen musste.

Auch die Partner stellten ihre individuellen Höhen des Jahres vor. So etwa Regina Bafaki von Action for Development (ACFODE), die die langjährige Partnerschaft mit der KAS lobte und die Bemühungen und Erfolge ihrer Organisation in der Stärkung der Frauen betonte. Ebenfalls durch die Wahlen geprägt, lag der Fokus auf politischer Fortbildung und Partizipation. Dennoch sähen sich Frauen in Uganda – besonders in der Politik – mit großen Ungleichheiten und Marginalisierungen konfrontiert, an denen man weiterhin, mit Blick auf das Jahr 2017, beharrlich arbeiten müsse.

Paul Luberenga, Repräsentant von GAIN-Uganda stellte die Arbeit seiner Organisation vor und betonte die jüngsten Erfolge. So wurden verschiedene Workshops durchgeführt, um das Verständnis für Demokratie auf der lokalen Ebene zu stärken. Außerdem konnte in Kooperation mit KAS ein Lehrbuch zur politischen Bildung herausgegeben werden.

Unsere Partnerorganisation ACTADE, die sich besonders mit dem privatwirtschaftlichen Sektor sowie den Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Innovationen auseinandersetzt, organisierte verschiedene Kongresse und Workshops, um Konzepte der Sozialen Marktwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung zu diskutieren.

Auch das LéO Africa Institute führte eine Workshop-Serie zu politischer Ökonomie durch und bot jungen aufstrebenden Menschen eine Plattform an, um ihr Wissen zu teilen und zu vertiefen. Mit dem kürzlich veröffentlichten LéO Africa Review bietet die Organisation ein Magazin mit unterschiedlichsten Veröffentlichungen aus dem Bereich der Wirtschaft, Politik und der sozialen Lage in Uganda an.

Um Konstitutionalismus und gute Regierungsführung im Mehrparteiensystem zu fördern, organisierte unser Regierungspartner vom Directorate of National Guidance (DNG) Veranstaltungen und Trainings für politische Vertreter auf lokaler Ebene im ganzen Land. Die Workshops waren ein großer Erfolg und förderten das Verständnis von politischem Pluralismus unter den Teilnehmern sowie die wichtigsten Grundsätze von nation building und verantwortungsbewusstem Bürgertum.

Unser Partner von der Makarere Universität Kampala, das University Forum on Governance (UNIFOG), hat nicht nur verschiedene Workshops angeboten, um Themen rund um die vergangenen Wahlen und wirtschaftliche Herausforderungen zu diskutieren, sondern auch Konferenzen abgehalten, um Möglichkeiten für Jugendliche und Studenten in der ugandischen Politik und Zivilgesellschaft zu bieten.

In diesem Jahr hat unser langjähriger Partner Foundation for African Development (FAD) eine Publikation veröffentlicht, sowie mehrere Workshops abgehalten, um die Rolle der Frau in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu stärken und demokratische Regierungsform und Soziale Gerechtigkeit in Uganda zu fördern.

Das Community Radio MegaFM, welches Reportagen und Interviews im nördlichen Uganda durchführt, um den Menschen dort eine Stimme zu verschaffen, hat ein Radioprogramm initiiert, das sich um politische Bildung und den Dialog um politische Themen bemüht.

Mit einem Blick auf das Jahr 2017 stellte Mathias Kamp, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung Uganda und Südsudan, die neuen Ziele der Zusammenarbeit vor und betonte die Gewinnung neuer Akteure auf allen Ebenen für zukünftige Zusammenarbeit. Auch die effektivere Einbindung und Nutzung von Medien wurde angesprochen. Insbesondere die Sozialen Medien seien integraler Bestandteil der modernen Öffentlichkeitsarbeit und eine große Chance für alle Partnerorganisationen. Um diesbezüglich Erfahrungen auszutauschen und vorhandenes Wissen zu verbessern, wurde ein gemeinsames Social-Media Training für die KAS und ihre Partner in Aussicht gestellt. Auch im Umgang mit den Mainstream Medien wurde eine engere Zusammenarbeit der Partner zum Austausch von Informationen und Netzwerken vorgeschlagen, um in Zukunft besser mit lokalen und regionalen Journalisten zusammenarbeiten zu können.

Der Tag endete mit einem Empfang im Garten des KAS Büros, wo sich mehr als 100 Partner, Freunde und Unterstützer der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem Abend mit Musik und gemeinsamen Abendessen trafen. Im persönlichen Rahmen konnten hier neue Netzwerke geknüpft, Bekanntschaften gefestigt und zukünftige Aktivitäten diskutiert werden.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 7. Dezember 2016