Vorstellung des Wählerhandbuchs für die Wahlen in Benin

Die Jesuiten von Benin stellen gemeinsam mit der KAS und CAO den "Guide de l'Electeur" vor

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Das PBWA unterstützt die Redaktion eines Wählerhandbuchs, „Guide de l’Electeur“, für die anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im März und April 2011. Der „Guide de l’Electeur“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der Jesuiten von Benin, des Centre Africa Obota und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anhand von bildhaften Darstellungen und kurzen Einführungen finden die Wähler Antworten auf alle wichtigen Fragen zu den Wahlen, vom Wahlrecht, über Toleranz zum Wahlverlauf selbst.

Der „Guide de l'Electeur“ wurde am 25. Februar offiziell im Haus der Jesuiten in Cotonou vorgestellt. Die Veranstaltung wurde von Père Charles Agessa, Supérieur des Jesuiten in Benin, und Père Ephège Léon Quenum, Direktor des Forschungszentrums CREC (Centre de Recherche, d’Etude et de Créativité) eröffnet. Im Anschluss erläuterten der Repräsentant des PBWA, Klaus D. Lötzer und der Programmbeauftragte, Sylvain Zinsou die Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Benin. Sylvain Zinsou unterstrich die Wichtigkeit eines solchen Wählerhandbuchs zur Förderung der Transparenz und der Integrität der Wahlen in Benin. Nur wenn die Bürger über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt seien, könnten sie auch eine eigene Wahl treffen.

In der anschließenden Präsentation von Joël Atayi-Guedegbe, Fors-Election, stand angesichts der vielfältigen Probleme bei der Wahlorganisation, das elektronische Wählerverzeichnis (LEPI) im Mittelpunkt der Diskussion. Atayi-Guedegbe unterstrich, dass mit dem Wahlgesetz vom Januar 2011 die LEPI unumgänglich sei und das Land angesichts der Verzögerungen und Schwierigkeiten alle Wähler zu registrieren vor einer politischen Krise stehe. Die zwei wesentlichen Fragen, die sich nun stellten, seien die nach den verfassungsrechtlichen Fristen (zum 6. April muss laut Verfassung ein neuer Präsident vereidigt werden, was die Verschiebung der Wahlen beschränkt) und die nach der Gerechtigkeit und Ethik der Rechte der Bürger auf Teilnahme an den Wahlen, angesichts der hohen Zahl von rund 1,3 Millionen nicht registrierten Wählern. Nur durch einen nationaler Einigungsprozess und den guten Willen aller Parteien könne ein Ausweg aus der Krise gefunden werden.

Urbain Amegbedju, Centre Afrika Obota (CAO), konzentrierte sich in seiner Präsentation auf die bürgerlichen Werte, die für die Wahlen von großer Wichtigkeit sind. Er bezog sich dabei auf die Devise Benins „Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Arbeit“ und betonte die Unantastbarkeit der Grundwerte von Freiheit und Gleichheit. Der „Guide de l’Electeur“ greift eine Reihe der bürgerlichen Werte, wie Integrität, Freiheit und Verantwortung, Toleranz und das Gemeinwesen auf, und erläutert diese den Wählern auf anschauliche Art und Weise.

An die Präsentationen schloss sich eine engagierte Debatte der überwiegend jungen Teilnehmer zu den Herausforderungen der Präsidentschaftswahlen an. Es ist zu hoffen, dass mit Hilfe des Wählerhandbuches durch die Sensibilisierung geschulter Animateure im Land die Wähler sich ihrer Rechte und Pflichten bei einer Wahl bewusst werden. Dies ist eine wichtige Vorraussetzung zur Wahrung des Friedens in Benin während der Wahlen.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Westafrika, 24. Februar 2011