Russlanddeutsche - Rückkehr und Ankommen in ihrer neuen/alten Heimat Thüringen

Eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche 2018

September26Mittwoch

Veranstaltung ausgebucht

Datum/Uhrzeit

26. September 2018, 18.30 - 21.00 Uhr

Ort

Thüringer Landtag Raum 125, Jürgen-Fuchs-Str. 1, Erfurt, Deutschland. Zur Website ›

mit

Heinrich Zertik, Tamara Barabasch, Katharina Wall, Marion Walsmann MdL

Typ

Forum

Dokumentarfilm, Vortrag und Gespräch

Veranstaltungsnr.

B99-260918-1

Die große deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert ist weithin bekannt. Doch dass nur wenige Jahrzehnte zuvor im Jahr 1763, durch einen Erlass Katharina der Großen, eine fast 100-jährige Auswanderungswelle aus den verschiedenen Regionen des heutigen Deutschlands nach Russland begann, scheint heute vielerorts weniger präsent im historischen Gedächtnis der Bevölkerung zu sein. Durch die Privilegien, welche die Zarin den Deutschen Siedlern zugestand, wie u.a. die Befreiung vom Militärdienst, günstiges Land, Selbstverwaltung und freie Religionsausübung, folgten bald abertausende Deutsche dem Aufruf. Vorwiegend siedelten sich die Ausreisewilligen im Wolgagebiet und in Südrussland am Schwarzen Meer an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stiegen die Deutschen unter der Siedlungspolitik Alexander I zu einer politisch, wirtschaftlich, sowie finanziell einflussreichen Gruppe auf.

Doch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit Auflösung der Leibeigenschaft, im Besonderen aber unter den Eindrücken der beiden Weltkriege wurden antideutsche Stimmungen geweckt. Man verdächtigte die Russlanddeutschen der Kooperation mit dem deutschen Militär. Zur Folge wurden diese als „innere Feinde“ bekämpft. Deutsch in der Öffentlichkeit zu sprechen war fortan verboten. Bereits während des ersten Weltkrieges wurden Vertreibungen und Deportationen durchgeführt, die während des zweiten Weltkrieges einen Höhepunkt erreichten. Ab 1941 wurden beinahe alle deutschstämmigen, die in den europäischen Teilen der Sowjetunion lebten, aufgrund eines Erlasses der Obersten Sowjets, nach Osten- vorwiegend Sibirien, Kasachstan und an den Ural deportiert, wo sie zunächst schwere Arbeit in Lagern verrichten mussten. Später, ab Mitte der 50er Jahren, besonders aber seit dem Zerfall der Sowjetunion begann die Rückwanderung nach Deutschland.

Bis 2016 sind etwa 2,4 Mio. Russlanddeutsche aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR in die Bundesrepublik zurückgekehrt. Unsere Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Verein Landsmannschaft der Deutschen aus Russland stattfinden wird, will zum einen ihre Geschichte erzählen, aber auch die Möglichkeit bieten mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen.

Vor der Veranstaltung laden wir sie ab 18.30 Uhr herzlich zu einem kleinen Empfang ein, den der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. mit russischen süßen Spezialitäten bereichern wird.


Eröffnung und Begrüßung
Maja Eib
Landesbeauftrage der Konrad-Adenauer-Stiftung Thüringen

Grußwort
Mike Mohring MdL
Vorsitzender CDU-Fraktion im Thüringer Landtag

Filmvorführung
Versöhnung über die Grenze
Kurzgeschichten und gelungene Integration
Ein Film von Rudolf Steiner und Erik S. Tesch

Impulse und Gespräch
Heinrich Zertik
Vorsitzender des Netzwerks Aussiedler der CDU-Deutschland

Tamara Barabasch
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Katharina Wall
Studentin

Moderation
Marion Walsmann MdL
CDU-Fraktion im Thüringer Landtag


Anfahrt

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Ansprechpartner

Maja Eib

Landesbeauftragte für Thüringen und Leiterin des Politischen Bildungsforums Thüringen

Maja Eib
Tel. +49 361 65491-0
Fax +49 361 65491-11

Heike Abendroth

Sekretärin/Sachbearbeiterin

Heike Abendroth
Tel. +49 361 65491-0
Fax +49 361 65491-11