Nachrichtenticker zu den Entwicklungen in Côte d'Ivoire

2. Februar bis 13. April 2011

Auch verfügbar in Français

Bitte beachten Sie, dass mit der faktischen Machtübernahme Alassane Outtaras als Präsident der Côte d'Ivoire der Ticker beendet wurde.

Autor und Verantwortlicher: Klaus D. Loetzer

Ziel des Tickers war es, die beiden Präsidentschaftswahlgänge (>> Bericht 1. Wahlgang, >> Bericht 2. Wahlgang) und das Drumherum zu dokumentieren und erläuternde Kommentare zu geben. Dass daraus sechs Monate Berichterstattung wurden, war selbst für den kühnsten Pessimisten nicht abzusehen. Zwischenzeitlich waren die Ereignisse in der Côte d'Ivoire in der öffentlichen Wahrnehmung gar in den Hintergrund gerückt -- wenn sie je im Vordergrund gestanden haben sollten --, da sich etwas weiter nördlich Ungeheueres abspielte: Eine Revolution im Maghreb, genauer in Tunesien (>> mehr hier), die mit der Vertreibung eines über 20 Jahre herrschenden Despoten ihren Höhepunkt erreichen sollte. Damit nicht genug: Wie der Leiter der Afrika/Nahostabteilung der KAS, Dr. Hardy Ostry, in der Tagesschau voraussagte, folgte kurze Zeit später eine Erhebung in Ägypten (>> mehr hier). Diese führte ebenso zum Fall eines Despoten, der auch vom Westen hofiert worden und der gar über dreißig Jahre an der Macht gewesen war. Und das alles ohne formale Wahlen, sondern sozusagen in direkter Demokratie. Wahlen hatten dort zwar regelmäßig stattgefunden, waren aber immer manipuliert und gefälscht worden, wurden aber gleichwohl vom Westen akzeptiert!

Die Revolutionen gingen in Tunesien und Ägypten nur deshalb einigermaßen glimpflich ab, weil sich das Militär in Zurückhaltung übte. Während dessen der neu gewählte Präsident Ouattara der Côte d'Ivoire immer noch nicht in den Präsidentenpalast einziehen konnte, weil der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo, Sozialist, einst Freiheitskämpfer, der für seine Überzeugung unter Gründungspräsident und Übervater Félix Houphouët-Boigny ins Gefängnis und später ins Exil gegangen war, nicht weichen wollte. Möglich war das nur, weil das Militär hinter ihm stand. Dennoch gab es in Afrika parallel zu den Ereignissen in Côte d’Ivoire ein Beispiel, wo das Militär eine positive Rolle spielte: in Niger. Dort fand im März 2011 die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt, die weitestgehend fair, frei und transparent waren, und die am 6. April zur Amtseinführung eines zivilen Präsidenten führte. Damit wurde die nur einjährige militärische Intervention zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Demokratie in Niger vollendet. Das Militär hatte Wort gehalten und verhindert, dass sich einer der ihren, der frühere General Tandja, als Lebzeitpräsident installiert (>> mehr hier).

Leider fand im Gegensatz dazu fast zeitgleich mit den mehrmals verschobenen Präsidentschaftswahlen in Benin im März 2011 wieder ein Negativereignis in Demokratieentwicklung statt. Man kann nicht sagen, dass es Schlagzeilen gemacht hätte, denn dazu ist Benin zu klein und zu unbedeutend: 10 Millionen Einwohner, 3,5 Millionen Wahlberechtigte (im Vergleich dazu Nigeria: 36 Bundesstaaten mit 145 Millionen Einwohnern und 70 Millionen Wahlberechtigten). Benin, einst neben dem anglophonen Ghana demokratisches Musterländle im frankophonen Westafrika, machte gleich mindestens drei Schritte in seiner Demokratieentwicklung zurück, deren negativen Langzeitwirkungen gegenwärtig nur erahnt werden können. Daran konnte auch die von der internationalen Gemeinschaft mit 40 Millionen US-Dollar geförderte elektronische Wählererfassung und Wahlliste LEPI nichts ändern. Im Gegenteil, sie machte die Wahlfälschung in Grunde noch einfacher, da sie für eine nie dagewesene Unübersichtlichkeit sorgte. Bis heute weiß niemand, wie viel Wahlberechtigte es gab und wie viele Stimmen abgegeben wurden. Gleichwohl wurde der amtierende Präsident Boni Yayi entgegen aller Erwartungen bereits nach der ersten Wahlrunde zum Sieger mit absoluter Mehrheit erklärt, ein zweiter Wahlgang war damit nicht erforderlich (>> mehr hier). Gemäß der ersten beninischen Bürgerpflicht: Frieden über alles! Vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Côte d'Ivoire mutierte dieser Slogan somit zum Selbstzweck und führte sogar zu erheblichen Einschränkungen der Pressefreiheit: über die Pressekonferenzen des unterlegnenen Gemeinschaftskandidaten der Opposition, Adrien Houngbédji, durfte in den TV- und Printmedien nicht berichtet werden! Das mag in Benin -– für einige Zeit -- gut gehen, da die Beniner friedliche Menschen sind. Aber auch dort sollte man den Bogen nicht überspannen. Die Aussichten sind trüb, zumal die bereits einmal verschobenen und nun für Ende April vorgesehenen Parlamentswahlen unter dem gleichen unguten Vorzeichen der Wahlfälschung und -manipulation durch die herrschende Clicke um Boni Yayi stehen.

Müßig zu erwähnen, dass der französische Botschafter, etwas später gefolgt vom EU Delegierten, der erste war, der Boni Yayi öffentlichkeitswirksam zum -- gefälschten -- Wahlsieg gratulierte. Genau das sind die falschen Signale, denn so könnten diese meinen, ihre Wahlfälschungen würden vom -- demokratischen -- Westen akzeptiert oder gar hofiert. Leider sieht es ganz so aus, als lägen sie damit sogar richtig. Die Lehren aus den Ereignissen in Nordafrika scheinen einigen offenbar noch nicht zu dämmern. Weitermachen wie bisher wird in Afrika noch zu einem bösen Erwachen führen: Sobald es im ersten Sub-Sahara Afrika-Land zu einer Revolution ähnlich wie in Tunesien oder Ägypten kommt, wird eine Dominobewegung einsetzen. Welches Land wird das erste sein? Kandidaten gibt es genug: Ruanda, Kenya, Simbabwe. Das Militär wird sich in den meisten Fällen wie in Côte d'Ivoire verhalten. Die Katastrophen sind vorprogarmmiert. Wenn Libyen dafür auch keine Blaupause sein kann, wird es sich ähnlich hinziehen.

