Neuere Entwicklungen in den deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen zwischen „mehr Europa“ und Brexit

Oktober12Donnerstag

Datum/Uhrzeit

12. Oktober 2017

Ort

Warszawa

Typ

Fachkonferenz

Das Forschungszentrum für die deutsche Wirtschaft, das Deutsch-Polnische Akademikerforum und das Institut für Außenhandel und Europastudien der Warsaw School of Economics in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung laden zur Konferenz ein.

Bereitgestellt von

Logo: Konrad-Adenauer-StiftungAuslandsbüro Polen

Die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen gelten in vielerlei Hinsicht als eine Erfolgsgeschichte, die zu einer immer engeren Verflechtung der Volkswirtschaften beider Länder geführt hat. Allerdings sind 2016 die Koordinaten im europäischen und weltweiten Umfeld in Bewegung gekommen. So gab es in der an Euro- und Flüchtlingskrise laborierenden Europäischen Union mit dem Brexit-Votum ein politisches Erdbeben, das ihre Substanz bedrohlich berührt. Die neue nationalkonservative Regierung in Polen setzt ebenfalls neue Akzente und möchte mit ihrem neuen Wirtschaftsmodell das Land unabhängiger von ausländischem Kapital machen. In Deutschland wiederum wehren sich Bürger gegen die Einführung neuer Handelsabkommen, wie TTIP oder CETA, während in den USA sich der neu gewählte Präsident Donald Trump für eine stärkere Abschottung der heimischen Wirtschaft gegenüber dem Ausland ausspricht. Gleichzeitig wiederum drängen andere Länder wie die Ukraine, Türkei und die Staaten des Westbalkans auf die Aufnahme in die Europäische Union und zumindest die fünf-Präsidenten der EU nehmen die Eurokrise zum Anlass erst recht „mehr Europa“ zu fordern und die „immer engere politische Union“ zu realisieren.

Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes möchte die Konferenz mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus Polen und Deutschland diskutieren, in welcher Weise sich dieses zwiespältige Umfeld zwischen „mehr Europa“ und Brexit auf die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen auswirkt bzw. auswirken könnte, welche Herausforderungen sich daraus für die Wirtschaftspolitik beider Ländern auf nationaler, bilateraler und supranationaler Ebene ergeben und inwieweit die Konzeption der sozialen Markwirtschaft, der sich beide Länder verpflichtet fühlen, auch für die internationalen Wirtschaftsbeziehungen als normatives Leitbild dienlich ist.

Ansprechpartner

Michael Quaas

Projektkoordinator

Michael Quaas
Tel. +48 22 845-9339
Fax +48 22 848-5437
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ Polski