„Wir leben, so lange Gott es will“

Leben in der Sperrzone / Umsiedlergebiet von Tschernobyl

Januar 7 Samstag

Datum/Uhrzeit

7. Januar – 15. Februar 2012, 16.00 Uhr (Eröffnung am 07.01.)

Ort

Bildungszentrum Schloss Wendgräben, Wendgräbener Chaussee 1, Wendgräben, Deutschland

mit

Barbara Thieme, Dr. Andreas Schulze

Typ

Ausstellung

Foto-Ausstellung

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl in der Ukraine am 26. April 1986 wurde eine radioaktive Wolke durch den Wind kilometerweit in die Umgebung getragen. Eine Umsiedlung der Menschen aus strahlenverseuchten Gebieten im Süden und Südosten von Weißrussland war unvermeidbar.

In verschiedenen Städten wurden Umsiedlergebiete errichtet, so auch in der Kreisstadt Oktiabrskij. Hauptsächlich Familien aus den dörflichen Regionen von Narovlja nahe der Sperrzone zur ukrainischen Grenze wurden dorthin umgesiedelt. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten arrangierten sich die Menschen mit der neuen Heimat. Die Sehnsucht an ihre unfreiwillig verlassene Heimat ist immer noch vorhanden.

In den letzten Jahren kehrten wenige, hauptsächlich ältere Menschen inoffiziell in ihre verlassenen Heimatdörfer zurück. Sie leben von dem, was sie auf ihren ehemaligen Feldern sowie in ihren Gärten anbauen und ernten. Ein Beispiel ist das Dorf Bartolomeevka in Weißrussland, etwa 150 km von Tschernobyl entfernt. Vor der Umsiedlung lebten und arbeiteten im Dorf über 1.200 Einwohner. Von ihnen kehrten 7 Menschen zurück und werden von der Regierung geduldet. Eine Familie hat Bartolomeevka nie verlassen. Strom und fließendes Wasser sind nicht mehr vorhanden. Das Leben mit den Gefahren der radioaktiven Umweltbelastung ist Alltagsrealität. Ehemalige Dorfbewohner begraben ihre Verstorbenen auf den noch existierenden Friedhof.


Barbara Thieme
wurde in Karl-Marx-Stadt geboren, wuchs in Potsdam-Babelsberg auf. Nach Abitur mit Berufsausbildung in Potsdam absolvierte sie ein Studium für Bauingenieurwesen an der IHS Wismar, arbeitete als Dipl.-Bauingenieurin und Stadtplanerin.

Seit 1995 ist sie als Fotografin aktiv (zunächst v.a. Dokumentar- und Portraitfotografie). Von 2007 an ist sie als Fotografin in der Bürogemeinschaft büro-ix tätig, seit 2009 im Verein Kulturaktion Zerbst e.V. Sie lebt und arbeitet als freie Fotografin in Potsdam, fotografiert Portrait, Architektur, Stadtbild, Dokumentationen. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist West-Afrika.

weitere Informationen: http://www.buero-ix.de


Programm

Ausstellungseröffnung
Samstag, 7. Januar 2012, 16.00 Uhr

Bildungszentrum Schloss Wendgräben
Wendgräbener Chaussee 1
39279 Wendgräben

mit
Barbara Thieme


Begrüßung/Moderation
Dr. Andreas Schulze
(Konrad-Adenauer-Stiftung)


Wir bitten um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung – bitte per Telefon, Fax oder E-Mail. Sie gilt als angenommen, wenn Sie keine Absage erhalten.

Fahrtkosten können nicht erstattet werden. Sollte es vorkommen, dass wir die Veranstaltung räumlich und/oder zeitlich verlegen oder absagen müssen, benachrichtigen wir Sie umgehend. Weitere Ansprüche aufgrund einer Veranstaltungsabsage oder -verlegung bestehen ausdrücklich nicht.


Tagungsbüro

Britta Drechsel
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Bildungszentrum Schloss Wendgräben
Wendgräbener Chaussee 1
39279 Wendgräben
Tel.: 039245/952-359
Fax: 039245/952-366
E-Mail an Britta Drechsel
www.kas.de/wendgraeben
www.facebook.com/kas.wendgraeben


Die Ausstellung ist vom 07. Januar bis 15. Februar 2012 im Bildungszentrum Schloss Wendgräben zu besichtigen. Es ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei.

Anfahrt

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Zwei Frauen in der Sperrzone/Umsiedlergebiet von tschernobyl

Foto: Barbara Thieme

Ansprechpartner

Dr. Andreas Schulze

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr. Andreas Schulze
Tel. +49 39245 952-355
Fax +49 39245 952-366
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ русский,‎ Magyar

Britta Drechsel

Organisationsreferentin

Britta Drechsel
Tel. +49 39245 952-359
Fax +49 39245 952-223