Mittwoch, 13. April 2011

Externe Links: (SPIEGEL Online)
>> Elfenbeinküste - Uno fürchtet Jagd auf Gbagbo-Anhänger

Montag, 11. April 2011

Laurent Gbagbo wurde von den Forces Républicaines Ouattaras mit Unterstützung der französischen "Einhorn"-Spezialeinheit im teilweise zerstörten Präsidentenpalast verhaftet und zusammen mit seiner Frau Simone in das Hôtel du Golf, wo Ouattara unter dem Schutz der UN-Blauhelme seit Monaten residiert, gebracht.

Externe Links: (TIME Online)
>> After Gbagbo's Arrest, What's Next for the Ivory Coast?
>> Surviving Gbagbo: Escape from Ivory Coast
By MONICA MARK / ABIDJAN A TIME reporter recounts a week of violence and fear as opposing fighters in a civil war — and French and U.N. forces — swept through the richest city in Ivory Coast

Externer Link: (TAZ.de)
>> Laurent Gbagbo: Aufstieg und Fall von "Woody"
Laurent Gbagbo gehörte zur radikalen Avantgarde in der Elfenbeinküste, die ein anderes Afrika wollte. Und wurde selbst ein brutaler Diktator. VON DOMINIC JOHNSON

Externe Links: (WELT Online)
>> Gbagbos Festnahme stoppt nicht das Blutvergießen
>> Spezialeinheiten nehmen Ex-Machthaber Gbagbo fest
Externe Links: (SPIEGEL Online)
>> Machtkampf in der Elfenbeinküste - Abgang im Unterhemd
>> Soldaten nehmen Gbagbo in seinem Bunker fest

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Abidjan: Laurent Gbagbo wurde verhaftet (Botschafter von Frankreich) (Originaltitel: Abidjan: Laurent Gbagbo a été arrêté (ambassadeur de France)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Sonntag, 10. April 2011

US-Außenministerium: Gbagbo hat durch eine arglistige Täuschung militärische Vorteile erlangt und verlängert damit das Leiden der Bevölkerung in Abidjan

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> USA: Laurent Gbagbo hat "eine Täuschung benutzt, um sich neu zu gruppieren und zu bewaffnen" (State Department) (Originaltitel: USA: Laurent Gbagbo a utilisé "la ruse pour se regrouper et réarmer" (département d'Etat))
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Totgesagte leben länger: Angolanische Elitetruppen verschaffen Gbagbo Territorial- und Zeitgewinne

Externer Link: (SPIEGEL Online)
>> Gbagbo kämpft sich zurück nach Abidjan

Samstag, 09. April 2011

Gbagbo gibt keinen Millimeter nach, humanitäre Lage im Westen des Landes katastrophal.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Gbagbo gibt nichts nach, humanitäre Lage dramatisch (Originaltitel: Gbagbo ne cède rien, situation humanitaire dramatique)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Freitag, 08. April 2011

Gbagbo gibt nicht nur nicht auf, sondern seine Rest-Truppen haben wieder Terrain gewonnen und besitzen nach wie vor schwere Waffen

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Gbagbos Truppen haben wieder Boden in Abidjan gewonnen (UN) (Originaltitel: Les troupes de Gbagbo ont regagné du terrain à Abidjan (ONU))
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Wolfgang Drechsler: Liberale Demokratie westlichen Zuschnitts nicht auf Afrika übertragbar

"Die jüngste Entwicklung scheint jenen Skeptikern recht zu geben, die seit langem darauf hinweisen, dass eine liberale Demokratie westlichen Zuschnitts nicht einfach auf Afrika übertragbar und gegenwärtig auch untauglich ist, um seine ethnisch oft tief zerklüfteten Krisenländer zu befrieden. Pluralismus und Einparteienstaaten sind eben schwer vereinbar. Auch wenn es, wie in Ghana, einige wenige Ausnahmen gibt: Fast immer reißt in Afrika der Gewinner einer Wahl alle Macht an sich – und erstickt anschließend die als bedrohlich empfundene Opposition. Simbabwe, Kenia, der Kongo oder Angola sind nur einige Beispiele dafür, dass die vom Westen in Afrika eingeforderten Wahlen dort nicht automatisch eine Demokratie schaffen, sondern die Gesellschaften oft nur weiter destabilisieren."

mehr >> Externer Link: (Der Tagesspiegel)
>> Ouattara bittet EU um Hilfe

Donnerstag, 07. April 2011

Gbagbos Generäle geben auf, er selbst nicht

Gbagbo hat sich mit seinen engsten Getreuen einschl. Familie in seiner Residenz in einem Bunker verschanzt und leistet erbitterten Widerstand. Berichte zur Verhandlungsbereitschaft zurückgewiesen.

Externer Link: (WELT-Online)
>> UN verhandeln über Exil für Gbagbo

Mittwoch, 6. April 2011

Gbagbo gibt nicht auf.

Obwohl ihm nur noch einige Getreue folgen, ist er, entgegen früheren Berichten, zu keinen Aufgabeverhandlungen bereit. Seine Generäle hatten bereits gestern die Waffen gestreckt.

Externer Link: (FR-Online)
>> Rebellen stürmen Gbagbos Bunker
Externer Link: (BBC Africa)
>> Ivory Coast: Gbagbo forces hold off Ouattara troops

Dienstag, 5. April 2011

23:30h:

Gbagbo verhandelt Kapitulation, Waffenstillstand ausgerufen. Humanitäre Katastrophe in Abidjan.

Berichten zufolge soll Gbagbo, der sich mit wenigen Getreuen in einem Bunker in seiner teilweise zerstörten Residenz aufhält, kapituliert haben. Doch er verweigert sich der UN-Forderung, Ouattara schriftlich als rechtmäßig gewählten Präsident anzuerkennen, sondern besteht darauf, der Wahlsieger zu sein. Ein Waffenstillstand wird von den Gbagbo-Sicherheitskräften weitestgehend eingehalten.

Externer Link: (SPIEGEL Online)
>> Machtkampf in der Elfenbeinküste - Despot Gbagbo irritiert seine Gegner

14:30h:
Der scheidende Präsident der Côte d'Ivoire, Laurent Gbagbo steht seit Montag "in Verhandlungen um aufzugeben", sagte am Dienstag auf Radio France Internationale (RFI) Ally Coulibaly, der ivorischen Botschafter in Frankreich, der von Gbagbos Rivalen Alassane Ouattara ernannt wurde.

