Lässt sich Irans Atombewaffnung noch verhindern?

Zum transatlantischen Streit über das Atomabkommen mit Iran

Januar17Mittwoch

Datum/Uhrzeit

17. Januar 2018, Beginn: 19:00, Ende: 21:00

Ort

Uni Stuttgart, Großer Vortragssaal der Universitätsbibliothek, Holzgartenstraße 16, 70174 Stuttgart

mit

Dr. Matthias Küntzel

Typ

Vortrag

Vortrag von Dr. Matthias Küntzel

Veranstaltungsnr.

B70-170118-1

Die Zukunft des Atomabkommens, das die UN-Vetomächte und Deutschland im Juli 2015 mit Iran vereinbarten, ist offen. In Berlin und der EU bewerten viele das Abkommen als „historischen Erfolg der Diplomatie“. Die Trump-Administration bezeichnet den Deal hingegen als „eines der schlechtesten Abkommen“, dem die USA je beigetreten seien. Diese Ansicht teilen auch Israels Regierung und die mehrerer arabischer Staaten.

Einig ist man sich jedoch im Zweifel, ob sich die Hoffnung, der Iran werde infolge des Atomabkommens seine radikal antiwestliche Haltung abmildern, erfüllen wird. Ganz im Gegenteil: Im Iran scheinen Hardliner beim außen- wie innenpolitischen Kurs auf dem Vormarsch. Mit Sorge betrachtet der Westen den Einfluss der iranischen Revolutionsgarden auf die schiitischen Milizen im Libanon, in Syrien, im Irak und in Jemen, die sich auf Expansionskurs befinden. Diese erkennen das Existenzrecht Israels nicht an. Auch im Iran selbst kämpft die Opposition mit starken Repressionen. Wiederholte Raketentests, mit denen das Regime gegen UN-Auflagen verstößt, lassen zweifeln, ob Teheran von seinem Ziel der Atomwaffenfähigkeit wirklich abgerückt ist. Besorgnis erregend ist sind auch Berichte des Verfassungsschutzes, nach denen sich der Iran auf illegalen Wegen auch in Deutschland Nukleartechnik zu kaufen versucht.

Verdient vor diesem Hintergrund der Atomdeal, der diese Atomwaffenfähigkeit womöglich nur verzögert, unsere Unterstützung? Wie ist der transatlantische Streit um diese Frage zu bewerten? Welche Ziele verfolgt die deutsche Iran-Politik?

Dr. Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er wirkte von 1984 bis 1988 als Nonproliferations- und Atomexperte der Bundestagsfraktion der Grünen und promovierte über den Atomwaffensperrvertrag und die nukleare Option. In den letzten zehn Jahren publizierte er mehrere Bücher über den Iran und die deutsch-iranischen Beziehungen auf Englisch, Farsi und Deutsch. Er ist u.a. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sowie Mitglied im Advisory Board der amerikanischen Organisation „United Against A Nuclear Iran“ (UANI). Mehr Informationen finden sich auf www.matthiaskuentzel.de.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Uni Stuttgart und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart e.V. statt.

Anmeldungen bitte per E-Mail an kas-bw@kas.de oder gerne auch direkt über unsere Online-Anmeldung.

Ansprechpartner

Dr. Stefan Hofmann

Landesbeauftragter für Baden-Württemberg und Leiter des Politischen Bildungsforums Baden-Württemberg

Dr. Stefan Hofmann
Tel. +49 711 870309-40
Fax +49 711 870309-55
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