Integrationale Begegnungen

Karikaturen von Hayati Boyacioglu

Februar20Donnerstag

Datum/Uhrzeit

20. Februar – 21. März 2003

Ort

Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin

mit

Marlies Wanjura, Dr. Thomas Gaudszun, Werner Kopp, Hayati Boyacioglu

Typ

Ausstellung

Kooperationsveranstaltung mit dem Bezirksamt Reinickendorf von Berlin - Kunstamt.

Ausstellungsdauer:
20. Februar bis 21. März 2003

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 8 - 18 Uhr
Donnerstag: 8 - 20 Uhr

Der Titel der Ausstellung "Integrationale Begegnungen" greift zwei politische Begriffe auf, die in der Diskussion um die Ausländer- und Einwanderungspolitik eine zentrale Rolle spielen: "Integration" und "national".

Was der Künstler unter dem Begriff Integration versteht, zeigen seine Karikaturen:
Das Eigene wird in das Fremde eingebracht. Eigenes und Fremdes gehen eine Symbiose ein. Nichts bleibt so, wie es vorher war. Indem unsere Kultur das Fremde aufnimmt, entwickelt sie sich weiter. Integration als gegenseitiges Geben und Nehmen. Hayati Boyacioglu Botschaft heißt daher: keine kulturellen Hierarchien, sondern interkultureller Dialog. Seine Zeichnungen erschließen sich dem Betrachter erst vor diesem Hintergrund.

Die Palette der Themen reicht von Integration, Meinungsfreiheit, Menschenrechte bis Rassismus und umfaßt aber auch die alltäglichen Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern. Seine witzig-bissigen, aber auch versöhnlichen Karikaturen wollen treffen, Probleme aufzeigen. Verhaltensmuster entlarven, aber nicht verletzen. Sie sind ein Plädoyer gegen Gewalt und regen an zum Dialog.

Paul B. Wink

Abbildung

(Ausschnitte)

Hayati Boyacioglu
1960 wurde der Künstler in Istanbul geboren, 1978 kam er in die Bundesrepublik Deutschland und studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik und Publizistik.

Begonnen hat er mit der Karikatur bereits in der Realschule. Während seines Studiums in Berlin entwickelte und verfeinerte er seine auf Beobachtung gestützte Zeichen- und Schreibkunst und veröffentlichte seine Arbeiten in verchiedenen türkisch- und deutschsprachigen Zeitschriften. 1985 wurde sein erstes Stück "Kanacken sind Supermänner" in Ludwigshafen in deutscher und türkischer Sprache aufgeführt.

Er hat bei der türkischen Tageszeitung Hürriyet als Reporter gearbeitet und übernahm die Berliner Redaktionsleitung bei dem Konkurrenzblatt "Star". Seit vielen Jahren zeichnet er für "DIE BRÜCKE". Seine Arbeiten wurden in verschiedenen anderen Zeitschriften, Tageszeitungen, Kalendern, Schulbüchern und Broschüren abgedruckt.

Auf die Frage, wie er Theater, Journalismus und Karikatur miteinander verbindet, gibt der Künstler die einfache Antwort: "Gemeinsam ist bei all diesen Kunstrichtungen die Beobachtung, aus der manchmal eine Karikatur, manchmal eine Reportage und manchmal ein Theaterstück entsteht."

Abbildung

(Ausschnitte)

(Ausschnitte)

Ansprechpartner

Paul B. Wink

ehem. Bevollmächtigter des Generalsekretärs in Berlin