Externer Link: (RFI, Franz.)
>> Gbagbo "serait en négociations pour se rendre" (ambassadeur de Ouattara à Paris)

BREAKING NEWS 02:32h

Pro-Ouattara Forces Républicaines haben Präsidentenpalast erobert. Aufenthaltsort Gbagbos unbekannt

Externer Link: (dpa/Nachrichtenticker WELT ONLINE)
>> Ouattara-Sprecher Affoussy Bamba: Kontrollieren Präsidentenresidenz in Abidjan

Montag, 4. April 2011

Externer Link: (Die ZEIT)
>> Ouattara unternimmt neuen Sturmangriff auf Gbagbo

Sonntag, 3. April 2011

Weiterhin schwere Kämpfe in Abidjan, TV-Station zurück in pro-Gbagbo Hände

Externer Link: (BBC Africa)
>> Ivory Coast: Abidjan in grip of fierce fighting

Freitag, 1. April 2011

Zusammenspiel zwischen Alassane Ouattara auf der einen und Premier- und Verteidgungsminister Guillaume Soro auf der anderen Seite

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Wie Ouattara das Gleichgewicht der Macht umgekehrt hat (Originaltitel: Comment Ouattara a renversé le rapport de force)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Einige Meldungen von heute:

  • Die Regierung von Präsident Alassane Ouattara hat beschlossen, die Flughäfen ab sofort wieder zu öffnen, um eine mögliche Evakuierung von Ausländern zu ermöglichen
  • Die Residenz von Generalstabschef General Mangou in Yopougon wurde geplündert. Das gleiche Schicksal ereilte die Residenz von Gbagbo-Ministerpräsident Affi N'Guessan in Bongouanou
  • Abidjan: Die UNICORN (Franzosen) und die Friedenstruppen der ONUCI können Plünderungen nicht unterbinden
  • Schlacht von Abidjan: mindestens 500 ausländische Flüchtlinge haben sich in das Militärlager der französischen UNICORN in Sicherheit begeben
  • Militärbeobachter sind sich einig: Die Republikanische Armee (FRCI) beweisen Professionalität, ihre Bewegungen sind perfekt aufeinander abgestimmt
  • Abidjan: noch schwere Schießereien in den Straßen der Hochebene und in der Nähe von Cocody, wo Gbagbo seinen Wohnsitz hat. Nach französischen Meldungen befinden sich er und seine Entourage inkl. seiner Frau Simone noch im Präsidentenpalast
  • Abidjan - UNOCI übernimmt die Kontrolle des internationalen Flughafens Felix Houphouet-Boigny

In Abidjan schwere Kämpfe, unter anderem im Umfeld von Gbagbos Residenz.

Die im Rahmen der von Gbagbo ausgerufenen Mobilisierung mit Waffen versehenen Jeunes Patriotes töten wahllos. Outtara hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt und die Grenzen des Landes schließen lassen. Die Weltgemeinschaft einschl. UN Sicherheitsrat und die in Sambia versammelten AU Mitgliedsstaaten rufen Gbabgo erneut auf, die Macht sofort zu übergeben, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Die Frage stellt sich, ob die beiden Führer überhaupt noch in der Lage sind, die Geister, die sie riefen, zu kontrollieren. Das gilt in Zukunft vor allem auch für Outtara: Welche Zugeständnisse muss er denjenigen Milizen machen, die für ihn mit Waffen das Eisen aus dem Feuer geholt haben. Denn die Bezeichnung der neuen Armee "Forces républicaines" darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich neben den Forces Nouvelles um mehrere schwer kontrollierbare Milizen handelt. Die sogen. "Force invisible" im Stadtteil Abobo haben darauf einen Vorgeschmack gegeben.

Donnerstag, 31. März 2011

Ivorische pro-Gbagbo Armee im Zerfall begriffen? Generalstabschef Dreisterne-General Philippe Mangou sucht mit seiner Familie Zuflucht in der Residenz des südafrikanischen Botschafters

Die Tatsache, dass es kaum Kämpfe zwischen Ouattars Republikanischer Armee, einen Zusammenschluss der Rebellenarmee der Forces Nouvelles und Teilen der ivorischen Armee, und den (offiziellen) Sicherheitskräften Gbagbos gibt, lässt darauf schließen, dass die Soldaten scharenweise überlaufen. Die pro-Ouattara Kräfte haben bereits weite Teile des Landes eingenommen, neben der symbolisch wichtigen Hauptstadt Yamoussoukro auch die Hafensradt San Perdro im Südwesten und stehen vor den Toren Abidjans.

Das größte Gefängnis Abidjans wurde bereits gestürmt und die Insassen befreit. In der Stadt selber ist schweres Geschützfeuer zu hören.

Gbagbo hat eine für gestern (Mittwoch) angekündigte Fernsehansprache an die Nation um einen Tag auf heute Abend verschoben. Gerüchte wollen allerdings, dass er bereits das Land verlassen habe. Ouattara hat bereits heute Nachmittag eine Rede an die Nation gehalten und sich als einziger Präsident der Côte d'Ivoire präsentiert.

Externer Link: (BBC Africa)
>> Ivory Coast army chief Phillippe Mangou 'seeks refuge'
Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Generalstabschef der ivorischen Armee in die Botschaft der Republik Südafrika geflohen (amtlich) (Originaltitel: Chef d'Etat-major armée ivoirienne réfugié à l'ambassade sud-africaine (officiel) )
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Samstag, 26. März 2011

Externer Link: (SPIEGEL Online)
>> Machtkampf in der Elfenbeinküste: Eine Million Menschen auf der Flucht

Die Zahl von einer Million Flüchtlinge ist zu hoch gegriffen (was nichts daran ändert, dass das Leid der Bewohner unermesslich ist, egal wie viele Menschen betroffen sind). Bitte auch die Kommentare zu dem Artikel beachten.

Donnerstag, 24. März 2011

Der Direktor der International Crisis Group warnt vor der ethnisch und religiös ausgerichteten Politik Gbagbos, die einen multi-ethnischen Staat wie die Côte d'Ivoire zerstören wird

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> International Crisis Group: Offener Brief an die Staats-und Regierungschefs der ECOWAS zur Lage in Côte d'Ivoire (Originaltitel: International Crisis Group : Lettre ouverte aux chefs d'Etat et de gouvernement de la Cedeao sur la situation en Côte d'Ivoire)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Mittwoch, 23. März 2011

Die Krise entvölkert Abidjan -- hauptsächlich in Stadtteilen mit Bewohnern aus dem Norden, die von Gbagbo-Truppen mit schweren Waffen beschossen werden *** ECOWAS ruft nach UNO Intervention *** Gbagbo ruft Jugendliche zu den Waffen, Tausende junge Arbeitslose melden sich

