KAS Stipendien: Zukünftige Führungspersönlichkeiten werden zu Anführern positiven Wandels

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Bei einem Netzwerktreffen des Stipendiums zwischen der KAS und der Uganda Martyrs University (UMU), an dem ehemalige und aktuelle Stipendiaten teilnahmen, standen transformative Führung sowie Netzwerkmöglichkeiten für alle Teilnehmer im Vordergrund.

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Neue Stipendiatin

In ihrem Grußwort unterstrich Rhona Rugambwa von der Konrad-Adenauer-Stiftung, dass man bisher über 200 Stipendien für ein Fernstudium an der UMU in den Fächern Democracy and Development Studies, sowie Local Governance und Humarn Rights, vergeben habe. Dies habe es Studierenden aus Uganda und seit kurzem auch dem Südsudan ermöglicht, eine höhere Qualifizierung in diesen Bereichen zu erhalten und damit zu zukünftigen Führungspersönlichkeiten zu werden. Die Stipendiaten seien zudem Teil eines globalen KAS Alumninetzwerkes, welches über 10.000 Mitglieder weltweit zähle. Zudem habe UMU kürzlich einen Master in Research und Public Policy eingeführt, welches der einzige seiner Art in Uganda und großen Teilen Afrikas sei. Dieses Programm stehe den Stipendiaten ebenfalls offen.

Die 60 Teilnehmer hörten anschließend jeweils eine kurze Ansprache von einem aktuellen Stipendiaten sowie einer Alumni des Programms. Die ehemalige Stipendiatin Racheal Mpiriiwe erklärte, wie die Forschungskompetenzen, welche sie im Rahmen ihres Studiums erworben habe, ihr zum Gewinn eines Preises der US Botschaft verholfen haben. Die Ansprachen spiegelten wieder, dass die Stipendiaten neben akademischen Fähigkeiten auch von dem Netzwerk des Programms profitierten.

Uganda steht vor zahlreichen Entwicklungsherausforderungen: dabei wurden die hohe Jugendarbeitslosigkeit, Marginalisierung von Frauen, Korruption und die Erosion demokratischer Werte als Beispiele genannt. Daher war der Fokus des diesjährigen Treffens gestaltende Führung und wie die Stipendiaten als Katalysatoren für gute Regierungsführung und demokratische Werte in ihrem Umfeld tätig sein können. Yusuf Kiranda vom Centre for Development Alternatives hielt einen anregenden Vortrag zu diesem Thema. Er unterstrich, dass eine transformative Führungspersönlichkeit mit seinem Team arbeite, um positive Veränderungen zu identifizieren und umzusetzen. Kiranda betonte, dass eine Führungsrolle bedeute, andere zu inspirieren und zu mobilisieren, um gleichzeitig konkurrierende Interessen zu vereinbaren. Da Führungspersönlichkeiten nicht alles in ihrem Umfeld verändern könnten, müssten sie sich auf das Umfeld konzentrieren, in dem sie einen Einfluss haben, um sinnvolle Veränderungen zu erzielen. Da Veränderungen Gewinner und Verlierer hervorbringe, müssten Führungspersönlichkeiten ihre Unterstützer mobilisieren und ihre Gegner überzeugen. Die Wichtigkeit des Kontexts, in dem man sich bewege wurde ebenfalls diskutiert: unterschiedliche Kontexte erforderten unterschiedliche Herangehensweisen.

Die Teilnehmer diskutierten anschließend intensiv transformative Veränderungen im Kontext der aktuellen politischen Situation in Uganda. Es wurde unterstrichen, dass Veränderungen nicht ohne die dominierende Elite möglich seien. Daher müssten informelle Institutionen auf niedrigster Ebene Veränderungsprozesse anregen, um die gesamte Gesellschaft zu beeinflussen.

Neben der Diskussion wichtiger Themen für die Stipendiaten wurde das Treffen ebenfalls dazu genutzt, konstruktiv Verbesserungsvorschläge des Stipendienprogramms sowie mögliche weitere Kooperationen mit KAS zu diskutieren. Das Treffen endete mit dem Höhepunkt der Übergabe der Stipendienverträge an sechs neue Stipendiaten aus Uganda und dem Südsudan.

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Uganda, 25. Oktober 2017

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