ZU UNSEREN EIGENEN BEDINGUNGEN - ERFOLG AUS SICHT DER JUNGEN AUFSTREBENDEN AFRIKANISCHEN GENERATION

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Was ist Erfolg, wie kann man mit diesem umgehen und wie muss man diesen als “Verantwortlicher” analysieren und katalysieren? Als Teil der aufstrebenden Generation von Führungskräften, bedarf es der tiefgreifenden Refeklektion des eigenen Verhaltens, da der Umgang mit Erfolg niemals einer vorgefertigten Route folgt. Das LeO Africa Institut und die Konrad-Adenauer-Stiftung in Uganda haben junge, aufstrebenden Führungskräfte aus ganz Ostafrika zu dieser Reflektion, im Rahmen des zweiten Seminars des Young and Leaders Projekts, eingeladen, um gemeinsam über Erfolg und dessen Umgang zu diskutieren.

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Gruppendiskussion

Nicht eine abstrakte Diskussion war Mittelpunkt der Veranstaltung, sondern ein Erfahrungsaustausch von bereits gestanden Führungskräften mit den Aufstrebenden, um diesen lebensnahe und elementare Perspektiven und Blickwinkel aufzuzeigen. So waren aus den verschiedensten Lebens- und Berufsbereichen Experte eingeladen, ihre Erfahrungen im Umgang mit Erfolg auszuführen. David Mpanga, ein Partner der renommierten afrikanischen Großkanzlei Bowman´s Law, gab den Anwesenden mit auf den Weg, dass Erfolg nicht gleichzusetzen sei mit persönlicher Bereicherung. Moral und der Wille zu Gestalten und zu Verändern sollten stets die Leitlinien sein, niemals der Blick auf das eigene Konto. Erfolg gehe immer auch einher mit finanziellen Vorteilen, dies sollte jedoch nicht die Motivation für Erfolg und Führungsbereitschaft sein, sondern ein gegebener Nebeneffekt. Donnas Ojok, der Projektmanager der Konrad-Adenauer-Stiftung in Uganda stellte seine Ausführungen auf ein eher philosophisches Fundament und erinnerte die Anwesenden an die Worte Sokrates. Nur wenn man sich selbst gut genug kenne und einschätzen könne, könne man auch Verantwortung übernehmen, woraus sich wiederrum Erfolg generiere.

Die jungen Nachwuchskräfte bemängelten ein vorhandenes System, welches es ihnen erschwere, unkonventionelle aber effektive und innovative Lösungen gesellschaftspolitischer- aber auch wirtschaftspolitischer Probleme zu finden. Cleofash Arinaitwe, ein junger Teilnehmer des Seminars pflichtete zwar diesem Problem bei, führte jedoch anhand seines eigenen Beispiels aus, dass man dies sehr wohl durchbrechen könne. So habe seine Initiative der „Mikro-Landwirtschaft“ – Bereitstellung von benötigten Hilfsmitteln für junge Menschen zur Verwirklichung eigener agraökonomischer Bestrebungen – vielen jungen Menschen Arbeit gebracht und dabei auf innovative Methoden gesetzt.

Den größten Teil nahm jedoch die Diskussion mit James Kassaga ein, dem Vorstandsvorsitzender von Tech Uganda. Er legte den Zuhörern eindringlich ans Herz, dass sie zunächst ihrer Ziele, ihre Mission und Vision definieren müssten. Dies sei der absolut erste Schritt, um wirklich sozialen Einfluss haben zu können. Wenn man wisse wo man hinmöchte, so Kassaga, dann könne man auch den Weg dorthin bestreiten. Man dürfe nie aufhören zu träumen und auch Unmögliches möglich machen zu wollen, forderte er die jungen Nachwuchskräfte auf. King Solomon Benge, eine ugandischer Roboterexperte, berichtete über die Schwierigkeiten und die Hürden, die es zu überspringen bedarf, um wirklich Erfolg haben zu können. Auch diese Seite der Medaille dürfe nicht übersehen werden. Erfolg zu haben bedeute immer auch persönlich dafür einzustehen und Herausforderungen anzunehmen. All dieser Input, gepaart mit einem Seminar, welches in einer offenen und entspannten Atmosphäre abgehalten wurde, ermöglichte einen Gedankenaustausch, der nachhaltig ist. Der Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen von der gegenwärtigen Führungsgeneration an die nächste, sichert so einen benötigten Wissenstransfer und sichert Fortschritt und progressiven Wandel.

Autor

Donnas Ojok

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 12. Juli 2017

Teilnehmer
Stipendiaten
Arnold und Fiona