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Côte d'Ivoire: Chronologie der Krise seit der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen (Originaltitel: Côte d'Ivoire: la crise depuis le second tour de la présidentielle (CHRONOLOGIE)
>> Ivorische Krise: ECOWAS will die UNO stärker in die Pflicht nehmen (Jonathan) (Originaltitel: Crise ivoirienne: la Cédéao pourrait s'adresser à l'ONU (Jonathan)
>> Die Angst vor dem Krieg entvölkert Abidjan (Originaltitel: La peur de la guerre vide Abidjan de ses habitants (REPORTAGE))
>> Gbagbo nutzt das Elend der Jugend aus (Originaltitel: Gbagbo instrumentalise la misère des jeunes)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Montag, 21. März 2011

Wie sich die Situation in Côte d'Ivoire von Tag zu Tag verschlechtert, zeigen alleine schon die Überschriften der Argenturmeldungen:

  • Laurent Gbagbo engage les civils à se joindre à sa lutte (Laurent Gbagbo fordert die Zivilisten auf seinen Kampf zu unterstützen) Reuters - 19 / 3 /2011
  • L'ONU impute aux partisans de Gbagbo 25 morts jeudi à Abidjan (Die UNO tadelt Anhänger Gbagbos für 25 Tote am Donnerstag in Abidjan) Reuters - 18 /3 / 2011
  • Fusillades et explosions meurtrières à Abidjan (Schießereien und tödliche Explosionen in Abidjan) Reuters - 17 /3 / 2011
  • Combats dans l'ouest de la Côte d'Ivoire et à Abidjan (Kämpfe in der westlichen Côte d'Ivoire und in Abidjan) Reuters - 17 /3 / 2011

Donnerstag, 17. März 2011

Elfenbeinküste treibt auf humanitäre Katastrophe zu

Christoph Marischka 17.03.2011

Gezielte Sanktionen, ein schleichender Putsch und die dubiose Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Elfenbeinküste

Die in dem verlinkten Artikel erhobenen Vorwürfe sind grotesk und entbehren jeglicher Grundlage!

Externer Link: (Telepolis)
>> Elfenbeinküste treibt auf humanitäre Katastrophe zu

Mittwoch, 16. März 2011

  • Mit Südafrika verliert Gbagbgo einen wichtigen Verbündeten
  • Auch der AU-Club Côte d'Ivoire steht hinter der AU-Entscheidung pro Ouattara
  • G8 erhöht mit der Androhung weiterer Sanktionen den Druck auf Gbagbo, den Weg frei zu machen, noch einmal
  • Bevölkerung im pro-Ouattara Stadtteil Abobo (Abidjan) demonstriert für Ende der Feindseligkeiten, während Gewalt und Flucht nach Liberia weiter anhält

Externe Links: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Club Union Africaine Côte d'Ivoire begrüßt die Schlussfolgerungen des Gremiums der Staatschefs der AU (Originaltitel: Le Club Union Africaine Côte d'Ivoire salue les conclusions du panel des Chefs d’Etat de l’UA)
>> Elfenbeinküste: Gbagbo verliert die "Unterstützung" von "Südafrika", G8 erhöht den Druck (Originaltitel: Côte d'Ivoire : Gbagbo perd le "soutien" de l'Afrique du Sud, le G8 augmente la pression )
>> Treffen gestern in Abobo: Populationen zu Gbagbo: "Es ist vorbei, geh weg!" (Originaltitel: Meeting hier, à Abobo : Les populations à Gbagbo : “C’est fini, dégage !")
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Samstag, 12. März 2011

  • Abidjan: ein Leibwächter von General Hafiz, Militärkommandant von ONUCI, in der Nähe Sococé 2 / Plateau gelyncht
  • Tour: Alassane Ouattara zu Staatsbesuch in Nigeria, Burkina Faso und Senegal
  • Abidjan: Die Streitkräfte loyal zu Laurent Gbagbo haben Samstagmorgen eine Großoffensive in Abobo (Ouattara Hochburg in Abidjan) gestartet; u.a. Einsatz von schweren Waffen
  • UNO: Vergessene Tragödie in RCI: Fast 500.000 Menschen mussten bereits vor den Unruhen und vor Gewalt fliehen

Freitag, 11. März 2011

AU bestätigt: Ouattara ist der gewählte Präsident der Côte d'Ivoire

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Sicherheitsratsitzung der AU gestern in Addis Abeba / Die Dinge werden schwieriger für das Gbagbo-Lager - Die neuesten Karten in den Händen Lmp-Meister (Originaltitel: Réunion du CPS de l`UA hier à Addis-Abeba / Les choses se compliquent pour le camp Gbagbo - Les dernières cartes aux mains du champion de Lmp)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Donnerstag, 10. März 2011

Gbagbo-Lager lehnt Vermittler-Verdikt der 5 Staatspräsidenten nach Sitzung im AU-Sicherheitsrat in Addis Abeba ab!

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Gbagbo Lager lehnt den Vorschlag der AU zur Vermittlung ab (Originaltitel: Le camp Gbagbo rejette la proposition de médiation de l'UA)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Flüchtlingsstrom wird nach UN-Angaben auf 450.000 anschwellen

Externer Link: (RP online)
>> Mehr Flüchtlinge als in arabischen Staaten - Das vergessene Elend der Elfenbeinküste

Mitwoch, 9.März 2011

Kommentar E+Z

Wurzeln der Krise

Die Côte d’Ivoire hat strukturelle Probleme, die den ganzen Kontinent plagen. Kurzfristige Lösungen der aktuellen Nachwahlkrise werden nicht reichen. Nötig ist institutionelle Erneuerung.

Von Vladimir Antwi-Danso

(...) "Die Krise ist indessen nur im Kontext der Demokratiedefizite Afrikas zu verstehen. Fast alle afrikanischen Staaten sind schlecht funktionierende Hybride aus indigenen Kulturen und arabischen sowie europäischen Einflüssen, die durch Invasionen, Kolonialismus, Migration und Globalisierung hierher kamen. Visionäre Führung wäre nötig, um neue politische Systeme zu schaffen, die der Sozialgeschichte Afrikas und seinen Kulturen entsprächen." (...)

mehr >>
Externer Link: (E+Z Jg. 52.2011:2, S. 87)
>> Kommentar: Wurzeln der Krise

Samstag, 5. März 2011

Venance Konan: Warum ich mein Land, die Côte d'Ivoire, verlassen habe

Der ivorische Schriftsteller und Journalist Venance Konan ist Mitte Januar 2011 aus Abidjan geflohen. Als Kritiker des Regimes von Laurent Gbagbo fürchtete er um sein Leben.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Der ivorische Schriftsteller und Publizist Venance Konan: Warum ich mein Land verlassen habe (Originaltitel: L'écrivain et journaliste ivoirien Venance Konan: Pourquoi j'ai quitté mon pays)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Externer Link: (Frankfurter Rundschau)
>> Elfenbeinküste steht vor neuem Bürgerkrieg

Courrierinternational.com:
Die Côte d'Ivoire brennt und die Afrikanische Union gibt sich weitere 4 Wochen zur Spruchfindung

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Die Afrikanische Union mit abwesenden Teilnehmern (Originaltitel: L'Union africaine aux abonnés absents)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Freitag, 4. März 2011

International Crisis Group (ICG):
Côte d'Ivoire: Is War the Only Option?

