Die Zukunft europäischer Werte

Deutschland - Das nächste Kapitel

Wie kann Migration und Integration gestaltet werden und gelingen? Welche Wertvorstellungen sind unveräußerbar und elementar für die europäische Gesellschaft?

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Abendveranstaltung Uni Vechta Prof. Dr. Burghart Schmidt; Dr. Michael Spindelegger; Dr. Stefan Gehrold; Prof. Dr. Peter Nitschke

(von links) Prof. Dr. Burghart Schmidt, Dr. Michael Spindelegger, Dr. Stefan Gehrold, Prof. Dr. Peter Nitschke

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten befinden sich in einer schweren Phase. Die Staatsschuldenkrise lastet schwer und ist weit davon entfernt gelöst zu sein. Bereits im letzten Jahrzehnt deutete sich an, dass die Strahlkraft der EU in wirtschaftlicher Hinsicht eine Migrationswelle, damals insbesondere aus dem afrikanischen Raum, zeitigte. Befeuert durch bewaffnete Konflikte in der Peripherie der Union kulminierte diese Entwicklung in einer beispiellosen Wanderungsbewegung über die Türkei und den Balkanraum nach Mitteleuropa im Jahr 2015. Weder rechtlich noch administrativ waren die Union und die Mitgliedstaaten dieser Herausforderung gewachsen. Seitdem sind eine Reihe von Maßnahmen getroffen worden, um der Lage Herr zu werden. Und dennoch sind diese nicht ausreichend und abschließend. Neben der Frage des Umgangs mit Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern steht die Herausforderung der Integration. Der Migrationsdruck in Richtung EU wird auf viele Jahrzehnte nicht abnehmen, sondern zunehmen. Die in der EU bereits lebenden Migranten und diejenigen, die hinzustoßen werden, müssen integriert werden. Fast alle aber kommen aus anderen Kulturkreisen, sind zum Teil mit Überzeugungen und Gesellschaftsmodellen aufgewachsen, die nicht im Einklang mit europäischen Wertvorstellungen und kodifiziertem europäischen Recht (z. B. Polygamie) stehen. Wie kann Migration und Integration gestaltet werden und gelingen? Welche Wertvorstellungen sind unveräußerbar und elementar für die europäische Gesellschaft? Welche Union hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln? Welches Gesicht hat die Union im Jahre 2050? Auf diese und weitere Fragen gab Dr. Michael Spindelegger, Generaldirektor des Internationalen Zentrums für Migrationspolitikentwicklung der Republik Österreich an diesem Abend Antworten.

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Oldenburg, 25. Oktober 2017