"Pflege ist die Achillesferse des Gesundheitssystems"

Dr. med. Eckart von Hirschhausen im Gespräch mit Jens Spahn

Eine Sprechstunde besonderer Art gab es am 22. Januar in Steinfurt, zu der mehr als 400 Interessierte kamen.

Bild 1 von 5
Eine unterhaltsame Veranstaltung in Steinfurt

Eckard von Hirschhausen zeigt dem Publikum am Beispiel von Jens Spahn, wie man richtig reanimiert

(Autor: Ivo Lovric) Der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn, geschäftsführender parlamentarischer Staatssekretär und ehemaliger gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, trat gemeinsam mit dem Arzt, Moderator, Kabarettist und Zauberkünstler Dr. Med. Eckart von Hirschhausen auf.
Die beiden Gesprächspartner tauschten ihre Ansichten über die Gesundheitspolitik aus, sowie über mögliche Ansätze einer besseren gesundheitlichen Vorsorge.
Seinem Ruf als Unterhalter blieb von Hirschhausen auch in Steinfurt treu.
Obwohl es kaum zu erwarten sei, dass es demnächst „Humor auf Krankenschein“ gibt, ist Von Hirschhausen dennoch überzeugt,dass die Heiterkeit eine heilende Wirkung hat.
Außerdem bewies er hier, dass der Austausch über wichtige Lebensfragen nichts an seiner Substanz verliert, wenn er auf humorvolle Weise geführt wird.
Im Gegenteil, die anschließende Fragerunde zeigte, dass die Gesprächsinhalte auf ein breites Interesse stoßen. Unter anderem wurden von mehreren Zuhörern, die in der Pflegebranche arbeiten, Zustände in diesem Zweig geschildert, die auf zu wenig Personal und mangelnde Attraktivität dieser Berufe hinwiesen.
Jens Spahn bestätigte diese Kritik, indem er die Pflege als „die Achillesferse“ des Gesundheitssystems bezeichnete.
Die Gesundheit sei ein „soziales Gut“ und könne nicht bloß durch Marktinstrumente gesteuert werden, so Eckart von Hirschhausen, beim Gespräch über Herausforderungen eines effizienten Gesundheitssystems.
Desweiteren wurde u.a. die Frage angesprochen, ob Steuerpolitik als Erziehungsmethode taugt, wenn es darum geht, Bürger durch steuerliche Maßnahmen zu einer gesünderen Lebensweise zu motivieren.
Tatsächlich wurde im Rahmen der „Sprechstunde“ ein ganzes Spektrum von Fragen angesprochen, von Gesundheitspolitik über soziale Umstände bis hin zu persönlichen Verhaltensmustern hinsichtlich der Gesundheit und dabei wurde immer wieder herzhaft gelacht.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Dortmund, 26. Januar 2018