Länderberichte
Ein Jahr nach der Meuterei in Burkina Faso
Rückkehr zur Stabilität?
Ein Jahr ist es her, dass im vergangenen Frühjahr Soldaten in Burkina Faso meuterten. Ihren Anfang nahmen die sozialen Unruhen, die das Land über Monate bewegten, in Schüler- und Studentenprotesten gegen den mutmaßlichen Mord an einem Schüler. Die Meuterei der Soldaten und später der Präsidentengarde sowie die Proteste der Bevölkerung erschütterten das soziale Gefüge und die politische Stabilität Burkina Fasos in ihren Grundfesten. Ein Jahr später jedoch ist das Land zur gewohnten Stabilität zurückgekehrt. mehr…
Erste Bilanz der Regierung Boni Yayi
Ein Jahr geprägt von Reformen und Widerstand
Nach umstrittenen Wahlen wurde Boni Yayi am 6. April 2011 zum zweiten Mal zum Präsidenten der Republik Benin vereidigt. Im Gegensatz zu seiner ersten Amtszeit kann er sich auf eine breite Mehrheit im Parlament stützen, während die Opposition sich in internen Kämpfen aufreibt. Nichts Geringeres als die „Erneuerung“ (Réfondation) des Landes strebt Boni Yayi an. Doch sein entschiedener Reformkurs stößt regelmäßig auf den Widerstand der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft. Die Bilanz des ersten Jahrs der Regierung Boni Yayi ist gemischt. mehr…
Im rechtsfreien Raum: Neue Sicherheitsherausforderungen im Sahel
Mehrere Monate Krieg in Libyen haben die Sicherheitssituation im ohnehin schon fragilen Sahel-Raum merklich verschärft. Die jüngsten Gefechte zwischen nach Unabhängigkeit strebenden Tuareg-Kämpfern und dem Militär im Norden Malis sind Zeugnis einer zunehmenden Eskalation. Die Situation im Sahel-Raum bleibt unübersichtlich. Weite Teile sind nahezu rechtsfreie Gebiete, die kriminellen Netzwerken und al-Quaida im Islamischen Maghreb einen willkommenen Unterschlupf bieten. Der Sahel-Raum birgt eine Reihe von Sicherheitsrisiken, die sich durch das Ende des Libyenkriegs zu potenzieren drohen. mehr…
„Hab Vertrauen, Afrika, und steh’ auf!“
Der Besuch des Heiligen Vaters in Benin
Die 23. Auslandsreise des Papstes führte ihn vom 18. bis 20. November nach Westafrika. Benin war das dritte afrikanische Land nach Angola und Kamerun, dem er einen Besuch abstattet. Dieser fand sowohl auf Einladung des Staates Benin als auch der dortigen Bischofskonferenz statt. Als Motto über seiner Reise stand: „Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit.“ Sowohl die Reise als auch ihr Motto wurden von der offiziellen beninischen Politik geschickt genutzt. mehr…
Renaissance geglückt? Eine erste Bilanz der Regierung Issoufou
Der Putsch des nigrischen Militärs im Februar 2010 unterlief das Streben des damaligen Präsidenten Tandja nach einer dritten Amtszeit. Das Militär hatte von Anfang an die Wiedererrichtung der Demokratie als Ziel ausgegeben. Mit den störungsfrei und demokratisch verlaufenen Präsidentschafts- und Parlaments- sowie Regional- und Kommunalwahlen Anfang 2011 wurde aus Sicht der Beobachter ein großer Schritt dorthin getan. Die Regierung des neuen Präsidenten Issoufou hat die Herausforderungen der ersten Monate gut überstanden. mehr…
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.