Präsentation des Berichts "Ukrainische Medienlandschaft 2017"

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Am 6. Februar 2018 stellten die Akademie der Ukrainischen Presse und die Konrad-Adenauer-Stiftung in den Räumlichkeiten des Nationalen Journalistenverbandes der Ukraine einen weiteren analytischen Bericht "Ukrainische Medienlandschaft 2017" dar. Im Rahmen der Veranstaltung berichteten die Verfasser der Publikation über die Entwicklung ukrainischer Medien 2016-2017, über den Medienmarkt der Ukraine uns seine Strukturen. Zu den Teilnehmern zählten Journalisten, Diplomaten, Vertreter internationaler und nationaler medienbezogener Institutionen und Studenten.

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Am 6. Februar 2018 fand in den Räumlichkeiten des Nationalen Journalistenverbandes der Ukraine die Präsentation des analytischen Berichts "Ukrainische Medienlandschaft 2017" statt

Am 6. Februar 2018 fand in den Räumlichkeiten des Nationalen Journalistenverbandes der Ukraine die Präsentation des analytischen Berichts "Ukrainische Medienlandschaft 2017" statt

Die ukrainische Medienlandschaft 2017 gibt in seiner Gesamtheit eine Antwort auf die Unbeständigkeit der objektiven Berichterstattung und bereitet im gleichen Atemzug den Weg für internationale Standards im Journalismus. In diesem Kontext spielen Medien als vierte Gewalt eine gigantische Rolle, betonte Gabriele Baumann, die Leiterin der KAS Ukraine in ihrem Grußwort.
Journalisten müssen ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden – oder wie es Valery Ivanov, Präsident Akademie für ukrainische Presse in seiner Einleitung mit den Worten von Niklas Luhmann sagte: „ Alles, was wir über die Welt wissen, stammt von den Medien.“
Dazu präsentierte Oleksij Mazuka, Leiter des öffentlichen Fernsehens Donbass, seinen Bericht zur postfaktischen Zeit in den Medien. Angefangen bei den Kampagnen im Rahmen des Brexits, hin zur theoretischen Bildung von Medienblassen bis zur medialen Situation im Donbass, legen ukrainische Journalisten den Stand um das Postfaktische ausgeprägt dar. Jedoch ist der Qualitätsjournalismus ohne Einhaltung von Medienstandards und ohne Unabhängigkeit nicht möglich.
Serhij Tomilenko, Vorsitzender des nationalen Journalistenverbandes, fügte hinzu, dass die Ausübung der Journalistenmission ohne Gewährleistung der Sicherheit auch kaum möglich ist. In den ersten zehn Monaten des letzten Jahres wurden 80 physische Attacken auf Journalisten verzeichnet – darunter auch einige von der Exekutiven.
Olexij Pohorelow, Präsident der UMBA, setzte sich in seinem Bericht mit der Entkommunalisierung der Presse und den damit verbundenen Chancen für die jeweilige Entwicklung, u.a. mit der Dezentralisierungsreform, auseinander.
Anschließend zur Thematik umschrieb Tetjana Lebedewa, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Nationalen öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Ukraine, wie aufwendig und intensiv es ist, den öffentlichen Rundfunk zu reformieren. Dabei wies sie darauf hin, dass der Kampf um die Unabhängigkeit des Rundfunks noch nicht zu Ende ist.
Gekrönt wurde die Präsentation der Medienlandschaft mit einem Bericht von Vitali Moros, einem der Leiter der NGO „Internews-Ukraine“, in dem das Medium „Internet“ und die sozialen Medien in den letzten zwei Jahren eingehend porträtiert wurden. Einerseits ist Internet eine recht billige Informationsquelle für ukrainische Journalisten, andererseits wird es aber durch Hacker-Attacken und Informationsverzerrungen belastet, daher ist die Frage der Internetregelung sehr akut und soll erörtert werden.
Mitautor: Artur Weigandt

Autor

Kateryna Bilotserkovets

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Ukraine, 7. Februar 2018

Kontakt

Kateryna Bilotserkovets

Projektkoordinatorin Europäische Integration

Kateryna Bilotserkovets
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