Junge Politikexperten lernen Lobbying, strategische Kommunikation und Networking kennen.

Kommunikation gehört zum kleinen Einmal eins von Journalisten, Politikexperten und Politikern. Genau aus diesem Grund haben wir das dritte Youth4Policy-Seminar diesem Thema gewidmet.

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Dr. Isaac Shinyekwa, head of Trade and regional Integration (EPRS) and Honorable Dan Kidega, MP of the East African Parliament

Von Freitag, dem 24. August bis Sonntag, dem 26. August, wurden die jungen Youth4Policy - Stipendiaten durch ein Programm geführt, welches das Beste aus beiden Welten zu vereinen suchte: Erstens die politische Forschung der Stipendiaten zu verbessern und zweitens die Stipendiaten in die wesentlichen Kommunikationsformen einzuführen.

Das Wochenende begann mit einer Einzelsitzung am Freitagnachmittag, in der die Youth4Policy - Stipendiaten die Möglichkeit hatten, an ihrer eigenen Politikforschung zu arbeiten: Einzelgespräche mit ihren Mentoren ermöglichten den Teilnehmern, ihre bisherigen persönlichen Erfahrungen und Fortschritte ihrer Politikforschung zu bewerten, sowie Bereiche für weitere Unterstützung zu identifizieren.

Der zweite Seminartag konzentrierte sich hauptsächlich darauf, wie man sich in einem politischen Umfeld geschickt verständigen kann. Zunächst hielt Yusuf Kiranda, Direktor des Zentrums für Entwicklungsalternativen, einen Vortrag über politische Lobbyarbeit und Interessenvertretung. In einer interaktiven Frage-Antwort-Sitzung tauschten die Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen aus und eröffneten einen Dialog. Zweitens fuhr Michael Mughisha, Co-Direktor des Zentrums für Entwicklung, mit einem kleinen Workshop zu strategischen Kommunikationsnetzen und Netzwerken in der Politikarbeit fort. Dabei unterstrich er den Kontext und die Konsequenzen unbedachter Kommunikation:

"Kommunikation hängt vom Kontext und vom Publikum ab. Nehmt die Medien als Beispiel. Die Medien porträtieren die Regierung immer als Feind. Aus vielen verschiedenen Gründen, beispielsweise um sie zum Handeln zu motivieren. Aber wie reagiert man, wenn man angegriffen wird? Schutz! Deshalb haben Medienberichte auch zur Entfremdung der Regierung beigetragen. Wenn euch ein Thema am Herzen liegt, müsst ihr kreativ werden. Ihr wollt verhindern, unbeabsichtigt zur Opposition zu werden. "Aus diesem Grund empfahl Mughisha eine sensible Kommunikation im politischen Kontext: "Eure Aufgabe als Politikforscher ist es, einfache, harmlose Lösungen zu finden, die potentiell große positive Auswirkungen auf die Zukunft haben können."

Mughisha wies auf die Rolle der Netzwerke zur Verbreitung der Ergebnisse der Politikforschung hin, unterstrich aber auch die Gefahr, mit den falschen Netzwerken in Berührung zu kommen: "Wenn du mit falschen Netzwerken verbunden bist, könnte das deinen Ruf schädigen oder dich mit politischen Ansichten verbinden, die du nicht teilst. Aber wenn du mit den richtigen Netzwerken verbunden bist, erweitert es dein soziales Kapital, du erhältst gutes Feedback und das kann deine Forschung verbessern."

Am Abend stießen der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung, Mathias Kamp, sowie drei berühmte Mentoren zum Seminar: Zunächst begrüßten die Stipendiaten Dr. Isaac Shinyekwa, Leiter der Abteilung für Handel und regionale Integration (EPRS). Anschließend folgte Dan Kidega, Abgeordneter des ostafrikanischen Parlaments und schließlich der Menschenrechtsanwalt Nicholas Opiyo. In ihren Ausführungen teilten die Mentoren ihre eigenen Geschichten und betonten die große Bedeutung der Perspektive junger Forscher für die Gesellschaft. Darüber hinaus ermutigte jeder der Mentoren die Stipendiaten dazu, sich als Führungskräfte von heute zu verstehen. "Ihr seid nur jung gemessen daran, wie kleine eure Ideen sind."

Am letzten Seminartag konnten die Stipendiaten an ihren Forschungen arbeiten und diese mit ihren Mentoren präzisieren. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Ergebnisse zu präsentieren und Feedback von den anderen Stipendiaten und Mentoren zu erhalten. "Es war wirklich gut, mir die Zeit zu geben, mich ein paar Stunden hinzusetzen und an meinem Forschungsvorhaben zu arbeiten. Diese 3,4,5 Stunden, in denen wir nur konzipieren konnten, war wirklich hilfreich.“, so einer der Stipendiaten.

Das Seminar schuf Raum für Ideen, Gedanken und Begegnungen zwischen Mentoren und Stipendiaten. Weiterhin brachte es die Stipendiaten in ihrer Forschung weiter. Daher kann das Seminar als erfolgreich bewertet werden.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Uganda, 27. August 2018

Youth4Policy fellows present their research results.
Fellows and mentors discuss results
individual working phase