Kalender: 1814 – 1918

1814 – 1918

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22. Januar 18141. Ausgabe "Rheinischer Merkur"

Am Sonntag den 23. Januar 1814 erscheint die von Joseph Görres herausgegebene erste Ausgabe des „Rheinischen Merkur“. mehr…

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9. November 1848Der 9. November. Gedenken, Schicksal und Verantwortung

Ist der 9. November wirklich ein Schicksalstag der Deutschen? Ein kurzer Essay mehr…

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22. August 1866Friede von Prag. Ende des deutschen Kriegs zwischen Österreich und Preußen. Der preußische Sieg führt zur Neuordnung Deutschlands.
6. September 1869Eisenacher Arbeiterkongress. Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei.
27. Oktober 1869Programm der neugebildeten Fraktion „Zentrum-Verfassungspartei“ des Preußischen Abgeordnetenhauses (zunächst 48 Mitglieder)
27. Oktober 1869„Zweites Essener Programm“ rheinischer Katholiken
27. Oktober 1869Gründung der Bayrisch-Patriotischen Partei
27. Oktober 1869„Soester Programm“ westfälischer Katholiken für einen politischen Zusammenschluss aller Katholiken vor den Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus
18. Juli 1870 – 9. Mai 1871Deutsch-französischer Krieg
18. Januar 1871König Wilhelm I. von Preußen wird in Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufen.
28. Februar 1871Zusammenschluss von zunächst 63 Abgeordneten im Reichstag zur Zentrumsfraktion; Programm der Reichstagsfraktion

Führende Persönlichkeiten: Karl Friedrich von Savigny (gest. 1875), Hermann Mallinckrodt (gest. 1874) und Ludwig Windthorst (gest. 1891).

2. März 1871Wahl zum Deutschen Reichstag
15. April 1871Die Reichsverfassung tritt in Kraft. Berlin wird Reichshauptstadt.
7. Juli 1871 – 22. Mai 1887Kulturkampf
26. September 1873Konstituierung des „Central-Comités für die Rheinprovinz“ (1883 umbenannt in Provinzialausschuss der Rheinischen Zentrumspartei)

... als Vorläufer regionaler Gliederungen des Zentrums auch in anderen preußischen Provinzen und Bundesstaaten (Landesorganisationen)

6. Juni 1876Gründung der Deutsch-Konservativen Partei
6. Juni 1876Gründung der Deutsch-Konservativen Partei
18. März 1877Einsatz der Zentrumsfraktion des Reichstags („Antrag Galen“) zur Einführung einer Arbeiterschutzgesetzgebung
4. Januar 1878Gründung der Christlichsozialen Arbeiterpartei (1881–1918 Christlichsoziale Partei)
9. März – 14. Juni 1888Friedrich III. König von Preußen und deutscher Kaiser
14. Juni 1888 – 9. November 1918Wilhelm II. König von Preußen und deutscher Kaiser
20. März 1890Entlassung Otto von Bismarcks aus den Ämtern des Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsidenten

„Männer machen Geschichte“ – dieser Satz, den der wahlpreußische Historiker Heinrich von Treitschke in seiner „Deutschen Geschichte“ 1879 formulierte, war nicht frauenfeindlich gemeint; er war die Reaktion eines Zeitgenossen auf das Wirken des preußischen Ministerpräsidenten und ersten Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck. mehr…

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23. Oktober 1890Gründung des Volksvereins für das katholische Deutschland in Mönchen-Gladbach

... auch als Organisation zur Erfassung und Schulung der Wählerschaft des Zentrums (um 1910: 800.000 Mitglieder)

15. Mai 1891Veröffentlichung der Sozialenzyklika „Rerum novarum" durch Papst Leo XIII.

Mit der Sozialenzyklika „Rerum novarum“, legt Papst Leo XIII. eine originäre Antwort auf die sozialpolitischen Fragen der Zeit vor. Die Enzyklika findet in der katholischen Welt großen Anklang und innerhalb des Sozialkatholizismus überwiegend begeisterte Aufnahme. In Deutschland verstärkt die Enzyklika den Aufbruch des katholischen Verbändewesens. mehr…