Africa Report N°171, 3 March 2011

Côte d’Ivoire is on the verge of a new civil war. This tragedy can only be avoided if Africans and the wider international community stand firm behind the democratically elected president, Alassane Ouattara, and he launches an initiative for reconciliation and a transitional government of national unity.

Externer Link: (englisch)
>> Côte d’Ivoire: Is War the Only Option?

Donnerstag, 3. März 2011

Norden ohne Wasser und Strom

Aktualisierung 05.03.2011: Wasser & Strom wieder zurück

Externer Link: (BBC World Africa)
>> Ivory Coast: Power and water cut to pro-Ouattara north
>> Wasser- und Strom im Norden der Côte d'Ivoire wieder restauriert (Originaltitel: L'eau et le courant rétablis dans le nord de la Côte d'Ivoire)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Gewalt eskaliert immer mehr: Bereits 200.000 sind vor den Kämpfen aus Abidjan geflohen, in Pro-Outarra Wohngebiet 6 Frauen von Gbagbo-Sicherheitskräften kaltblütig erschossen

Externe Links: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Abidjan: Pro-Ouattara Demonstration auseinander getrieben, sechs Frauen durch Gewehrkugeln getötet (Originaltitel: Abidjan: manifestation pro-Ouattara dispersée, six femmes tuées par balles)
>> Elfenbeinküste: 200.000 fliehen vor Kämpfen in Abidjan nach UNO Angaben (Originaltitel: Côte d'Ivoire: 200.000 personnes fuient les combats à Abidjan, selon l'ONU)
>> Elfenbeinküste: UN extrem besorgt über die Gewalt des Gbagbo-Lagers (Originaltitel: Côte d'Ivoire: l'ONU extrêmement préoccupée par les violences du camp Gbagbo)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Mittwoch, 2. März 2011

UN Sicherheitsrat Sitzung zur Côte d'Ivoire am Donnerstag

Aktualisierung: Die Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zur Côte d'Ivoire wurde zwischenzeitlich abgesetzt.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: UN Sicherheitsrat Sitzung zur Côte d'Ivoire am Donnerstag (Originaltitel: ONU: réunion du Conseil de sécurité sur la Côte d'Ivoire jeudi)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> In der Elfenbeinküste, der Aufstand, der kommt (Originaltitel: En Côte-d’Ivoire, l’insurrection qui vient)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Dienstag, 1. März 2011

AU gibt dem 5-Staatspräsidenten-Gremium einen weiteren Monat, um zu einem Spruch zu gelangen

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: Die AU sieht einen weiteren Monat für das Gremium der Staatschefs vor (Originaltitel: Côte d'Ivoire: l'UA accorde un mois supplémentaire au panel de chefs d'Etat )
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Blauhelme unter Attacke

Beim Verifizieren der Frage, ob Weißrussland das Waffenembargo gebrochen hat, wurden die Blauhelme in Yamoussoukro von Gbagbo-treuen Soldaten angegriffen, drei von ihnen wurden verletzt.

Externer Link: (BBC World Africa)
>> Ivory Coast: UN experts attacked in Yamoussoukro

ECOWAS COMMISSION - EARLY WARNING DEPARTMENT

ECOWARN Daily Highlight Report, 28 February 2011

President Blaise Compaoré yesterday said a high-level African Union panel tasked with finding a solution to the leadership crisis in Côte d'Ivoire would meet in Mauritania this week. Consequently, Friday, March 4, 2011 has been fixed for the Panel to meet in Mauritania. President Compaoré, who briefed President Goodluck Jonathan in Abuja on the Panel's latest mediation efforts indicated that he will be attending the meeting.

Côte d'Ivoire: Broadcasts of Ivory Coast's State Television went down yesterday across the main city after a transmitter was damaged during a fight between forces loyal to incumbent leader Laurent Gbagbo and rival groups. In an escalation of tensions between pro-Gbagbo forces and United Nations' peacekeepers, the local UN mission complained that three of its troops had been injured in an ambush carried out in the same Abidjan neighbourhood.

In a related development, the UN Secretary General Ban Ki-moon has called for an urgent Security Council meeting on Côte d'Ivoire following reports of illegal arms deliveries to Mr. Gbagbo's government. The appeal follows reports that three attack helicopters and related materiel from Belarus were being delivered to Yamoussoukro to forces led by outgoing president Laurent Gbagbo. According to spokesman of the UN Secretary General, the first delivery reportedly arrived on a flight which landed late yesterday, and additional flights are scheduled for today. In a statement, "the secretary-general demands full compliance with the arms embargo and warns both the supplier of this military equipment and Mr. Gbagbo that appropriate action will be taken in response to the violation."

Samstag 26. Februar 2011

Am Montag, den 7. März 2011, soll der verbindliche Spruch des fünf Staatsmänner-Gremiums verkündet werden. Die Situation hat sich seit ihrer Abreise letzten Mittwoch noch einmal verschlechtert, nachdem bereits während ihrer Anwesenheit in Pro-Outtara Wohngebieten in Abidjan Kämpfe stattgefunden hatten, ebenso wie in den westlichen Provinzen.

  • Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr auf dem gesamten Territorium der Côte d'Ivoire während des Wochenendes
  • sms-Dienst abgeschaltet
  • Jeunes Patriotes blockieren Zugang zu UN-Einrichtungen -- nachdem Gbagbo sie aufgerufen hatte, die Bewegungen der UN-Blauhelme in und um Abidjan zu verhindern
  • Wieder schweres Geschützfeuer in Pro-Ouattara Wohnviertel in Abidjan mit vielen Flüchtlingen
  • Forces Nouvelles (FN) erobern im Westen zwei Pro-Gbagbo Orte - lt. Gbagbo-FDS taktischer Rückzug auf die frühere Demarkationslinie zur Pufferzone zwischen Nord und Süd
  • US Präsident Obama nimmt Akkreditierungsschreiben des ivorischen Pro-Ouattara Botschafters entgegen

Mittwoch/Donnerstag/Freitag 23./24./25.02.2011

In Wirklichkeit ist der Bürgerkrieg längst im Gange!

