Auslandsinformationen

Der Konrad-Adenauer-Stiftung

Editorial

„Wer weiß, wie dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist, den beglückwünsche ich“, sagte Angela Merkel schon im August 2006 im Rahmen der Bundespressekonferenz. Heute, zehn Jahre später, hat sich an der Dringlichkeit der Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, nichts geändert. Gerhard Wahlers, 31. Dez. 2016 mehr...

Zuwanderung als Überlebensprinzip

Ein Zwischenruf
In den 25 Jahren von 1991 bis 2015 sind schätzungsweise 23,7 Millionen Menschen nach Deutschland zu- und 18,7 Millionen aus Deutschland abgewandert, womit die Zahl der Zuwanderer die Zahl der Abwanderer um ungefähr fünf Millionen überstieg. Wenn sich dennoch die Bevölkerungszahl Deutschlands in dieser Zeit nur mäßig von 81 auf etwa 82 Millionen erhöhte, dann vor allem deshalb, weil von 1991 bis 2015 die Zahl der Sterbefälle um reichlich drei Millionen höher war als die Zahl der Geburten, die Zuwanderer also zu einem Gutteil Geburtenausfälle ausglichen. Meinhard Miegel, 31. Dez. 2016 mehr...

Wenn Bildung zum Problem wird

Der Einfluss demografischer Faktoren auf die politische Stabilität im Nahen Osten und in Nordafrika
Das Gebiet des Nahen Ostens und Nordafrikas zählt zu den krisenhaftesten Regionen der Welt. Im Mittelpunkt vieler Probleme steht dabei der Umstand, dass die zunehmend besser ausgebildete Bevölkerung im Erwerbsalter seit geraumer Zeit schneller wächst als die Zahl der Arbeitsplätze. Gelingt es den betroffenen Staaten nicht, diese Diskrepanz deutlich abzumildern, werden die politische Instabilität und damit die Zahl der Flüchtlinge aus der Region weiter zunehmen – mit ungeahnten Folgen auch für Europa. Reiner Klingholz, Ruth Müller, 31. Dez. 2016 mehr...

Seid fruchtbar und mehret Euch!

Israel und seine wachsenden Minderheiten
Seit der Gründung im Jahr 1948 definiert sich Israel gleichzeitig als jüdischer und demokratischer Staat. Er ist Heimat von säkularen und ultraorthodoxen Juden, von Muslimen, