Politische Bildung als "Kompetenz- und Markenkern"

Hans-Gert Pöttering begrüßt neue Leiterin des Bildungswerks Oldenburg

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, hat bei einer Feier im ehemaligen Oldenburgischen Landtag die neue Leiterin des örtlichen Bildungswerks, Karolina Lang-Vöge, begrüßt und den bisherigen Leiter, Dr. Stefan Hofmann, verabschiedet.

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Dr. Hans-Gert Pöttering

Pöttering: "Die politische Bildungsarbeit ist Kompetenz- und Markenkern der Konrad-Adenauer-Stiftung."

Pöttering nannte in seiner Ansprache die politische Bildungsarbeit der Stiftung ihren "Kompetenz- und Markenkern". Zusammen mit der Demokratieförderung sei sie eines der "prioritären Ziele" der Stiftung. Dies spiegelt sich auch in der kommenden Arbeit des Bildungswerks wider, die Karolina Lang-Vöge skizzierte. Neben der europäischen Integration würden Leben und Wirken des Katholiken Ludwig Windthorst und des Protestanten Hermann Ehlers im Mittelpunkt stehen. Das korrespondiere mit dem Zuständigkeitsbereich des KAS-Bildungswerks Oldenburg, so Lang-Vöge, zu dem protestantische Gebiete wie die Wesermarsch oder Ostfriesland ebenso gehörten, wie die katholischen Bastionen Osnabrücker Land oder Oldenburger Münsterland.

Karolina Lang-Vöge wirkt seit Juli 2011 als Leiterin des Hermann-Ehlers-Bildungswerks der Konrad-Adenauer-Stiftung in Oldenburg. Die 31-jährige Historikerin war zuvor von 2006 bis 2008 als Referentin für die Stiftung in Hannover. Anschließend war sie als Geschäftsführerin einer Kulturstiftung in Schleswig-Holstein und als Universitätsdozentin in Göttingen tätig. Ihr Vorgänger, Dr. Stefan Hofmann, ist fortan Leiter des KAS-Bildungswerks in Stuttgart.

Interview mit Karolina Lang-Vöge

Frau Lang-Vöge, Sie haben vor Kurzem die Leitung des Hermann-Ehlers-Bildungswerks der Konrad-Adenauer-Stiftung übernommen, an diesem Dienstag werden Sie offiziell in dieses Amt eingeführt. Ist Politische Bildung eigentlich noch gefragt?

Davon bin ich überzeugt. Es muss aber immer an den richtigen Formen und Übersetzungsmechanismen gearbeitet werden. Das ist eine permanente Herausforderung für uns als Politische Bildner, die richtigen Konzepte zu entwickeln, um die Menschen zu erreichen. Ich glaube nicht daran, dass die Bürger heute unpolitischer sind als früher. Aber es kann sein, dass die Menschen bestimmter politischer Vorgänge überdrüssig geworden sind. Wir müssen flexibel reagieren, um die Menschen zu erreichen.

Wer sind denn Ihre Zielgruppen?

Wir sind der politischen Erwachsenenbildung verpflichtet. Im Grunde genommen beginnen wir nach dem Schulabschluss. Danach gibt es keine Grenze. In dieser Spannbreite konkretisiert sich unsere Herausforderung. Deshalb kann man auch nicht eine Veranstaltung für alle Altersgruppen anbieten. Wir setzen uns genau damit auseinander, wie man die einzelnen Altersgruppen erreicht.

Sie entwickeln also maßgeschneiderte Veranstaltungen?

Ja, wir dürfen etwa auch Veranstaltungen in Schulen machen. Das ist ein gutes Beispiel: Wenn wir eine Veranstaltung mit Schülern umsetzen wollen, müssen wir das anders angehen, als für ein wirtschaftspolitisches Forum. Das muss mit Blick auf Thematik, Referenten und Methodik ganz anders ablaufen.

Was ist derzeit besonders nachgefragt, wo liegen die Themenschwerpunkte?

Das christliche Menschenbild steht für uns nach wie vor im Zentrum. Trends sind der Umweltschutz, die immer drängender werdende Verständigung zwischen Israel und Palästina, aber auch die Westorientierung sollte neu inspiriert und begründet werden. Unser traditionelles Leitthema Europa hat seine besondere Aktualität bekommen. Da haben wir Glück, dass wir mit Dr. Hans-Gert Pöttering an der Spitze unserer Stiftung einen mehr als überzeugten Europäer haben.
(mit freundlicher Genehmigung der Nordwest-Zeitung)

Autor

Dr. Karolina Vöge

Serie

Veranstaltungsbeiträge

erschienen

Oldenburg, 5. Oktober 2011

Kontakt

Dr. Karolina Vöge

Leiterin des Hermann-Ehlers-Bildungsforums Weser-Ems

Dr. Karolina Vöge
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Fax +49 441 2051 799-9