Familienseminar 2012
Von Chancen und Risiken neuer Medien
September14Freitag
Datum/Uhrzeit
14. – 16. September 2012, 14. September, 17:30 bis 16. September, 12:30
Ort
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal, St. Marienthal 10, 02899 Ostritz
mit
Jun. Prof. Nina Haferkamp, Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft, TU Dresden; Marlen Belafi und Katrin Etzrodt, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, TU Dresden; Peter Stawowy, Journalist, Dozent, Medienberater, Moderator, Blogger
Typ
Seminar
Vorträge und Diskussionen
Veranstaltungsnr.
B01-140912-1
bereitgestellt von
Bildungswerk Dresden
Die „Neuen Medien“ spielen eine immer wichtigere Rolle.
Etwa drei Viertel der Deutschen kommunizieren heute über das
Internet. Für die unter 30-Jährigen ist der Austausch ohne
Facebook, Twitter und Co. undenkbar. Egal wo auf der Welt
– sie können sich im Internet beständig informieren und sind
über Soziale Netzwerke immer erreichbar. Der Arabische
Frühling wäre z.B. ohne diesen schnellen Austausch undenkbar
gewesen. Die „Neuen Medien“ fordern auch unsere Gesellschaft
heraus: Ermöglichen sie eine politische Partizipation,
an die bisher nicht zu denken war? Werden so Prozesse
transparenter und wahrheitsgetreuer? Wie gehen wir mit
Cybermobbing und Shitstorms um? Sind Konzepte einer
„e-democracy“ oder „liquid democracy“ überhaupt umsetzbar?
Das World Wide Web hat aber nicht nur die Kommunikation
verändert, sondern auch das Bildungs- und Sozialverhalten.
20 Prozent der ostdeutschen Haushalte besitzen keine Tageszeitung,
empfangen keine öffentlich-rechtlichen Fernsehsender
und sind damit nicht mehr auf konventionellem Wege
erreichbar. Aber auch wenn sämtliches Wissen an jedem
Punkt der Erde im Internet verfügbar ist, muss es immer
noch bewertet und ausgewählt werden. Führt eine reine
Selbstinformation nicht zum Tunnelblick?
Im Schnitt verbringen wir pro Tag 100 Minuten im Internet. Der Zugang zum Netz und damit zu dessen Wissen sowie Kontaktmöglichkeiten ist für viele Menschen alltäglich geworden. Was aber bedeutet das für uns? Nicht nur die Teilhabe verändert sich, sondern ebenfalls das Teilnehmen. Wir sind zu Produzenten geworden, die auch ihre eigene Identität in eine neue Form der Öffentlichkeit stellen (können). Welche Potentiale, aber auch Gefahren für die Entwicklung junger Persönlichkeiten stecken in der Online-Welt?
Die Grundfragen lauten also: Was können die Neuen Medien
leisten? Welcher Umgang mit ihnen ist hilfreich und wie viel
Webpräsenz ist zuträglich? Sie sind herzlich eingeladen, diese
Fragen mit den Referenten zu diskutieren.
Dr. Joachim Klose Landesbeauftragter der KAS für den Freistaat Sachsen
Ansprechpartner
Dr. Joachim Klose
Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Bildungswerks Dresden