Es ist offensichtlich, dass die Forces Nouvelles -- mit oder ohne Wissen Ouattaras -- eine Taktik anwenden, die, wie die Gbagbo-Seite, keine Rücksicht auf Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung nimmt und damit das Leiden der Bevölkerung erhöht. Natürlich sind auch Einrichtungen des öffentlichen Lebens, unter anderem Schulen, betroffen. Von den Klein- und Mittel- sowie Versorgungsbetrieben (Geschäfte des täglichen Bedarfs) ganz zu schweigen. Konsequenz: Viele Menschen flüchten vor der Gewalt aus ihren Wohngebieten.

Das sind klare Merkmale eines Bürgerkriegs. Die Hoffnung Soros (PM Ouattara, Forces Nouvelles Führer), damit eine Situation wie in Tunesien oder gar Ägypten herbeizuführen, erscheint ehr naiv und ist unverantwortlich. Es kann nur wiederholt werden: Im Süden der Côte d'Ivoire steht die Mehrheit der Bevölkerung hinter Gbagbo.

Auch auf dem Lande ist der Bürgerkrieg auch längst ausgebrochen: In den westlichen Provinzen, wo es zunächst nach "reinen" ethnischen Auseinandersetzungen aussah -- die i.d.R. von den feindlichen Seiten entsprechend angefacht und ausgenutzt werden -- ist es jetzt zum offenen Kampf zwischen regulären (Gbagbo-treuen) Sicherheitskräften und Milizen aus Liberia auf der einen Seite und den Kämpfern der Forces Nouvelles (FAFN) auf der anderen Seite gekommen, mit vielen Toten auf beiden Seiten (es ist bis Freitag von 80 Gefallenen die Rede). Seit längerem ist es hier zu großen Flüchtlingsströmen nach Liberia gekommen, wo das UNHCR bereits seit Wochen ein Flüchtlingslager betreibt.

Externe Links: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Gewalt nach den Wahlen: Will Gbagbo die Bevölkerung im (Stadtviertel) Abobo ausrotten? (Originaltitel: Violences post-électorales : Gbagbo veut-il exterminer la population d'Abobo ?)
>> Militärische Auseinandersetzungen in Abidjan: Schulen bringen ihre Schüler in Gefahr (Originaltitel: Affrontements militaires à Abidjan : Des écoles mettent leurs élèves en danger)
>> Port-Bouet: Milizionäre Gbagbos entführen Mitarbeiter des Bürgermeisteramts (Originaltitel: Port-Bouët : Des miliciens de Gbagbo enlèvent des agents de la mairie)
>> Côte d'Ivoire: Die Gewalt erreicht Yamoussoukro, Gbagbo-Lager macht UNO zur Zielscheibe (Originaltitel: Côte d'Ivoire: les violences gagnent Yamoussoukro, le camp Gbagbo vise l'ONU)
>> Elfenbeinküste: Schießereien in der politischen Hauptstadt Yamoussoukro (Originaltitel: Côte d'Ivoire: échanges de tirs dans la capitale politique Yamoussoukro)
>> Abidjan: Vorfälle in einem Pro-Gbagbo Wohnviertel, Bus abgefackelt (Originaltitel: Abidjan: incidents dans un quartier pro-Gbagbo, un bus incendié)
>> Anyama, Pk 18, N'Dotré, Belle City / Das Geheimnis der "unsichtbaren Kommandos" ist gelüftet: Die Menschen suchen Zuflucht in katholischen Pfarreien (Originaltitel: Anyama, Pk 18, N'Dotré, Belle-Ville / Le commando invisible se dévoile : Les populations se réfugient dans les paroisses catholiques)
>> Blutige Konfrontation zwischen FDS und FAFN in den westlichen Provinzen: die Forces Nouvelles ziehen Bilanz (Originaltitel: Affrontement sanglant entre FDS et FAFN dans l’ouest du pays : Les Forces nouvelles dressent leur bilan)
>> Elfenbeinküste: Kampf im Westen, Exodus aus einem Bezirk in Abidjan (Originaltitel: Côte d'Ivoire: combats dans l'ouest, exode dans un quartier d'Abidjan)
>> Abidjan: Hunderte von Menschen verlassen die vom Kampf betroffenen Wohngebiete (Originaltitel: Abidjan: des centaines d'habitants quittent le quartier des combats)
>> Abidjan: Schusswechsel "mit schweren Waffen" in einem Pro-Ouattara Viertel (lt. Einwohner) (Originaltitel: Abidjan: échanges de tirs "à l'arme lourde" dans un quartier pro-Ouattara (habitants))
>> Cote d'Ivoire: Offene Gewalt während der afrikanischen Vermittlungsbemühungen (Originaltitel: La Côte d'Ivoire plongée dans la violence en pleine médiation africaine)
>> Zusammenstöße in Abidjan, ein Dutzend Pro-Gbagbo Leute getötet (Originaltitel: Affrontements à Abidjan, une dizaine de membres des forces pro-Gbagbo tués (source sécuritaire))
>> Kämpfe in Abidjan: die Pro-Gbagbo Seite sprechen von 3 Toten in ihren Reihen (Originaltitel: Combats à Abidjan: forces pro-Gbagbo reconnaissent 3 morts dans leurs rangs)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Das Hohe Gremium reist ab, die Probleme bleiben. Vorschläge bis Anfang nächster Woche

Eine verbindliche Lösung: wie soll die aussehen? Südafrika unterstützt Laurent Gbagbo während Burkina Faso uneingeschränkt hinter Alassane Ouattara steht. Mauretanien nimmt aus Angst vor Repressalien vor den vielen ivorischen Staatsangehörigen im eigenen Land eine neutrale Stellung ein.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Ende der Mission des Panels in Côte d'Ivoire: nächster Schritt, eine verbindliche Lösung (Originaltitel: Fin de la mission du panel en Côte d'Ivoire : prochaine étape, la solution contraignante)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Dienstag, 22.02.2011

Die Quadratur des Kreises: Wie kann man die Protagonisten der Krise zu einer Lösung bewegen, nachdem bisher sieben diplomatische Missionen gescheitert sind?

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: AU Mission findet in angespannter Atmosphäre statt (Originaltitel: Le panel de l'Union africaine poursuit sa mission de bons offices dans un climat tendu)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Gewalt bestimmt die ethnische und politische Auseinandersetzung -- nicht nur in Abidjan

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Ivorische Krise: Amnesty prangert "Gräueltaten" der rivalisierenden Lager an (Originaltitel: Crise ivoirienne: Amnesty dénonce les "atrocités" des camps rivaux)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Montag, 21.02.2011

Gbagbo (1999): "In diesem Teil von Afrika glauben die Leute, dass der Verlust der Macht ein Schande ist."

