Freya Klier, Film "Verschleppt bis ans Ende der Welt"

Oktober20Dienstag

Datum/Uhrzeit

20. Oktober 2015, 17.30

Ort

Hospitalhof Lechnersaal Büchsenstraße 33 70174 Stuttgart

mit

Freya Klier, Regisseurin und Autorin aus Berlin

Typ

Event

Zeitzeugenveranstaltung

Veranstaltungsnr.

B70-201015-2

Verschleppt bis ans Ende der Welt

1993 bricht die Regisseurin mit drei älteren Frauen nach Sibirien auf. Die drei gehören zur etwa halben Million deutscher Zivilisten, die gegen Kriegsende als „lebende Reparationen“ von der Roten Armee zur Zwangsarbeit nach Russland deportiert wurden, um die deutsche Kriegsschuld abzuarbeiten. Ein Drittel von ihnen kehrte nicht zurück. Neben dem historischen Hintergrund der Deportation und den schmerzlichen Erlebnissen der Spurensuche zeigt der Film auch die Lebenssituation der sibirischen Bewohner, schildert er die warmherzige Begegnung zwischen Frauen, die einst als „Sieger und Besiegte“ aufeinander trafen.

Freya Klier, in Dresden geborene Bürgerrechtlerin, 1980 Mitbegründerin der Friedensbewegung in der DDR, gibt als 11. Gebot aus: „Du sollst dich erinnern!“ Und sie kann sehr gut dabei helfen, sich an die deutsche Geschichte zu erinnern, hat sich doch in ihrer Auseinandersetzung mit der staatlichen Gewalt – 1968: erster Republikfluchtversuch, später Berufsverbot als Regisseurin, gemeinsame Auftritte mit ihrem Mann, dem Liedermacher Stephan Krawczyk, in evangelischen Kirchen, bis hin zu ihrer Verhaftung, Beschlagnahme der Manuskripte und unfreiwillige Ausbürgerung aus der DDR im Jahr 1988 – einiges zu erzählen.

Hier finden Sie die Homepage von Freya Klier

Anmeldung bitte telefonisch unter 0711-870309-3 oder per Email unter simone-isabel.iliou@kas.de bzw. kas-bw@kas.de

Freya Klier

Freya Klier, Copyright Nadja Klier

Ansprechpartner

Simone Iliou

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Politischen Bildungsforum Baden-Württemberg

Simone Iliou
Tel. +49 711 870309-53
Fax +49 711 870309-55