Frauen in ugandischen Medien: steter Kampf um Gleichberechtigung

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Im Jahr 2016 hat die Konrad-Adenauer-Stiftung die #WomeninMediaUG Kampagne ins Leben gerufen, um weibliche Stimmen in den Medien zu verstärken und Geschlechtergleichheit zu fördern. Ein Jahr später ist die Bilanz ernüchternd, Fortschritte zeichnen sich nur langsam ab. Woran liegt das und was kann getan werden? Die letzte Veranstaltung 2017 widmete sich diesem Thema und zog eine Bilanz der bisher erzielten Fortschritte sowie der weiterhin bestehenden Hürden.

Zahlreiche weibliche Medienvertreterinnen diskutierten die stagnierende weibliche Präsenz in Fernsehen und Radio, männlich dominierten Gesprächsrunden, anhaltende Stereotypen, sowie fehlende weibliche Bezugspersonen. Die TeilnehmerInnen kamen zum Schluss, dass noch viele Herausforderungen überwunden werden müssten, bis Frauen gleichberechtigt in Medien repräsentiert seien. Eine der identifizierten Hürden waren westliche Stereotypen, welche die afrikanische Frau als Opfer darstellten, obwohl Frauen in Afrika die tragenden Säulen der Gesellschaft seien. Die ugandische Bloggerin Rosebell Kagumire unterstrich, dass Frauen in kein bestimmtes Schema passen müssten, sondern viele verschiedene Rollen annehmen könnten. Als weitere Herausforderung wurde von zahlreichen Teilnehmerinnen mangelnde Präsenz von Frauen in Führungspositionen genannt. Dadurch habe man nur wenige weibliche Vorbilder, von denen man lernen könne.

Ein vollständiger Veranstaltungsbericht ist auf Englisch verfügbar.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 6. Dezember 2017

Nora Owaraga and Emmanuel Mutaizibwa
Tracy Kakyo
Rosebell Kagumire
Discussants
Emmanuel Mutaizibwa