SOCIAL MEDIA FÜR LOKALREGIERUNGEN

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Um den effektiven Gebrauch von Sozialen Medien für yiviles Engagement zu trainieren, hat das Centre for Media Literacy and Community Development (CEMCOD) in Lira einen Workshop für Politiker aus Lokalregierungen zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt.

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Maureen interagiert Teilnehmern

Obwohl Lokalregierungen einen strategischen Vorteil genießen, weil sie am nächsten an den Menschen sind und deshalb am besten platziert sind, um Good Governance auf lokaler Ebene zu fördern, mangelt es ihnen in Uganda an den Fähigkeiten diese Menschen auf angemessene Weise zu erreichen. Soziale Medien können hilfreich sein, effektive Kommunikation, Engagement und die Versorgung mit relevanten Informationen für die Massen zur Verfügung zu stellen.

CEMCOD und die KAS haben dieses potenzielle Macht, der direkten Kommunikation mit Entscheidungsträgern, der sozialen Medien erkannt und in Folge eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die überall im Land dafür sorgen soll, dass Kommunen besser von ihren Anführern über Entwicklungen informiert werden. Den Gebrauch mit sozialen Medien als ein Mittel zur Information zu nutzen zu vermitteln ist dabei das Hauptziel des Workshops “Effective Use of Social Media by Local Government Leaders for Civic Engagement in Uganda”.

Teilnehmer aus den Distrikten Lira, Apac, Dokolo, Alebtong und Kole nahmen an diesem dreitägigen Workshop teil, der darauf zielte die Sozialen Medien für lokale Regierungen leichter verständlich zu machen. Durch Vorträge und praktische Übungen haben die Teilnehmer immer besser verstanden, wie man die diversen Plattformen für die Interaktion und Information von Kommunen nutzen kann. Viele waren sehr angagiert bei der Sache und auch frühere Kritiker von Facebook und Co. konnten von den Vorteilen überzeugt werden. Die Trainerin Maureen erklärte die eher technischen Vorgänge in sehr verständlicher Weise und die Teilnehmer waren ihr sehr dankbar für die vielen Übungen. Eine Teilnehmerin sagte nach dem Workshop über die Übungen: „vor diesen Übungen wusste ich nicht genug über den Umgang mit Sozialen Medien, aber dank dieses Trainings habe ich gelernt, wie ich Plattformen wie zum Beispiel Twitter am besten nutzen kann um Informationen online zu teilen“.

Die Teilnehmer lernten zusätzlich, dass die umsichtig mit den Informationen umgehen sollten, die sie online stellen. Copy-Right und Eigentumsrechte, aber auch die Nutzungsbedingungen von Online-Plattformen wurden während einer Einheit inteensiv besprochen. Besonders die Sicherheit im Netz und die Tatsache, dass man für die veröffentlichten Inhalte verantwortlich und haftbar ist, war Thema der Disskussion.

Auch im öffentlichen Dialog, der am letzten Tag des Workshops stattfand und in dem die Teilnehmer Gelerntes vorstellen durften, ging es vorrangig um die Sicherheit im Netz. Die Debatte wurde von diversen Stakeholdern aus Lira und Umgebung besucht und diente als Plattform für die erste Information über die bevorstehenden Neuerungen in den Kommunen. Die Teilnehmer forderten hier eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Regierung, Politik und der Lokalbevölkerung. Der nach wie vor unzureichende Zugang zum Internet in einigen ländlichen Regionen wurde dabei als ein Hauptproblem identifiziert und auch die veraletetn Websites von Regierung und anderen Institutionen wurde angesprochen.

Ein Teilnehmer sagte dazu: “Solange wir nicht in jedem Dorf Internetzugang haben, werden die wichtigen Informationen nicht alle Menschen erreichen. Die Regierung sollte versuchen dies zu verbessern, um die Regierungsführung zu verbessern“ und ein anderer behauptete, dass die Regierung nicht daran interressiert sei, den Menschen die relevanten Informationen zukommen zu lassen. Als ein Zuschauer sagte, dass die Webseiten von Institutionen nie aktuell seien, versprach einer der Wokrshopteilnehmer, der auch für den Internetauftritt seiner Kommune zuständig ist, dass es bald neue Plattformen zur Kommunikation mit den Bügern und Information geben wird.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 2. Mai 2017