Deutsche Geschichte und Demokratie in Berlin erleben

Neuzugewanderte treffen Bundestagsabgeordneten

Deutsche Geschichte und Demokratie vor Ort erleben – das bietet ein Besuch in Berlin, zusätzlich zum üblichen Großstadttrubel. Besonders intensiv wird diese Erfahrung, wenn man die Bundeshauptstadt zum ersten Mal erkundet. Und das galt für die meisten der insgesamt 17 jungen Leute, die auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises Coesfeld unlängst die Metropole besuchten – eine mehrtägige Fahrt, die in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ NRW angeboten wurde.

An dem Seminarprojekt „Integration von Neuzugewanderten“ nehmen junge Erwachsene mit Migrationsgeschichte teil, die in unterschiedlichen Städten und Gemeinden des Kreises Coesfeld leben: in Ascheberg, Billerbeck, Dülmen, Lüdinghausen, Olfen, Rosendahl und Senden.
Teilnehmende sind Mitbürgerinnen und -bürger aus den afrikanischen Staaten Eritrea und Guinea sowie aus dem Vorderen Orient, weitere kommen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien.
Sie alle waren tief beeindruckt von den Erfahrungen in Berlin: „Ein unvergesslicher Aufenthalt in meinem Leben“, fasste Mamadou das Seminar zusammen. Viele Teilnehmende setzten sich erstmals in Berlin mit parlamentarischen Entscheidungen überhaupt auseinander. Beim Besuch im Deutschen Bundestag wurde mit Marc Henrichmann über aktuelle Herausforderungen intensiv diskutiert – insbesondere zu den Themenfeldern Flucht, Migration und Integration. Nach dem Gespräch im historischen Reichstagsgebäude folgte ein Besuch im Bundesrat, der Vertretung der Bundesländer. Die Bedeutung der Grundrechte im Alltag wurde vor dem Hintergrund der Erfahrungen zweier deutscher Diktaturen erfahrbar.
Die Bedeutung der Kernaussage aus Artikel 1 des Grundgesetzes – „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – wurde sehr deutlich, als die Gruppe das Holocaust-Mahnmal besuchte.

Serie

Veranstaltungsberichte

erschienen

Dortmund, 6. Juli 2018

Die jungen Geflüchteten vor dem Brandenburger Tor

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin Frauenkolleg

Beate Kaiser
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