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28. – 29. März 1894Gründung des Bundes deutscher Frauenvereine; er strebt die Gleichberechtigung der Frau an.
29. Juli 1899Erste Haager Friedenskonferenz
31. März 1902Tod Ernst Liebers; Kollegiale Parteiführung des Zentrums durch Peter Spahn und Georg Graf von Hertling
1. März 1906Aufruf von Julius Bachem (Köln) zur interkonfessionellen Ausweitung des Zentrums („Wir müssen aus dem Turm heraus!“)

... im Zusammenhang des „Zentrums- und Gewerkschaftsstreits“

18. November 1909Satzungen der Deutschen Zentrumspartei
6. März 1910Gründung der Fortschrittlichen Volkspartei
18. November 1911Stellungnahme im „Zentrumsstreit“

Erklärung der Zentrumsfraktionen des Reichstags und des Preußischen Abgeordnetenhauses sowie des Landesausschusses: das Zentrum sei „grundsätzlich eine politische nichtkonfessionelle Partei“.

12. Januar 1912Reichstagswahlen: Die Sozialdemokraten bilden die stärkste Fraktion.
24. September 1912Die Enzyklika „Singulari quadam“ Papst Pius X. beendet den „Gewerkschaftsstreit“.

(Tolerierung der Mitgliedschaft katholischer Arbeiter in interkonfessionell-christlichen Gewerkschaften)

16. Dezember 1913Satzungen des Landesausschusses der Preußischen Zentrumspartei
8. Februar 1914Neufassung der Satzungen der Deutschen Zentrumspartei, Gründung eines Reichsausschusses
1. August 1914 – 11. November 1918Erster Weltkrieg

Exkurs: Haltung der Zentrumsfraktion mehr…

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4. August 1914Zustimmung der Zentrumsfraktion des Reichstags zur Bewilligung der Kriegskredite
6. Juli 1917Im Reichstag Bildung eines Interfraktionellen Ausschusses aus Zentrum, SPD, Fortschrittlicher Volkspartei; Vorläufer der späteren „Weimarer Koalition“
19. Juli 1917Zustimmung der Zentrumsfraktion zur Friedensresolution des Reichstags

... für einen Verständigungsfrieden; zunehmende Verschärfung innerparteilicher Gegensätze auch über die Wahlrechtsfrage

1. November 1917Wahl des bayerischen Ministerpräsidenten (seit 1912) Graf von Hertling zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten
8. Juni 1918Konstantin Fehrenbach Präsident des Reichstags
30. Juni 1918Aufruf und „Richtlinien“ des Reichsausschusses der Deutschen Zentrumspartei (Gröber, Felix Porsch, Heinrich Held)
3. Oktober 1918Rücktritt Hertlings
4. Oktober 1918Bildung einer Koalitionsregierung unter Reichskanzler Prinz Max von Baden

... unter den Staatssekretären die Zentrumsabgeordneten Matthias Erzberger, Adolf Gröber und Carl Trimborn.

9. November 1918Der 9. November. Gedenken, Schicksal und Verantwortung

Ist der 9. November wirklich ein Schicksalstag der Deutschen? Ein kurzer Essay mehr…

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9. November 1918Ausrufung der deutschen Republik in Berlin
10. – 11. November 1918Beteiligung von Zentrumspolitikern an den neuen Revolutionsregierungen in Baden, Württemberg und Hessen
11. November 1918Unterzeichnung des Waffenstillstandes in Compiègne durch den Leiter der Waffenstillstandskommission Erzberger
12. November 1918Gründung der BVP in Regensburg (Georg Heim, Sebastian Schlittenbauer; Generalsekretär: Anton Pfeiffer, bis 1933)
15. November 1918Errichtung eines Reichsgeneralsekretariats des Zentrums (Generalsekretär: Maximilian Pfeiffer, bis 1920)
18. November 1918Aufruf der Preußischen Zentrumspartei
20. November 1918Gründung der Deutschen Demokratischen Partei (DDP)
21. November 1918Aufruf und Leitsätze der Deutschen Zentrumspartei
24. November 1918Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP)
30. November 1918Verankerung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung
15. Dezember 1918Gründung der Deutschen Volkspartei (DVP)
18. Dezember 1918Gründungsaufruf der BVP
30. Dezember 1918Verabschiedung der „Leitsätze für die Politik der Deutschen Zentrumspartei“ in Frankfurt am Main durch den Reichsausschuss des Zentrums