Erinnerungskultur

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Gedenkkreuz mit Blumen für die Opfer des Massakers in Babyn Jar, dem am 29. und 30. September 1941 mehr als 33.000 Juden zum Opfer fielen.

Gedenkkreuz mit Blumen für die Getöteten in Babi Jar

Ein gesellschaftspolitisch bedeutender Tätigkeitsbereich der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Ukraine ist die Vergangenheitsbewältigung. Aufgrund der historisch bedingten, geographisch stark divergierenden Interpretationsmuster der eigenen Geschichte in der Ukraine sieht es die KAS als eine wichtige Aufgabe an, den Geschichtsdialog zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu fördern, um den gemeinsamen Aufbau einer nationalen ukrainischen Erinnerungskultur zu stützen.

Die Aktivitäten des KAS-Auslandsbüros in der Ukraine in diesem Tätigkeitsfeld umfassen vor allem die Organisation von Konferenzen und Seminaren zum Thema Vergangenheitsbewältigung, zu denen regelmäßig auch Experten aus dem europäischen Ausland eingeladen sind, um über die Erfahrungen ihrer Länder im Umgang mit der eigenen Vergangenheit zu berichten. Auf diese Weise unterstützt die Konrad-Adenauer-Stiftung einen grenzüberschreitenden Austausch zum Thema Erinnerungskultur und leistet nicht zuletzt einen Beitrag in der Diskussion über die Herausformung einer gesamteuropäischen Erinnerungskultur.

Ein Beispiel für Veranstaltungen dieser Art ist die Veranstaltungsreihe „Erinnern für die Zukunft“, welche von der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Ukraine seit mehreren Jahren in Kooperation mit dem Institut für Politische Bildung durchgeführt wird. An diesen Veranstaltungen nehmen junge Historiker aus allen Regionen der Ukraine teil, mit dem Ziel der Förderung der öffentlichen Debatte zum Thema Vergangenheitsbewältigung.

Parallel dazu unterstützt die Konrad-Adenauer-Stiftung in der Ukraine in den letzten Jahren die Produktion mehrerer Filme zu historischen Themen. Als Resultat wurde 2016 die thematische Reihe „Die Überwindung der Ukraine-Krise: die Lehren des großen Kanzlers“ im ukrainischen Staatsfernsehen uraufgeführt. 2015 wurde außerdem der Dokumentarfilm „Adenauer – Architekt des neuen Deutschlands“ der Öffentlichkeit präsentiert, in dem die Rolle des ersten Kanzlers im Aufbau der Bundesrepublik erläutert wird. Schließlich unterstützte die KAS im Jahr 2013 die Produktion des Dokumentarfilms „Der Schrei der Schwarzen Erde“ über den Holocaust in der Ukraine, der diese furchtbaren Seiten der europäischen Geschichte am Beispiel eines Dorfes in der Nähe von Kiew behandelt.

Die folgenden Seiten bieten Ihnen einen tieferen Einblick und weitere Informationen zu unseren aktuellen Projekten und Filmen im Bereich der Erinnerungskultur.

Ansprechpartner

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Leiterin des Auslandsbüros Ukraine

Gabriele Baumann
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Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektassistentin

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