Verbesserte Bürgerbeteiligung: Regionalpolitiker aus Kiboga nehmen an einem Workshop zur Bürgerbeteiligung teil.

Zum dritten Mal organisierte das Governance Accountability Civil Society-Netzwerk Uganda (GAIN Uganda) für seine Mitglieder in 13 Distrikten eine Schulung in ziviler Bürgerbeteiligung und politischer Bildung. Eine der Schulungen fand in Bukomero, Kiboga statt. Dort trafen sich Vertreter des Gemeinderates, der Bürgermeister und Mitglieder verschiedener Gemeinden, um gemeinsam über die Rolle von Bürgern und des Staat auf lokaler Ebene zu sprechen.

Zum dritten Mal organisierte das Governance Accountability Civil Society-Netzwerk Uganda (GAIN Uganda) für seine Mitglieder in 13 Distrikten eine Schulung in ziviler Bürgerbeteiligung und politischer Bildung. Eine der Schulungen fand in Bukomero, Kiboga statt. Dort trafen sich Vertreter des Gemeinderates, der Bürgermeister und Mitglieder verschiedener Gemeinden, um gemeinsam über die Rolle von Bürgern und des Staat auf lokaler Ebene zu sprechen.

Die zweitägige Schulung orientierte sich an dem Arbeitsbuch zur Demokratie, welches 2017 von der KAS und Gain gemeinschaftlich publiziert wurde. Das Arbeitsbuch wurde als Orientierungshilfe genutzt und animierte die Teilnehmer dazu, über Schlüsselelemente von Demokratie im Alltag wie auch auf regionalpolitischer Ebene zu sprechen. Der Workshop stieß auf großes Interesse, mehr als 40 Mitglieder aus zwei Gemeinschaften nahmen an der Schulung teil.

Der erste Tag des Trainings begann mit einem Überblick über politische Bildung und deren Bedeutung für eine demokratische und verantwortungsvolle Gesellschaft. Schnell verlagerte sich der Fokus des Trainings auf ziviles Handeln auf lokaler Ebene. Schwerpunktmäßig konzentrierte sich die Diskussion auf die Prinzipien der Partizipation, Verpflichtungen der Staatsbürgerschaft und verantwortliches Regierungshandeln. Die Teilnehmer teilten ihr persönliches Verständnis von Staatsbürgerschaft und Demokratie und schilderten Situationen im Alltag, die sich auf ihre Rolle als Bürger und ihre Beteiligung an öffentlichen Themen beziehen. Die Gruppe kam zu dem Schluss, dass demokratische Prinzipien zunächst in der Familie erlernt werden müssen, damit sie langfristig auch Einzug in die lokalen Regierungsstrukturen erhalten.

In einem regen Austausch mit lokalen Regierungsvertretern thematisierten die GAIN-Mitglieder ihre Rechte und Pflichten als Staatsbürger. Gleichzeitig erfuhren sie, wie sie sich effektiver in Entscheidungsprozesse auf lokaler Ebene einbringen können. Jeder der Teilnehmer war engagiert und wollte etwas zur Diskussion beisteuern. In einem aktiven Dialog konnten die Gemeindemitglieder die Sorgen ihrer Gemeinden ansprechen und ihre Erwartungen an den Staat äußern. Thematisiert wurde vorwiegend die Art und Weise darlegen, wie der Staat Probleme wie die negativen Auswirkungen der stark schwankenden Nahrungsmittelpreise in der Region handhaben sollte. Gleichzeitig konnten die Vertreter des Staates die Prozesse hinter den lokalen Entscheidungsmechanismen erklären, die Pflichten der Bürger unterstreichen und Chancen für das Engagement der Gemeinschaft bei lokalen Entscheidungen aufzeigen. Darüber hinaus diskutierten Bürger und offizielle Vertreter über die Bedeutung von Rechenschaftspflicht sowie darüber, wie Bürger die Rechenschaftspflicht des Staates kontrollieren können.

Am zweiten Tag des Trainings standen die Prinzipien freier und fairer Wahlen, Verantwortung, Repräsentation und Zugang zu Informationen im Mittelpunkt der Diskussion. Die Gruppe kam zu dem Schluss, dass politische Bildung notwendig ist, um sicherzustellen, dass Politiker bei freien und fairen Wahlen nicht aufgrund ihres Geldes, sondern wegen ihrer Führungsqualitäten gewählt werden. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer darüber, wie sie in ihren Familien verantwortungsvoll handeln können und wie lokale Vertreter in ihren Positionen in gleicher Weise handeln sollten, um eine gute Repräsentation zu gewährleisten. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer, wie sie in ihren Familien sowie in öffentlichen Ämtern verantwortungsvoll handeln, um eine gute Repräsentation zu gewährleisten. Zusammen identifizierten die GAIN Mitglieder Kernprinzipien wie beispielsweise der Präsenz von Politikern in der Gemeinschaft und der Bereitschaft an eigenen Fehlern zu arbeiten. Schließlich wurde betont, wie wichtig der Zugang zu Informationen für die Kontrolle des Staates durch den Bürger ist. Am Ende des Trainings entwickelten die GAIN-Mitglieder einen lokalen Aktionsplan, der notwendige Schritte aufzeigte, die für eine demokratischere und rechenschaftspflichtigere Gemeinschaft vollzogen werden müssen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Training in Bukomero die Mitglieder der Gemeinschaften dazu befähigt hat, sich aktiv für eine demokratischere Gesellschaft einzusetzen. Der Kurs trug zur Klärung der Erwartungen, Rechte und Pflichten der Bürger bei und förderte einen Dialog zwischen den GAIN-Mitgliedern und ihren lokalen Vertretern. Der Workshop kann daher als erfolgreich bewertet werden

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 6. August 2018

Bukomero: GAIN Uganda Democracy Training
Bukomero, Kiboga