Hochrangige Vertreter von Oppositionsparteien aus Uganda in Deutschland

Studien- und Dialogprogramm vom 10. - 16.09.2017

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung sind in dieser Woche hochrangige Vertreter von Oppositionsparteien aus Uganda zu Gast in Berlin und Dresden. Das Programm soll die internationale Vernetzung fördern und interessierte deutsche Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft für die Lage in Uganda sensibilisieren.

Im ugandischen Parteienspektrum gibt es zwei Mitte-Rechts-Parteien, die die Werte der KAS teilen und Mitglieder der IDU sind. Mit der Democratic Party(DP) verbindet die KAS eine bereits seit Jahrzehnten währende Partnerschaft. Die DP ist die älteste demokratische Partei in Uganda, hat aber seit Jahren mit schlechten Wahlergebnissen zu kämpfen. Das Forum für Democratic Change (FDC) ist eine jüngere Partei, die als Abspaltung der Regierungspartei NRM entstanden ist, sich jedoch schnell im Mitte-Rechts-Spektrum verortet hat. Sie ist die mit Abstand stärkste Oppositionspartei. Mit dem FDC besteht ein Dialog, jedoch wurde in der Vergangenheit nicht aktiv zusammengearbeitet. Beide Parteien leiden zum einen an der repressiven Politik der ugandischen Regierung, zum anderen aber auch an internen Konflikten und schwachen internen Strukturen. Zudem scheiterten wiederholt Versuche, die Erfolgsaussichten bei Wahlen über ein Oppositionsbündnis zu erhöhen.

Das Programm soll Impulse setzen für die Reformierung und Modernisierung der internen Strukturen und Verfahren beider Parteien. Zudem soll die gemeinsame Wertebasis Betonung erfahren und der Dialog der IDU Partner vertieft werden. Daraus können sich Prioritäten für die zukünftige Zusammenarbeit mit beiden Parteien vor Ort ableiten. DP und FDC sind in all ihrer Unterschiedlichkeit die beiden wichtigsten Akteure der ugandischen Opposition. Die gemeinsame Erfahrung der Teilnehmer und die Hervorhebung der gemeinsamen Werte können den Dialog zwischen den Parteien stärken und damit auch Strategien zum koordinierten Umgang mit der zunehmend autoritären Regierung Ugandas befördern – dazu zählt auch die Möglichkeit einer Koalitionsbildung vor den nächsten Wahlen.

Das Besucherprogramm wurde vom Team Inlandsprogramme organisiert und wird von Mathias Kamp, Leiter des Auslandsbüros Uganda, begleitet.
Verantwortlich für die Durchführung von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Christina Baade.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Berlin, 13. September 2017

Die Delegation mit Mathias Kamp und Bertil Wenger.

Die Delegation mit Mathias Kamp und Bertil Wenger.