„Verstehen wir uns noch? Sprache im Politischen und Öffentlichen Raum“

Tagung

November16Donnerstag

Datum/Uhrzeit

16. November 2017, 10.00-17.00

Ort

Messe Erfurt GmbH, Gothaer Straße 34, Erfurt, Deutschland. Zur Website ›

mit

Thomas Niehr, Kurt Herzberg, Christian Carius MdL, Jochen Markett, Karsten Jauch, Rico Chmelik, Jochen Markett, Dr. Karl-Eckhard Hahn, Dominique Eigenmann, Tobias Bott, Matthias Gehler, Steffen Jenter, Vitali Malsam

Typ

Vortrag

Das Politische Bildungsforum lädt zu einer Tagung zum Thema politische Sprache. Tagungsbeitrag 30 €

Veranstaltungsnr.

B99-161117-1

Verständliche Sprache und gute Vermittlung von Inhalten sind eine wichtige Säule unseres Zusammenlebens. Dies gilt sowohl für unsere privaten Beziehungen, Kommunikation am Arbeitsplatz als auch insbesondere für die Kommunikation von Politik, Staat, Verwaltung und Medien mit den Bürgern. Aus der Linguistik wissen wir, dass sich Sprache jeweiligen Situationen, Personen als auch Kontexten anpasst. So ist es normal, dass man im privaten Bereich eine andere Sprachebene wählt als am Arbeitsplatz und Jugendsprache unterscheidet sich natürlich von der Sprache von Erwachsenen. In sich immer weiter differenzierenden sozialen Lebenswelten und durch soziale Netzwerke werden diese Entwicklungen verstärkt, da sich Menschen entlang ihrer Tätigkeiten, Interessen und Meinungen vernetzen und dabei die Sprache ihrer Gruppe anwenden. Auch die Kommunikation in Politik und Öffentlichem Raum kann sich dem nicht entziehen, so dass nicht wenige Bürger den Eindruck gewinnen, dass es einen „Politiksprech“ gäbe, der von den Medien in gleicher Weise wiedergegeben würde. Dabei ist jedoch auch darauf hinzuweisen, dass unsere Nachrichten- und Medienformate bzw. Soziale Medien zur Darstellung von komplexen politischen Themen oft nur kleine Zeitfenster bzw. Räume zulassen. Dies beeinflusst Sprache als auch Stil der Diskurse, die in der Gegenwart bereits mit kurzen Nachrichten angestoßen als auch debattiert werden können. Die Darstellung komplexer politischer Themen für den Bürger wird dadurch nicht erleichtert. In der Behörden- und Verwaltungskommunikation findet mit oft abstrakter Verwaltungssprache, ebenfalls eigene Kommunikationsmittel Anwendung. Diese sind teilweise für die Bürger unverständlich und scheinbar nur noch für Spezialisten verständlich. In unserer Tagung wollen wir mit Kommunikationswissenschaftlern, Politikern, Journalisten und Verwaltungsexperten der Frage nachgehen, inwieweit sich die Sprache in Politik, Medien und Verwaltung verändert bzw. spezifiziert hat und es tatsächlich Verständnisprobleme in der Kommunikation mit den Bürgern geben könnte. Darüber hinaus soll diskutiert werden, ob populistische Sprache in der Politik davon profitiert und wie dieser Entwicklung begegnet werden kann.

Dazu laden wir Sie herzlich ein!

10.00 Uhr
Eröffnung

Maja Eib
Landesbeauftragte der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Thüringen

10.10-12.30 Uhr
Spracheräume in Politik und Verwaltung in Wechselwirkung mit dem Bürger

Christian Carius MdL
Präsident des Thüringer Landtags

Steffen Jenter
Bayerischer Rundfunk, Leiter Redaktion Politik und Hintergrund

Prof. Dr. Thomas Niehr
RWTH Aachen University Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft

Dr. Kurt Herzberg
Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen

Moderation

Jochen Markett
Medientrainer


12.30-13.30 Uhr
Mittagspause


13.30-15.00 Uhr
Diskussion in drei parallelen Panels

Panel I Politische Sprache in Debatten. Stammtisch oder Politiksprech?

Tobias Bott
Pressesprecher der Konrad-Adenauer-Stiftung


Karsten Jauch
Thüringer Allgemeine


Matthias Gehler
Chefredakteur MDR Thüringen


Moderation:
Jochen Markett


Panel II Sprache in der Öffentlichen Verwaltung – ein Buch mit Sieben Siegeln?

Dr. Kurt Herzberg
Bürgerbeauftragter des Freistaats Thüringen

Hans-Helmut Münchberg
Landrat vom Weimarer Land

Vitali Malsam
Referatsleiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit Verbraucherzentrale Thüringen


Panel III Populistische Sprache im deutschsprachigen Raum

Prof. Dr. Thomas Niehr
RWTH Aachen University
Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft

Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher der CDU-Landtagsfraktion

Dominique Eigenmann
Deutschland-Korrespondent des "TagesAnzeigers",Zürich

Moderation:
Daniel Braun

15.00-15.15 Uhr
Kaffeepause

15.15-16.00 Uhr
Abschlussdiskussion

16.00 Uhr
Schlusswort

Daniel Braun
Wiss. Mitarbeiter des Politischen Bildungsforums Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung

''Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten. Der Tagungsbeitrag beträgt 30€. Darin enthalten sind alle Verpflegungsleistungen während der Tagung. (Begrüßungskaffee, Mittagsbüfett, Kaffeepause, Tagungsgetränke).

Die Zahl der Tagungsteilnehmer ist beschränkt. Anmeldeschluss ist der 27.10.2017

Gerne können Sie unseren Anmeldebogen oder die Onlineanmeldung nutzen.''

Anfahrt

Größere Kartenansicht

Ansprechpartner

Heike Abendroth

Sekretärin/Sachbearbeiterin

Heike Abendroth
Tel. +49 361 65491-0
Fax +49 361 65491-11

Daniel Braun

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Daniel Braun
Tel. +49 361 65491-14
Fax +49 361 65491-11
Sprachen: Español,‎ English,‎ Português,‎ русский

Maja Eib

Landesbeauftragte für Thüringen und Leiterin des Politischen Bildungsforums Thüringen

Maja Eib
Tel. +49 361 65491-0
Fax +49 361 65491-11