Lippenbekenntnisse?

Zum Gottesbezug in der Verfassung

Oktober25Donnerstag

Datum/Uhrzeit

25. Oktober 2018, 18.30 Uhr

Ort

Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, Leipzig, Deutschland. Zur Website ›

mit

Staatsminister a. D. Zoltan Balog, Budapest

Typ

Vortrag

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Woran orientieren? Zu den geistig-kulturellen Grundlagen unserer Gesellschaft in säkularen Zeiten"

Zwar nehmen die Bindung und die Orientierung an Großinstitutionen wie Kirche, Parteien oder auch Gewerkschaften ab. Und selbst dort, wo formale Bindung – wie etwa bei der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland mit ihren noch immer ca. 48 Millionen Mitgliedern – in hohem Maße vorhanden ist, ist deren Prägekraft weitaus geringer als noch vor einigen Jahrzehnten. Trotzdem meint laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach von Dezember 2017 eine wachsende Zahl von Deutschen, dass Deutschland stark durch das Christentum und christliche Werte geprägt sei. Dieser Ansicht stimmten 63 Prozent der Befragten zu. Vor fünf Jahren waren es nur 48 Prozent. Durchgreifende alltagspraktische Relevanz hat die Religion den-noch für einen immer kleiner werdenden Teil der deutschen Bevölkerung.

Wenn also der christliche Glaube nicht mehr jene Kraft der Sinnstiftung hat, die er über lange Zeit ausübte, was ist an dessen Stelle getreten? Was sind aktuell Orientierungspunkte? Haben wir noch gemeinsame Konsensräume, um kontroverse Grundsatzfragen zu klären? Wie sehen die kulturell-geistigen Grundlagen einer nachreligiösen Gesellschaft aus?

Zoltán Balog studierte in Ungarn sowie an verschiedenen deutschen Universitäten, u. a. an der Martin-Luther-Universität Halle, Theologie. Als reformierter Pfarrer arbeitete er im Anschluss in Maglód und mehreren Diaspora-Gemeinden. 1991-1994 wurde er dann kirchenpolitischer Berater der FIDESZ Fraktion (Jungdemokraten) im Ungarischen Parlament. 1996-2006 betreute er als Pfarrer die Deutschsprachige Ev.-Reformierte Gemeinde in Budapest und setzt sich außerdem jeher für ein besseres Verständnis zwischen Ungarn und Deutschland ein. 1998-2002 wurde er Berater des Ministerpräsidenten der Ungarischen Republik und 2010 dann Staatsminister für soziale Integration im Ministerium für öffentliche Verwaltung und Justiz. 2012 wechselte er als Staatsminister in das Ministerium für Gesellschaftliche Resourcen (Gesundheit, Soziales, Kultur, Bildung, Sport, Kirchen, Minderheit, Romaintegration). Er pflegt eine enge Zusammenarbeit mit den politischen Stiftungen Deutschlands, auch über politischen Grenzen hinweg

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen

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