Kalender: 1952

1952

DatumTitelMedienobjekte
11. – 12. Januar 1952Bundesvorstand

Tagesordnung: Lage der Partei in den Ländern; Bildung des Südweststaates: Auseinandersetzung innerhalb der CDU; Verhältnisse in Nordrhein-Westfalen: Koalitionsfragen Personalpolitik in der Verwaltung; Finanzfragen; Bundesgeschäftsführer

11. Januar 1952Ratifizierung des Vertrags über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (gegen die Stimmen der SPD)
12. Januar 1952Tagung des Exekutivausschusses der Nouvelles Équipes Internationales in Paris.

Aufforderung an die christlich-demokratischen Delegierten in Straßburg, alle Schritte zu unternehmen, um eine europäische Konföderation herbeizuführen, die allein in der Lage sei, in enger Zusammenarbeit mit der Atlantischen Gemeinschaft Frieden und Freiheit zu sichern.

27. Januar 1952Johannes Brockmann wird geschäftsführender Vorsitzender der Zentrumspartei.
6. Februar 1952Gründung der CDU Saar

Die Gründung war die Folge einer Spaltung des christlichen Lagers in Befürworter einer Eingliederung des Saargebiets in die Bundesrepublik und Anhänger eines teilautonomen, an Frankreich orientierten Staatsgebildes. Legal gegründet wurde die Partei erst im August 1955. mehr…

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8. Februar 1952Der Deutsche Bundestag befürwortet mit den Stimmen der Regierungsparteien, dass die Bundesrepublik Deutschland einen

Verteidigungsbeitrag zu leistet (Deutschlandvertrag und Vertrag über die EVG).

10. März 1952Stalin schlägt den drei Westmächten vor, Verhandlungen über einen Friedensvertrag mit einer gesamtdeutschen Regierung aufzunehmen („Stalin-Note“).

Stalins Angebot wirkte verlockend auf viele Deutsche, die unter der Teilung zu leiden hatten: Die Sowjetunion bot den Westmächten ein neutrales Gesamtdeutschland an, mit dem ein Friedensvertrag abgeschlossen werden sollte. Zeitgenössisch wie historiographisch entstand eine Kontroverse, ob diese sogenannte Stalin-Note ein ernst gemeintes Angebot oder lediglich ein Propagandatrick gewesen sei. mehr…

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14. – 16. März 1952Gründung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Siegen.

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16. Mai 1952Verabschiedung des Lastenausgleichsgesetzes durch den Bundestag
26. Mai 1952Unterzeichnung des „Vertrags über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten“ (Deutschlandvertrag) in Bonn

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27. Mai 1952Unterzeichnung des EVG-Vertrags in Paris
4. Juni 1952Gründung der CDU Saar in Saarbrücken. 1. Vorsitzender: Hubert Ney. Annahme des Parteiprogramms durch die Gründungsversammlung.
13. Juni 1952Bundesvorstand

Tagesordnung (u.a.): Bericht von Bundeskanzler Konrad Adenauer zur politischen Lage (u.a. Verabschiedung Lastenausgleichsgesetz, Koordinierung der CDU/CSU-Politik in Bund und Ländern, Deutschöand- und EVG-Vertag); Aussprache (u.a. innenpolitische Konsequenzen des Lastenausgleichsgesetzes (LAG), des Deutschlandvertrages und des EVG-Vertrages)... mehr…

5. – 6. Juli 1952CSU-Landesversammlung in Regensburg. Beschluss einer neuen Satzung; Wahl von Franz Josef Strauß zum stellvertretenden Landesvorsitzenden.
9. – 12. Juli 19522. Parteikonferenz der SED beschließt den planmäßigen Aufbau des Sozialismus in der DDR.
19. Juli 1952Verabschiedung des Betriebsverfassungsgesetzes durch den Bundestag
25. Juli 1952Der Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) tritt in Kraft.

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25. Juli 1952Inkrafttreten des Vertrags über die EGKS
8. August 1952Abschluss der Londoner Schuldenkonferenz

Ein Jahr später, am 16. September 1953, tritt das Londoner Schuldenabkommen in Kraft. Es ist von grundlegender Bedeutung für die Wiederherstellung des deutschen Kredits im Ausland und damit auch für das deutsche Wirtschaftswachstum in der Ära Adenauer. mehr…

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5. September 1952Bundesvorstand

Tagesordnung (u.a.): Bericht von Bundeskanzler Konrad Adenauer zur politischen Lage (u.a. Aufgaben des zweiten Bundestages, Bundestagswahl 1953, Einschätzung der außenpolitischen Lage); Aussprache: Wiedervereinigungspolitik, Stimmung bei den Vertriebenenverbänden, Beziehungen zum Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE)... mehr…

10. September 1952Das Luxemburger Abkommen. Abkommen über Entschädigungsleistungen Deutschlands für die Ermordung von Juden in der NS-Zeit

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6. – 7. Oktober 1952Verteidigungspolitischer Kongress der CDU in Hamburg
16. – 18. Oktober 19526. Parteitag der Ost-CDU in Berlin. Anerkennung der führenden Rolle der SED.
17. – 19. Oktober 19523. Bundesparteitag der CDU in Berlin. Konrad Adenauer wird als 1. Vorsitzender wiedergewählt, Hermann Ehlers und Jakob Kaiser werden Stellvertreter.

Entschließung, die ganze Kraft der Partei für die Wiedervereinigung Deutschlands und die Schaffung einer europäischen Föderation einzusetzen.

17. Oktober 1952Bundesvorstand

Tagesordnung: Termin 4. Bundesparteitag der CDU (Hamburg, 18.-22.04.1953); Gestaltung 3. Bundesparteitag der CDU (Berlin, 17.-19.10.1952): Inhalt der Reden, Besetzung von Ausschüssen, Wahl der Vorsitzenden, Nachfolge von Friedrich Holzapfel

12. November 1952Helene Wessel tritt aus der Zentrumspartei aus.
29. – 30. November 1952Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei in Frankfurt am Main
15. Dezember 1952Bundesvorstand

Tagesordnung (u.a.): Bericht von Bundeskanzler Konrad Adenauer zur politischen Lage (u.a. außenpolitische Lage, Deutschland- und EVG- Vertrag, Klage der SPD vor dem Bundeverfassungsgericht); Aussprache: Deutschland- und EVG-Vertrag; Verhalten der CDU-Ministerpräsidenten; Verhältnis zu früheren Wehrmachtsangehörigen; Beurteilung von SPD und FDP... mehr…

16. Dezember 1952Bundesvorstand

Tagesordnung: Wahlrechtsänderung; Presseverlautbarung über die Sitzung des Vorstandes; Vertriebenenfragen: Auseinandersetzung zwischen Linus Kather und Hans Lukaschek; Frage der Kandidatenaufstellung für die Bundestagswahl 1953; Verschiedenes (u.a. Ausschussarbeit, Neuwahl des Vorstandes)

16. Dezember 1952Der Parteivorstand der CDU spricht sich in einer Entschließung für eine baldige Ratifizierung der deutsch-alliierten Vertragswerke aus.