Regionales Stipendiatentreffen 2016

Stipendiaten und Altstipendiaten aus 5 westafrikanischen Ländern in Lomé

Auch verfügbar in Français

Vom 9. bis 13.11.2016 lud das Regionalprogramm PDWA der Konrad-Adenauer-Stiftung seine Stipendiatinnen und Stipendiaten aus fünf Ländern der Region nach Lomé ein. Auf der Agenda der Konferenz standen u.a. die Soziale Marktwirtschaft in Theorie und Praxis sowie die Evaluierung der Aktivitäten des vergangenen Jahres und die Ausarbeitung des Programms für 2017. Im Rahmen eines Coachings bestand für die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle in hohem Maße in Gesellschaft und Politik engagiert sind, die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten als zukünftige Führungskräfte in der Region auszubauen.

„Westafrika rückt mehr und mehr in den Fokus der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik“. Mit dieser Botschaft eröffnete der Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung das Regionale Stipendiatentreffen in Lomé. Um den großen Herausforderungen von Migration und sich ausbreitendem Extremismus adäquat begegnen zu können, sei eine enge Kooperation zwischen Europa und Afrika unabdinglich. Als zukünftige Führungskräfte, die sich bereits heute auf vielfältige Weise für eine demokratische und ökonomisch nachhaltige Entwicklung ihrer Länder einsetzten, lud er die Stipendiatinnen und Stipendiaten ein, sich aktiv in die aktuellen Debatten einzubringen und an der Erarbeitung von Lösungsansätzen mitzuwirken.

Bilanz 2016 und Planung für 2017

Im ersten Teil der Konferenz standen die Evaluierung der Veranstaltungen des vergangenen Jahres sowie die Ausarbeitung des Programms für 2017 im Fokus. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zogen eine sehr positive Bilanz der zurückliegenden Aktivitäten und lobten insbesondere den Ansatz, nicht nur als Teilnehmer, sondern ebenso als Mitorganisatoren und Vortragende in die Veranstaltungen eingebunden zu sein. Mit Blick auf die Agenda 2017 einigten sich die Stipendiaten darauf, vornehmlich Themen aus ihren unmittelbaren lokalen oder regionalen Kontext zu bearbeiten und sich dabei von der Frage inspirieren zu lassen, auf welche Weise ein konkreter Beitrag zur Lösung einer Problemstellung geleistet werden kann.

Soziale Marktwirtschaft

Der zweite Veranstaltungstag war der Sozialen Marktwirtschaft gewidmet. Zum einen ging es darum, die Prinzipien und Wirkungsweisen, auch im Vergleich zu anderen ökonomischen Systemen, zu vermitteln. Zum andern stand die Frage im Mittelpunkt, ob das deutsche Erfolgsmodell auch für Westafrika ein Vorbild sein könne. Die Stipendiaten waren sich einig in der Einschätzung, dass zwar einige Anpassungen an den regionalen Kontext notwendig seien, die soziale Marktwirtschaft jedoch grundsätzlich das attraktivste Wirtschaftsmodell für Westafrika darstelle. Bei der Besichtigung eines lokalen mittelständischen Betriebs aus der Kakao-branche konnten sich die Konferenzteilnehmer davon überzeugen, wie Engagement und Unternehmergeist junger Menschen zum ökonomischen Erfolg führen können.

Potentiale erkennen und nutzen

Im dritten Veranstaltungsteil waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, im Rahmen verschiedener praktischer Übungen und Aufgaben ihre eigenen Potentiale zu erkennen und zu lernen, diese sinnvoll zu nutzen. Auch hierbei stand die Perspektive im Fokus, die Stipendiatinnen und Stipendiaten dahingehend zu unterstützen, dass sie zu tragenden Akteuren der demokratischen und ökonomisch nachhaltigen Entwicklung Westafrikas zu werden.

Autor

Dr. Valentin Katzer

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Abidjan, 16. November 2016

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