Christliche Werte im vereinten Europa

Dr. Gerhard Wahlers anlässlich des 25. Jahrestages der Eröffnung des KAS-Büros in Budapest

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Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete am 16. Dezember 2015 an der Andrássy Universität Budapest ein Symposium anlässlich des 25. Jahrestages der Eröffnung des KAS-Büros in Ungarn zum Thema „Christliche Werte im vereinten Europa“. Die Veranstaltung, an der über 120 Gäste teilnahmen, stellte die aktuellen politischen Herausforderungen in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung der christlichen Werte für eine Politik des Miteinanders in Europa.

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Frank Spengler am 16.12.2015 in Budapest auf der 25-Jahr-Feier der KAS Ungarn "Christliche Werte im vereinten Europa"

Eröffnet wurde das Symposium zum Thema Christliche Werte im vereinten Europa von Frank Spengler.

Noch bevor Frank Spengler, Leiter des Auslandsbüros Ungarn der Konrad-Adenauer-Stiftung, in Anwesenheit der ehemaligen Leiter des Auslandsbüros Erhard von der Bank (1990-1997) und Klaus Weigelt (2002-2006), das Symposium eröffnete, wurde ein Video in Erinnerung an die Anfänge und die 25-jährige Projektarbeit des Auslandsbüros Ungarn der Konrad-Adenauer-Stiftung gezeigt. Josef Ducháč (1998-2002) und Hans Kaiser (2006-2012) konnten an der Jubiläumsveranstaltung nicht teilnehmen. Ein Grußwort hielt Dr. Heinz-Peter Behr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland. Beide gingen anlässlich der aktuellen politischen Herausforderungen auf die Notwendigkeit einer umfassenden Diskussion über die europäischen Werte und die Zukunft der Europäischen Union ein. In den Fokus der Beiträge rückte immer wieder die Forderung, dass die Europäische Union mit einer Stimme sprechen müsse. Dabei seien die europäischen Werte eine Orientierung für ein gemeinsames Zusammenleben auf unserem Kontinent. Der Botschafter hob die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung besonders hervor und äußerte sich anerkennend über die globalen Aktivitäten der Stiftung zur Förderung des Wertedialogs.

Im Anschluss folgten Festreden von Gergely Gulyás, Vizepräsident der Ungarischen Nationalversammlung, Generalsekretär der Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn und seit Sonntag auch stellv. Parteivorsitzender von Fidesz, und Dr. Gerhard Wahlers, stellv. Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung und Hauptabteilungsleiter Europäische und Internationale Zusammenarbeit.

Gergely Gulyás würdigte in seiner Rede das 25-jährige Bestehen der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ungarn und betonte, dass die Stiftung ein großer Gewinn für das politische und gesellschaftliche Leben in Ungarn sei. Anschließend hob Gulyás besonders die Bedeutung der christlichen Werte hervor, die für Ungarn ein konstitutives Element seien und die eine geistige Verbindung zu Europa bedeuten würden. Mit Nachdruck unterstrich der Vizepräsident der Ungarischen Nationalversammlung, dass das Verneinen oder Ablehnen des Christentums auch ein Ablehnen des Europäertums sei.

Anschließend ging der stellv. Generalsekretär der Stiftung Dr. Gerhard Wahlers in seiner Festrede auf die Förderung von Demokratie und Freiheit weltweit und insbesondere in Ungarn ein. Zudem erklärte er, wie wichtig der Einfluss der christlichen Werte für die Politikgestaltung wäre. Die Einhaltung der Grundrechte und die Förderung der Entwicklungsländer seien eine besondere Aufgabe der EU. Nur so könne ein zentraler Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit geleistet werden. Im Sinne des Namensgebers der Stiftung, so Wahlers, sei es für die Mitarbeiter der Stiftung Auftrag und Verpflichtung, die Werte der christlichen Demokratie weiterzugeben. Ziel sei es, die freiheitliche Demokratie in den Partnerländern zu fördern. Dr. Wahlers betonte: „Wir können uns, geleitet von unseren christlichen Werten, der Not derjenigen, die hier in Europa angekommen sind, nicht entziehen.“

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden der Konrad-Adenauer-Stiftung durch Judit Bertalan Czunyiné, Bildungsstaatssekretärin im Ministerium für Humanressourcen, und Dr. Gerhard Wahlers an fünf Stipendiaten des Jahrgangs 2015 der deutschsprachigen Andrássy Universität Budapest. Kristóf Antal, Enikő Györkös, Lilla Mergl und Edina Osztrovszky erhielten eine Stipendienurkunde für ihr Masterstudium im Fachbereich „Internationale Beziehungen“. Eine weitere Stipendienurkunde wurde an Tünde Endrei für ein Masterstudium im Fachbereich „International Economy and Business“ überreicht.

Zudem wurde in den Räumlichkeiten der Universität eine Ausstellung über die bisherige Arbeit des Auslandsbüros Ungarn der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert, mit der an die letzten 25 Jahre erinnert wurde. Der Gedankenaustausch konnte im informellen Rahmen während eines Empfangs mit musikalischer Umrahmung durch die Deutsche Schule Budapest in den Räumlichkeiten der AUB fortgesetzt werden.

Im Rahmen seines Dialogprogramms in Budapest traf Dr. Wahlers zu politischen Gesprächen mit Dr. Gergely Gulyás, Vizepräsident der Ungarischen Nationalversammlung und Zsolt Németh, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten der Ungarischen Nationalversammlung zusammen. Ferner besuchte er das Museum Haus des Terrors und traf dort mit der Generaldirektorin Prof. Dr. Mária Schmidt zusammen. Ferner führte er Projektgespräche mit Direktor Péter Antall im Antall József Wissenszentrum. Anschließend besichtigte der stellv. KAS-Generalsekretär die neu eingeweihte Büste von Konrad Adenauer an der Konrad-Adenauer-Straße im Budapester Stadtwäldchen.

Autoren

Bence Bauer, LL.M, Annika Stöbener

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Ungarn, 17. Dezember 2015