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern (sinngemäß Konrad Adenauer). Gbagbo hält es allerdings mit den Grundsätzen der Demokratie so. Wenn dem so ist, wie er oben sagt, welche Chance hat dann Demokratie in Schwarzafrika überhaupt? Es war in seinem Diskurs von 1999 übrigens eine rhetorische Aussage, die er damals abgelehnt hat, jetzt aber danach zu handeln scheint. Denn demokratische Prozesse einschließlich Wahlen sind in Afrika allzu oft eine Farce. Compaoré (Burkina Faso) ist seit über 21 Jahren an der Macht, Museveni (Uganda) hat sich gerade nach fast 25 Jahren wieder wählen lassen. In der DR Kongo ist der Sohn vom Vater an der Macht (Kabila), ebenso in Gabun (Bongo). Selbst im demokratischen Musterländle Botswana ist heute der Sohn vom Staatsgründer (1966) Seretse Khama Staatspräsident: Brigadier Ian Khama. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Alle "demokratisch" gewählt! Es stellt sich die Frage, ob wir bezüglich genuiner demokratsicher Prozesse genauso wegschauen, wie es jetzt KAS-Kollege Andreas Jacobs aus Ägypten formuliert hat: "Wir haben seit Jahrzehnten beschrieben, was hier los ist. Aber niemand wollte auf uns hören!" (Die ZEIT, 17.02.2011) Denn dass in Afrika sog. Fassadendemokratien bestehen, wissen wir alle.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> André Silver Konan: "Als Gbagbo ein Demokrat war" (Originaltitel: André Silver Konan : "Quand Gbagbo était un démocrate")
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Affi N'Guessan: "Laurent Gbagbo weiß, dass er ein Instrument Gottes ist."

Jetzt bemühen die Sozialisten bereits Gott, ausgerechnet sie! Solange das, und nicht demokratische Wahlen und Strukturen, die politischen Handlungsbegründungen sind, sieht es um den Fortschritt der Demokratie schlecht aus -- allen dramatischen Entwicklungen in Nordafrika zum Trotze. Was die bevorstehende Verkündung der Ergebnisse des Panels der 5 AU-Staatsoberhäupter anbetrifft, bringt das Gbagbo-Lager bereits jetzt seine Geschütze in Stellung. Es muss befürchten, dass das Gremium Ouattara als legitimes Staatsoberhaupt der Côte d'Ivoire anerkennen wird: « Ce n'est pas le Panel qui va nous sortir de la crise. » ("Nicht der AU-Panel wird uns aus der Krise führen.") Auch dieser Versuch der AU wird im Nichts enden! Die Macht des Faktischen bleibt: Gbagbo wird von der Armee unterstützt, und alleine das zählt; Wahlen, ECOWAS und AU hin oder her. Das heisst, eine Durchsetzung eines Präsidenten Ouattara würde in einem militärischen Abenteuer mit ungewissem Ausgang enden -- ausser, dass die Bevölkerung, die bereits jetzt stark leidet, auf jeden Fall auf der Verliererseite steht. Aber wen interessiert das schon?

Inzwischen hat der burkinabische Präsident Blaise Compaoré, Mitglied des 5 AU-Staatsmänner-Gremiums, seine Reise nach Abidjan abgesagt. Das Gbagbo-Lager hat die Jugendlichen (Jeunes Patriotes) derart aufgehetzt, dass sie am Flughafen ein Landung des Flugzeugs Compaorés verhindern wollen. Vom Gbagbo-Lager wird der Staatspräsident Burkina Faos, selbst durch einen blutigen Staatsstreich vor mehr als 21 Jahren an die Macht gekommen (Ermordung des Hoffnungsträgers Captain Thomas Sankara), als mitverantwortlich für den Ausbruch des Bürgerkriegs in 2002 gemacht.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Affi N'Guessan: "Das Gremium bringt uns nicht heraus aus der Krise" (Originaltitel: Commémoration du 18 février 1992 / Affi N'Guessan: « Le Panel ne va pas nous sortir de la crise »''

IRIN Africa: The AU's own diplomatic input has produced little so far.

Gute Übersicht und Interpretation der Situation in Côte d'Ivoire kurz vor dem Spruch der 5 Staatspräsidenten (AU-Panel).

Externe Links: (IRIN Africa Briefing, engl.)
>> Côte d'Ivoire: Briefing on AU and ECOWAS

Donnerstag, 17.02.2011

Kofi Annan: After all, we have seen false dawns in Africa before.

"And I would not, in any way, wish to under-estimate the enormous challenges the continent still faces. We have recently seen a reminder of the stubborn political obstacles that can get in the way of progress in the crisis in Côte d'Ivoire. The refusal of incumbent president Laurent Gbagbo to concede defeat in an election that was independently monitored and certified to be fair, risks embroiling the country in a new civil war."

Africa - and indeed the world – cannot afford such a development.

mehr Externer Link: (engl.)
>> Kofi Annan: The Future of Africa

Die Menschen leiden und kein Ausweg

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: Vom Regen in die Traufe (Originaltitel: Côte d'Ivoire: De mal en pis)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Mittwoch, 16.02.2011

Nimmt Gbagbo eine Teilung der Côte d'Ivoire in Kauf?

Gbagbo könnte es auf eine dauerhafte Teilung des Landes ankommen lassen. Sämtliche wirtschaftlich relevanten Güter, Arbeitsplätze und Steuern generierende Industrien liegen im Süden: landwirtschaftliche Produkte wie Natur-Kautschuk, Ananas, Palmöl, Kakao, Kaffee, Holz, die Häfen, Industriebetriebe, Handels- und Dienstleistungssektor, auch Öl- und Gasvorkommen, die evtl. zukünftig gefördert werden können, liegen, wie im benachbarten Ghana, vor der Küste. Im Norden finden sich lediglich etwas Gold, Diamanten und landwirtschaftliche Produkte wie Ananas etc., aber keine Devisen-relevanten Rohstoffe wie Holz, Kakao oder Kaffee.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: eine Partition würde Afrika zur "Balkanisierung" führen (Paris) (Originaltitel: Côte d'Ivoire: une partition entraînerait la "balkanisation" de l'Afrique (Paris))
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Afrikanische Kommentatoren kritisieren, dass die neue AU ähnlich inkonsequent sei wie es die frühere OAU in ähnlich gelagerten Fällen gewesen war

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
Kommentar aus Benin (La Nouvelle Tribune, 16.02.2011)
>> Die ivorische Krise: die afrikanische Lösung (Originaltitel: La crise ivoirienne : la solution africaine)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Montag, 14.02.2011

