Getrennte Vergangenheit - Gemeinsame Zukunft?

Vom Wendepunkt 1953 zum Schicksalsjahr 1968

Juni16Samstag

Datum/Uhrzeit

16. Juni 2018, 11 Uhr

Ort

Rathaus - Plenarsaal | Dr. Külz-Ring 10 | 01067 Dresden

mit

mit Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Prof. Dr. Wolfgang Eßbach, Soziologe und Dr. Ehrhart Neubert, Soziologe

Typ

Vortrag

Gedenkveranstaltung aus Anlass des 17. Juni 1953 in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden

Veranstaltungsnr.

B01-170618-1

EINE ERINNERUNG IN ZWEI TEILEN


Wenn wir im Jubiläumsjahr 2018 der Ereignisse von 1953 und 1968 gedenken, stellt sich die Frage nach dem historischen Vermächtnis. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass diese Schicksalsjahre mit jeweils sehr unterschiedlichen Erinnerungen in Ost- und Westdeutschland verbunden sind.

Gemeinsam ist beiden, dass das Jahr 1968 mit dem Willen der Bürger nach Veränderungen einherging. Für viele Menschen in der Bundesrepublik liegen dort die Wurzeln für die außerparlamentarische Opposition und einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel.

Im Gegensatz dazu manifestierte sich in der DDR mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung und der Niederschlagung des Prager Frühlings die Vorherrschaft der SED. Zudem ist das Jahr 1968 in Ostdeutschland nicht ohne den 17. Juni 1953 zu denken. Die Unterdrückung jeglicher vom System abweichender Meinungen wurde nun noch aggressiver durchgesetzt.

Was können wir also aus diesen Wendepunkten und Schicksalsjahren für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft ableiten? Inwieweit prägen uns die damaligen Ereignisse bis heute?

Im Rahmen des Gedenkens an die Vergangenheit und des Bewusstseins für die geteilte Geschichte gilt es, nach Ansätzen für eine gemeinsame Erinnerungskultur zu suchen und diese zu diskutieren. Die Ausbildung einer gemeinsamen Narration ist notwendig als Basis für unser gesellschaftliches Handeln.

Lassen Sie uns zusammen erinnern und darüber ins Gespräch kommen!



ABLAUF

Grußwort
Dirk Hilbert
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

Einführung und Moderation
Dr. Joachim Klose
Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. für den Freistaat Sachsen

Festreden
Prof. em. Dr. Wolfgang Eßbach, Soziologe, Freiburg
Dr. Ehrhart Neubert, Religionssoziologe und Bürgerrechtler

Anschließend Diskussion

Festlicher Empfang


Musikalische Begleitung
Ulf Prelle, Cellist


Prof. em. Dr. Wolfgang Eßbach (Jg. 1944) ist emeritierter Professor für Soziologie an der Albert- Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Er studierte Geschichte, Germanistik, Soziologie, Philosophie und Pädagogik in Freiburg und Göttingen. Die aufgeladene Atmosphäre des Jahres 1968 hat Eßbach persönlich als Vorsitzender des Göttinger Allgemeinen Studentenausschusses miterlebt. Seine Forschungsthemen umfassen vor allem Kultursoziologie, Kunst- und Religionssoziologie.

Dr. Ehrhart Neubert (Jg. 1940) ist Religionssoziologe und Bürgerrechtler. Im Kontext der Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ geriet er in Konflikte mit staatlichen und kirchlichen Instanzen. Neubert veröffentlichte zahlreiche Studien zur Sozialstruktur der DDR und zu sozialethischen Fragen, welche zunächst unter Pseudonym in der Bundesrepublik erschienen. Nach 1989 war er als Mitarbeiter beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR tätig. Neubert ist Vorstandsmitglied der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


HINTERGRUND

Anlässlich des 65. Jahrestages des 17. Juni 1953 führt die Landeshauptstadt Dresden eine Veranstaltung gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung durch. Gemäß dem städtischen Gedenkkonzept wird an diesem Tag bewusst auf ritualisierte Erinnerungsformen verzichtet. „Getrennte Vergangenheit – Gemeinsame Zukunft!? Vom Wendepunkt 1953 zum Schicksalsjahr 1968“ unter diesem Thema werden die unterschiedlichen Perspektiven gezeigt und diskutiert.


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel. Grundlage ist der von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalt.


Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Fotomaterial für Zwecke der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzt.


Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.
Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an.
Formlos per E-Mail: kas-sachsen@kas.de
In Kürze können Sie sich auf dieser Seite auch online anmelden.

Bundesarchiv B 145 Bild-F005191-0040

Ansprechpartner

Dr. Joachim Klose

Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Politischen Bildungsforums Sachsen

Dr. Joachim Klose
Tel. +49 351 563446-0
Fax +49 351 563446-10

Partner

Landeshauptstadt Dresden