Kalender: 1951

1951

DatumTitelMedienobjekte
1. Februar 1951Verabschiedung des Gesetzes über die Errichtung des Bundesverfassungsgerichts
10. Februar 1951Gründung des Wahlkampfbündnisses "Niederdeutsche Union"

Der erweiterte Landesvorstand der CDU und die Landesversammlung der Deutschen Partei Niedersachsens beschließen in Braunschweig, den kommenden Wahlkampf als Niederdeutsche Union zu führen; das Landtagswahlergebnis vom 06.05.1951 ist enttäuschend.

23. – 24. Februar 1951Einberufung einer „Konferenz christlich-demokratischer Studenten“ durch die Junge Union in Bonn mit dem Ziel, eine Bundesorganisation zu gründen.

Aus dem „Bund“ wird bald der „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“. mehr…

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25. – 27. Februar 19514. KPV-Delegiertentagung in Augsburg. Festlegung auf den Namen „Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands“
25. Februar 1951Gründung der „Bayerischen Volksaktion“ durch Mitglieder der CSU und der Bayernpartei in Regensburg
6. März 1951Revision des Besatzungsstatuts
18. April 1951Unterzeichnung des Vertrags über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)

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2. Mai 1951Die Bundesrepublik Deutschland wird vollberechtigtes Mitglied des Europarates, das Saarland assoziiertes Mitglied.
21. Mai 1951Gesetz über die Mitbestimmung in der Montanindustrie
7. Juni 1951Das Montan-Mitbestimmungsgesetz (MontanMitbestG) tritt in Kraft

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21. Juni 1951Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die UNESCO
24. Juni 1951Appell Konrad Adenauers auf der CSU-Landesversammlung in Bad Reichenhall an das deutsche Volk, das Parteigezänk beiseite zu stellen.

... Neutralisierung und Entmilitarisierung würden bedeuten, dass Deutschland in kurzer Zeit ein Satellitenstaat sein könnte.

4. Juli 1951Billigung der Politik des Bundeskanzlers hinsichtlich des dt. Verteidigungsbeitrags und des Schuman-Plans durch den CDU-Bundesparteiausschuss in Bonn
9. Juli 1951Die drei Westmächte beschließen die formelle Beendigung des Kriegszustands mit Deutschland.
28. Juli 1951Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention

Mit der Verabschiedung des „Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ vom 28. Juli 1951 reagierten die Unterzeichnerstaaten auf die Flüchtlingskrise in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis zum Jahr 2016 traten 147 Staaten dem Abkommen bei. Nach Angaben der UN hat die Konvention bislang zum Schutz von über 50 Millionen Menschen beigetragen. mehr…

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25. – 27. August 1951Erste Delegiertenversammlung des RCDS

Die erste ordentliche Delegiertenversammlung, die so genannte „erste Bundesarbeitstagung“ fand vom 25. bis 27. August 1951 im Bundeshaus in Bonn statt. Hier schlossen sich die 20 föderal gegründeten westdeutschen und Berliner Gruppen zu einem Bundesverband zusammen. mehr…

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14. – 16. September 19515. Kongress der NEI (Nouvelles Équipes Internationales) in Bad Ems.

Hinweis: erster NEI-Kongress, der in der Bundesrepublik Deutschland stattfindet.

20. September 1951Berliner Abkommen zur Regelung des Interzonenhandels
22. – 23. September 1951In Königswinter wird der Bundesfrauenausschuss der CDU gegründet. 1. Vorsitzende: Helene Weber (kath.) und Maria Eichelbaum (evang.)

Die Konstituierung eines zentralen Frauenausschusses der CDU erfolgte als Konsequenz der Gründung der Bundespartei im Oktober 1950. mehr…

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27. September 1951Bundesvorstand

Tagesordnung: Finanzen der Partei; Demission von Ernst Bach als Bundesschatzmeister; Vorbereitungen 2. Bundesparteitag der CDU (Karlsruhe, 18.-21.10.1951): Referatsthemen und Referenten

28. September 1951Konstituierung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe
14. Oktober 1951Eröffnung des Parteitags der Exil-CDU der SBZ in Bonn

Jakob Kaiser erklärt, dass die Bundesregierung entschlossen sei, sich mit der Wiedervereinigung nicht die Bolschewisierung Deutschlands bescheren zu lassen. Adenauer betont, Ziel seiner Politik sei die Wiederherstellung der deutschen Einheit in Frieden und Freiheit. Die Einheit müsse sich auch auf das Deutschland jenseits der Oder und Neiße erstrecken.

15. Oktober 1951Jakob Kaiser wird zum 1., Ernst Lemmer zum 2. Vorsitzenden der Exil-CDU gewählt.

In einer Resolution fordern die Teilnehmer alle Deutschen in Ost und West auf, sich im Widerstand gegen die kommunistische Diktatur zu vereinen.

18. – 21. Oktober 19512. Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe unter dem Motto „Deutschland und Europa“.

Konrad Adenauer erklärt, für Deutschland komme nur die Eingliederung in die Gemeinschaft der freien Völker in Frage. In einer Entschließung wird die Politik der Bundesregierung gebilligt. Die CDU bekennt sich zu einem geeinten Europa und zu einem wiedervereinten Deutschland.

19. – 21. Oktober 1951Arbeitstagung der Ost-CDU in Meißen. Erarbeitung der „Thesen des Christlichen Realismus“.

Die Partei bekennt sich zur sozialistischen Gesellschaftsordnung.

19. Oktober 1951Bundesvorstand

Tagesordnung: Finanzen und Organisation der Partei: Finanzlage, Bezahlung und Schulung der Geschäftsführer, Mitgliedsbeiträge, Kandidatenaufstellung; Mitbestimmung und Stellung der Gewerkschaften; Terminierung von CDU-Bundesvorstands- und Parteiausschusssitzungen; Antrag zur Bundeshymne

20. Oktober 1951Bundesvorstand

Tagesordnung: Wahl des Vorstandes; Änderung der Satzung

29. Oktober 1951Bundesvorstand

Tagesordnung: Verhältnis zwischen Protestanten und CDU; Organisationsfragen: Personalunion zwischen Bundeskanzler und Parteivorsitzendem, Bundesgeschäftsführer, Aufgaben des 3er-Ausschusses; Personalien Friedrich Holzapfel und Kurt-Georg Kiesinger; Verschiedenes

24. – 25. November 1951Parteitag der Zentrumspartei in Münster mit erneuter Umstrukturierung der Parteiführung.

Durch Schaffung eines Parteipräsidiums und eines Bundesparteiausschusses werden die Einflussmöglichkeiten des Parteivorsitzenden eingeschränkt. Kritik an der Amtsführung Helene Wessels.

8. Dezember 1951Volksentscheid zugunsten des Südweststaats (Baden-Württemberg)
14. Dezember 1951Gründung der Fraktion der Föderalistischen Union im Deutschen Bundestag

Nach Übertritt des Zentrums-MdB Heinrich Glasmeyer zur CDU schließen sich die restlichen neun Zentrumsabgeordneten mit der 13-köpfigen Fraktion der Bayernpartei zur Fraktion der Föderalistischen Union im Deutschen Bundestag zusammen.

21. Dezember 1951Aufhebung des Ruhrstatuts