Die Situation der Universität vor und nach 1961

Im Rahmen der Vortragsreihe "50 Jahre Mauer"

November1Dienstag

Datum/Uhrzeit

1. November 2011, 18.30

Ort

Leipzig, Hörsaalgebäude der Universität, HS 10, Universitätsstraße 3, 04103 Leipzig

mit

Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin Universität Leipzig; Prof. Dr. Günther Heydemann, Direktor des HAIT Dresden; Dr. Jens Blecher, Direktor der Universitätsarchivs der Universität Leipzig

Typ

Vortrag

Eröffnungsveranstaltung zur Austellung "Eingemauert. Die sächsischen Hochschulen und der 13. August 1961" sowie der begleitenden Themenreihe "50 Jahre Mauer"

Veranstaltungsnr.

B01-011111-1

Mit dem Baubeginn der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde die deutsche Teilung endgültig manifestiert. Die Errichtung der Mauer sollte die Fluchtbewegung aus der DDR gewaltsam stoppen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der wachsende politisch-ideologische Druck trieben viele Einwohner der DDR dazu, ihre Heimat zu verlassen. Sie lehnten die von dem nicht durch Wahlen legitimierten SED-Regime forcierte „sozialistische Umgestaltung“ der Gesellschaft ab.

Mit der Mauer erreichte das Regime, was ihm bis dahin nicht gelungen war: die weitgehende Anpassung der Bevölkerung an den neuen Staat. Nach anfänglicher Verbitterung stellte sich ein Prozess der Gewöhnung ein; die Bevölkerung der DDR fand sich mit den Verhältnissen ab. Ein Rückzug ins Private war die Folge. Durch den Mauerbau kam der wissenschaftliche und wirtschaftliche Austausch mit dem Westen weitgehend zum Erliegen.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Errichtung der Mauer im Jahr 2011 haben die sächsischen Universitäten eine Ausstellung konzipiert, die schwerpunktmäßig auf die Ereignisse unmittelbar vor und nach dem 13. August 1961 abzielt. Die langfristigen Auswirkungen auf den Wissenschaftsbetrieb werden sichtbar gemacht: Sie reichen von parteipolitischer Reglementierung der Forschung und Lehre über die Auswahl politisch handverlesener Dozenten bis zur kaderpolitisch gesteuerten Studienplatzvergabe. Was bedeutet dies für die Gesellschaft? Wie wirkte sich die Ideologie aus?

Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitet die Ausstellung mit Veranstaltungen, die sich mit den Auswirkungen des Mauerbaus auf die Gesellschaft und insbesondere mit den Folgen für das Bildungswesen beschäftigen.

Mit herzlicher Einladung zu dieser Vortragsreihe

Dr. Joachim Klose Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Sachsen

Die Ausstellung „Eingemauert. Die sächsischen Hochschulen und der 13. August 1961“ der sächsischen Universitäten wird im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig präsentiert.

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe "50 Jahre Mauer" finden Sie hier.

Ansprechpartner

Dr. Joachim Klose

Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Politischen Bildungsforums Sachsen

Dr. Joachim Klose
Tel. +49 351 563446-0
Fax +49 351 563446-10