DAS SOWJETISCHE EXPERIMENT 100 JAHRE OKTOBERREVOLUTION

Mai 24 Donnerstag

Veranstaltung ausgebucht

Datum/Uhrzeit

24. Mai 2018, 10.40 - 11.15 Uhr

Ort

Gymnasium "In der Wüste", Kromschröderstraße 33, Osnabrück, Deutschland. Zur Website ›

mit

Ivan Kulnev, Historiker und Künstler sowie Kurator der Ausstellung

Typ

Ausstellung

Wir laden Sie herzlich zu der Ausstellungseröffnung "Das sowjetische Experiment 100 Jahre Oktoberrevolution" ein.

Veranstaltungsnr.

B26-240518-1

Vor knapp 100 Jahren führte die Oktoberrevolution in Russland zu radikalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfassten. Das sowjetische Experiment, das Millionen von Opfern gefordert hat, prägte wesentlich die Weltgeschichte des letzten Jahrhunderts. Mehr als 70 Jahre erstreckte sich die kommunistische Macht und endete 1991 mit dem Zerfall der UdSSR. Die Sowjetzeit wird heute rückblickend von vielen Menschen verehrt und von anderen verflucht. In der russischen Gesellschaft gibt es nach wie vor keinen Konsens hinsichtlich der Beurteilung der Oktoberrevolution, keine ernsthafte wissenschaftliche Aufarbeitung und Bewertung der sowjetischen Geschichte. Was für eine Zeit war das? Was hat sie ausgemacht? Warum wird die Sowjetzeit von den einen nach wie vor verherrlicht und von den an­deren nachdrücklich abgelehnt? Was waren die Ursachen und Stützen jenes Systems? Warum währte die Diktatur so lange? Weshalb hat der Mensch jene Epoche so ertragen und wie hat er in ihr gelebt? Diese Ausstellung ist ein Versuch, Antworten auf die komplexen Fragestellungen zu finden. Ivan Kulnevs Kunst bewegt sich an der Schnittstelle von historischer For­schung und visueller Präsentation. Mit seinen Collagen will er die Betrachter zur Reflexion, zur kritischen Analyse und zum Nachdenken über das sowjetische Experiment, seine Entstehung sowie über die Ursachen seiner Langlebigkeit und seines Scheiterns motivieren.

Unser Referent Ivan Kulnev, wurde 1985 in Woronesch (UdSSR) geboren, studierte Geschichte an der Staatlichen Universität Woronesch. Das Diplomstudium hat er 2008 mit Auszeichnung absolviert. Anschließend folgte ein Bachelorstudium in "Polonistik/Russistik" an der Universität Potsdam, sowie ein Masterstudium in „Kulturen Mittel- und Osteuropas“ an der Humboldt-Universität in Berlin. 2007/2008 arbeitete er als Freiwilliger im Rahmen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in der Gedenkstätte Sachsenhausen und in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. 2012 war Ivan Kulnev Stipendiat der Internationalen Parlamentsstipendium des Deutschen Bundestages (IPS) und im Jahr 2013 Stipendiat der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. 2015 präsentierte er eine eigene Ausstellung zum Thema: „Russland im 20. und 21. Jahrhundert in Gesichtern und Parolen“ in der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Herbst 2017 folgte eine Ausstellung im Sacharow-Zentrum in Moskau. Ivan Kulnev arbeitet als Referent in den deutschen Gedenkstätten, Museen und Dokumentationszentren: Hohenschönhausen, Sachsenhausen, Leistikowstraße, Denkmal für die ermor-deten Juden Europas, Topographie des Terrors.

Der Programmverlauf :

Begrüßung: Dr. Stefan Gehrold, Konrad-Adenauer-Stiftung

Begrüßung: Monika Wipperfürth, kommissarische Schulleiterin

Vortrag: Ivan Kulnev, Historiker und Künstler sowie Kurator der Ausstellung

Anschließend: Gang durch die Ausstellung

Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandenes Fotomaterial für Zwecke der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzt.

Anfahrt

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Der rote Zar

Der rote Zar.

Man möchte sie alle beim Namen nennen

Man möchte sie alle beim Namen nennen.

Quintessenz der russischen Geschichte.

Die Quintessenz der russischen Geschichte.

Ansprechpartner

Dr. jur. Stefan Gehrold

Ingrid Pabst

Sekretärin/Sachbearbeiterin

Ingrid Pabst
Tel. +49 441 2051 799-0
Fax +49 441 2051 799-9