Auslandsinformationen

Der Konrad-Adenauer-Stiftung

Editorial

„Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt“, warnte der spätere VN-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali schon vor gut 30 Jahren. Seine Vorhersage hat sich bisher zwar nicht bewahrheitet. Der Blick auf die verschiedenen Weltregionen zeigt jedoch, dass die knapper werdende Ressource Wasser im Zentrum vieler Konflikte steht – oder diese zumindest erheblich verschärft. Gerhard Wahlers, 18. Okt. 2017 mehr...

Endlich ein Durchbruch?

Zur Wiederbelebung des gemeinsamen israelisch-palästinensischen Wasserkomitees
Der krisengeschüttelte Nahe Osten zählt zu den wasserärmsten Regionen der Welt. An der Frage einer gerechten Verteilung der grenzüberschreitenden Ressource Wasser entzünden sich regelmäßig Konflikte. Ungeklärte Wasserfragen erweisen sich auch als Hemmnis für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Durch die Wiederbelebung des gemeinsamen israelisch-palästinensischen Wasserkomitees ist es nach jahrelangem Stillstand zu einer Annäherung im Wassersektor gekommen. Gelingt nun der Durchbruch? Marc Frings, Johannes Lutz, 18. Okt. 2017 mehr...

Großer See, große Probleme

Ist eine sichere Nutzung der Ressource Wasser am Viktoriasee künftig noch möglich?
Der Viktoriasee bildet die Lebensgrundlage für über 30 Millionen Menschen. Wasserverschmutzung, Ressourcenausbeutung und ein Mangel an regionaler Zusammenarbeit bedrohen sein Gleichgewicht. Zusätzlich verschärft das hohe Bevölkerungswachstum die Lage. Zweifel sind berechtigt, ob die dringend benötigte Ressource Wasser an Afrikas größtem See in Zukunft noch sicher genutzt werden kann. Daniel El-Noshokaty, 18. Okt. 2017 mehr...

Privat vs. Staat

Ordnungspolitische Überlegungen zur Wasserversorgung in Lateinamerika
Während die Privatisierungswelle öffentlicher Dienstleistungen in Lateinamerika an Dynamik verliert, bleibt die dahinterstehende ordnungspolitische Frage ungeklärt. Das Scheitern vieler Projekte im Wassersektor nach anfänglichen Erfolgen zeigt, dass die Herausforderungen enorm bleiben, ganz gleich, ob die Wasserversorgung in staatlicher oder privater Hand liegt. Das liegt auch an einer verpassten Debatte über ein stabiles ''governance''-Modell für die Region. Gunter Rieck Moncayo, Maximilian Wichert, 18. Okt. 2017 mehr...

Nicht ohne Drohpotenzial – Chinas Wasser-Diplomatie

Der Mekong als Instrument der Politik
Wasser ist in Asien zu einem neuralgischen, nicht-traditionellen Sicherheitsthema geworden. Eine zunehmend stockende Wasserversorgung als Resultat des Dammbauprogramms der Wassermacht China bedroht die Sicherstellung der Ernährung ebenso wie die der sozioökonomischen Grundlagen. Mit seiner Macht, „den Hahn zuzudrehen“, hat das Land ein wirkungsvolles politisches Instrument in die Hand bekommen. Der Mekong verdeutlicht exemplarisch die Notwendigkeit der Region, zu einer auf Regeln beruhenden Zusammenarbeit in den das Wasser betreffenden Fragen zu kommen. Rabea Brauer, Frederick Kliem, 18. Okt. 2017 mehr...

Modell Ruanda?

Zum Stand der Entwicklung in Ruanda und dessen Bedeutung als Vorbild für das restliche Afrika
Die Eindämmung der Migrantenströme aus Afrika erfordert neue Initiativen zur wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas. Es gilt, die Fluchtursachen zu bekämpfen und der afrikanischen Jugend Perspektiven im eigenen Land zu eröffnen. Als ein Musterbeispiel erfolgreicher Entwicklung, das auch große internationale Unterstützung erhält, gilt Ruanda. Ist sein Entwicklungskonzept wirklich zukunftsweisend und auf andere Länder übertragbar? Peter Molt, 18. Okt. 2017 mehr...

Schatten der Vergangenheit?

Lateinamerikas Kampf gegen die Korruption
Meldungen über Korruptionsfälle in Lateinamerika sind an der Tagesordnung. Zuletzt sorgte der Bestechungsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht weltweit für beträchtliches Aufsehen. Trotz oder gerade wegen dieser Hiobsbotschaften verzeichnet Lateinamerika seit diesem Jahr eine deutliche Zunahme der Antikorruptionsmaßnahmen. Will der Kontinent Korruption effektiv bekämpfen, liegt vor ihm noch ein langer Weg. Jedoch scheint eine Trendwende erstmals möglich. Marie-Christine Fuchs, 18. Okt. 2017 mehr...

Abbildung: Auslandsinformationen

Als Zeitschrift erhältlich: Auslandsinformationen (Ai)

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen.

Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Jahresregister 2015 (PDF)

Redaktion
Frank Priess, Dr. Peter Fischer-Bollin, Thomas Birringer, Rabea Brauer, Dr. Lars Hänsel, Paul Linnarz, Andrea Ellen Ostheimer, Stefan Reith

Chefredakteur
Sebastian Enskat

Redakteurin
Dr. Anja Schnabel

Herausgeber

Dr. Gerhard Wahlers

ISSN

0177-7521

Kontakt

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Chefredakteur der Auslandsinformationen (Ai)
Sebastian Enskat M.A.
Tel. +49 (0)30-26996-3383
sebastian.enskat(akas.de
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Redaktion Auslandsinformationen
Dr. Anja Schnabel
Tel. +49 (0)30-26996-3740
anja.schnabel(akas.de

Die Auslandsinformationen (Ai) erscheinen viermal im Jahr. Der Einzelheftpreis beträgt 10,- € zzgl. Porto. Im Abonnement günstiger. Für Schüler und Studenten wird ein Sonderrabatt gewährt. Für weitere Informationen und Bestellungen wenden Sie sich bitte an:
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