Die Virtuelle Akademie

E-learning in Westafrika

Auch verfügbar in Français

Virtuelle Akademie

DIE VIRTUELLE AKADEMIE

E-Learning und Afrika scheint zunächst ein schwierig zu überwindender Gegensatz. Dennoch betreibt das Regionalprogramm Politischer Dialog Westafrika (PDWA) seit mehreren Jahren erfolgreich eine virtuelle Plattform innerhalb ihrer Zielgruppen in der Projektregion.

Der Austausch findet über die sogenannte Virtuelle Akademie statt. Dort können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl untereinander diskutieren, als auch in sogenannten virtuellen Seminaren ihre Kenntnisse zu ausgewählten politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen erweitern. Das Angebot des PDWA richtet sich sowohl an die Sur-Place-Stipendiaten als auch an junge Nachwuchspolitiker des Parteiennetzwerks UPADD und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Die Idee der Virtuellen Akademie ging aus der Erkenntnis hervor, dass die überregionalen Kontakte, die das Programm durch seine Regionalseminare herstellt, nur nachhaltig bestehen bleiben, wenn sie auch zwischen den Seminaren gepflegt werden. So können sich die Teilnehmer kostenneutral über Präsenzseminare hinaus in Diskussionsgruppen über aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen austauschen. Seminarthemen können durch Diskussionen und weiterführende Materialien vertieft werden. Die Virtuelle Akademie benutzt das soziale Netzwerk Ning als Plattform, auf der jeder Teilnehmer ein eigenes Profil anlegt und welche die Möglichkeit zur Diskussion in Dialogforen, zur Bereitstellung von Dokumenten, Fotos und Videos, sowie eine Chatfunktion bietet.

Die ersten Nutzer wurden bei Präsenzseminaren im Umgang mit der Virtuellen Akademie geschult und konnten selbst Ideen zur Gestaltung der Akademie beitragen. Dem Problem der mangelhaften Internetverbindung wurde teilweise begegnet, indem die Akademie virtuelle Seminare stets über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen anbietet und auf Direktnachrichten, etc. verzichtet.

Die Nachwuchskräfte aus Politik und Zivilgesellschaft können jeweils in einer Passwort-geschützten Gruppe über von ihnen gewählte Themen diskutieren, und so den Kontakt über die Landesgrenzen hinaus aufrecht erhalten. Darüber hinaus bietet der PDWA Online-Seminare an, die in regelmäßigen Abständen vertiefendes Wissen zu bestimmten Thema vermitteln.

Die Virtuelle Akademie bietet den Partnern des PDWA die Möglichkeit, sich regional zu vernetzen und sich zu Themen der Sozialen Marktwirtschaft, Demokratie und Rechtsstaat weiterzubilden. Der PDWA entwickelt die Virtuelle Akademie fortlaufend weiter, um sie den technischen Gegebenheiten in Westafrika und den Wünschen der Teilnehmer anzupassen.

___

BISHERIGE SEMINARE

September 2015 - Virtuelles Seminar zur Parteiendemokatie

Über vier Wochen hinweg wurden in diesem Seminar das politische System der Parteiendemokratie unter die Lupe genommen und im westafrikanischen Kontext diskutiert. Dabei ging es auch um die Frage, inwieweit Parteien in der Region die ihnen zugedachte Rolle erfüllen und wo Probleme fortbestehen.

August 2014 - Virtuelles Seminar zur Sozialen Marktwirtschaft

In sieben Kursen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft und aktuelle Herausforderung in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft vermittelt. Darüber hinaus wurde diskutiert, wie sozialverträgliches Unternehmertum in der Praxis aussehen kann.

August 2012 - Virtuelles Seminar zum Dezentralisierungsprozess in Westafrika

Vier Wochen lang beschäftigten sich junge Experten aus Politik und Zivilgesellschaft mit dem Thema der Dezentralisierung ihres Landes. Unter dem Titel „Ideale und Realitäten des Dezentralisierungsprozesses in Westafrika“ vertieften sie ihre Kenntnisse und diskutierten Aspekte der administrativen, fiskalen und politischen Dezentralisierung. Das Seminar fügt sich in die Serie der Virtuellen Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung ein. Gerade im Hinblick auf die fälligen Lokalwahlen in vielen Ländern des Regionalprogramms ist das Seminar von großer Wichtigkeit.

Oktober 2011 - Virtuelles Seminar zur Universellen Krankenversicherung in Westafrika

Während des dritten virtuellen Seminars beschäftigten sich rund 20 junge Nachwuchspolitiker und Vertreter der Zivilgesellschaft mit der Frage der Krankenversicherung in Westafrika. Zusammen mit zwei Experten aus dem Bereich Mikro-Versicherung und privater Gemeinschaftsversicherung (Mutuelles)erörterten die Teilnehmer die Möglichkeiten zur Einführung einer universellen Krankenversicherung in Westafrika und erarbeiteten konkrete Lösungsansätze.

Juli 2011 - Virtuelles Seminar "Organisation und Durchführung einer Bildungsmassnahme"

Das zweite virtuelle Seminar widmete sich der Weiterbildung junger Politiker und Animateure der Zivilgesellschaft im Bereich Planung und Durchführung von Massnahmen in der Erwachsenenbildung. Anhand praxisorientierter Module lernten die Teilnehmer Techniken der Moderation und Präsentation, der Gruppendynamik und Konfliktbewältigung und der Planung, Umsetzung und Evaluierung von Massnahmen in der Erwachsenenbildung kennen.

März 2011 - Virtueller Vergleich der vergangenen Wahlprozesse in Westafrika

Junge Nachwuchspolitiker aus Benin, Mali, Togo, Burkina Faso, Niger und der Côte d'Ivoire evaluierten über die Virtuelle Akademie gemeinsam die vergangenen Wahlprozesse in ihren Ländern. Im Vordergrung standen dabei die Rolle der politischen Parteien, die Rolle der Wahlkommissionen, die Beteiligung der Bevölkerung sowie die Durchführung der Wahlen.