Gbagbos Kampf für die "wahre" Unabhängigkeit

Gbagbo stilisiert seine mangelnde demokratische Haltung, d.h. die Missachtung von Wahlergebnissen, zum Kampf gegen neokoloniale Strukturen und Abhängigkeiten hoch. Man möchte ihm da sogar zustimmen und beistehen, aber warum unter Missachtung elementarer demokratischer Grundsätze und vor allem auf Kosten der Bevölkerung? Er hatte das nicht zum Wahlkampfthema gemacht und seine Wähler gefragt: Wollt ihr leiden, um neokoloniale Strukturen zu bekämpfen? Das könnte er auch aus der Opposition heraus. Zumal er es in den letzten zehn Jahren nicht sehr überzeugend versucht hat. Es ging nur deswegen und dann gegen Frankreich, wenn er seinen Machtanspruch gefährdet sah. Nochmals: Bei den Wahlen in 2000 ist er aufgrund der chaotischen Zustände mit einer verschwindend geringen Minderheit der Stimmen ins Amt geschwemmt worden. Aber Sozialisten geht es allzu oft weniger um demokratische Verfahren und Grundsätze, als vielmehr unter Missachtung des Volkswillens darum, einen aus ihrer Sicht gerechten Kampf zu führen. Da sind Wahlmehrheiten nur lästig -- vor allem, wenn man sie selber nicht errungen hat bzw. konnte!

Externe Links: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Die vollständige Unabhängigkeit der Elfenbeinküste / Laurent Gbagbo in der Elfenbeinküste: "Wir werden den Kampf gewinnen" (Originaltitel: L’indépendance totale de la Côte d’Ivoire / Laurent Gbagbo aux Ivoiriens : « Nous allons gagner le combat »)
>> Meet the Press Samstag / Guillaume Soro packt aus : "Gbagbo wird das Panel der AU-Staatsmänner demütigen" (Originaltitel: Face à la presse samedi / Guillaume Soro fait le grand déballage : « Gbagbo va humilier le Panel des chefs d’Etat de l’UA »)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Mittwoch, 02.02.2011

Die Arbeitsgruppe (Panel) der fünf Staatsoberhäupter ist noch nicht einmal in Abidjan, da wird sie schon zerrissen

In der Tat muss man sich fragen, wo der Unterschied zu den Vermittlungsversuchen der zahlreichen Emissäre, darunter acht Staatsoberhäupter, liegt, die bisher keine Ergebnisse vorweisen konnten. Das Gbagbo-Lager macht auch jetzt schon wieder klar, dass Vermittlungsversuche, die die weitere Präsidentschaft Gbagbos in Frage stellen, nicht erwünscht sind. Der Wahlverlierer stellt Vorabbedingungen!

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: AU Panel-Mission nahezu unmöglich (Originaltitel: Côte d'Ivoire : mission presqu'impossible pour le panel de l'UA )
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

AU Wahlbeobachtermission vergleicht ivorische Wahlen vom 28.11.2010 mit nigrischen Wahlen, die am 31.01.2011 stattfanden

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Niger: Die Wahlbeobachtermission der der AU hat die ivorischen und die Wahlen in Niger verrglichen (Originaltitel: Niger : la mission d'observation de l'UA compare les élections ivoiriennes et nigériennes )
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Beide Lager kritisieren Panel

Gbagbo-Lager lehnt Compaoré ab. Soro bezweifelt, dass das Panel eine Gesinnungsänderung bei Gbagbo herbeiführen kann.

Externer Link: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Ivorische Krise: das AU-Panel von Ouattara- und Gbagbo-Lager kritisiert (Originaltitel: Crise ivoirienne : le panel UA critiqué par les camps Gbagbo et Ouattara)
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.
!!Dienstag, 01.02.2011

AU uneinig über Côte d'Ivoire: schlechte Voraussetzungen für den 5-Staatschefs-Panel

Obwohl der 16. AU-Gipfel Ouattara den Rücken gestärkt hat -- u.a. mit der Aufforderung an Gbagbo, die Blockade des Hôtel du Golf aufzuheben und die Gewalttätigkeiten gegen die Zivilbevölkerung einzustellen --, muss vor dem Hintergrund einer in der Côte d'Ivoire uneinigen AU davon ausgegangen werden, dass der Panel der Staatschefs wenig Chancen hat, eine Lösung innerhalb eines Monats herbeizuführen. Die Lage hat sich nicht geändert, im Gegenteil, durch die Gegner einer militärischen Intervention hat Gbagbo in dieser Hinsicht wenig zu befürchten und wird daher kaum bereit sein, einen Jota von seiner Forderung abzuweichen: Er ist bereit für jede Lösung, unter der Voraussetzung, er bleibt Staatschef. Lösungen à la Gbagbo!

Der Panel besteht aus fünf afrikanischen Staatschefs aus den fünf Regionen des Kontinents: Den Vorsitz hat Mauritaniens Mohamed Ould Abdel Aziz, Mitglieder sind Südafrikas Jacob Zuma, Tchads d'Idriss Deby, Tansanias Jakaya Kikwete und Burkina Fasos Blaise Compaoré.

Inzwischen hat Ouattara zu einem Kakao-Boykott aufgerufen. Langfristig wird der aber die kleinbäuerlichen Betriebe treffen und ist daher nicht allzu lange aufrecht zu erhalten (siehe FR-Artikel).

Das alles geht auf Kosten der Bevölkerung. Die UN rechnet damit, dass sich die Anzahl der ivorischen Flüchtlinge in Liberia bis Ende April auf bis zu 100.000 verdreifachen wird.

Externe Links: (Google Übersetzung aus dem Französischen)
>> Elfenbeinküste: Begrenzter Handlungsspielraum für den Panel vor dem Hintergrund einer uneinigen AU (Originaltitel: Côte d`Ivoire: marge de négociation limitée pour un panel de l`UA divisé )
>> Schätzungsweise 100.000 Ivorer könnten Zuflucht in Liberia suchen (UN) (Originaltitel: Quelque 100.000 Ivoiriens pourraient chercher refuge au Libéria (ONU))
Tipp: Bei einer Übersetzung ins Englische ist die Verständlichkeit gegenüber der Übersetzung ins Deutsche deutlich besser.

Externer Link: (Frankfurter Rundschau)
>> Kakao-Boykott soll Gbagbo stürzen

Wahlen in Côte d´Ivoire 2010

Informationen zu den Wahlen allgemein und umfangreiche Hintergrundinformationen zur Côte d'Ivoire finden Sie auch in unserem Wahlportal unter www.kas.de/cotedivoire2010.

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Klaus D. Loetzer

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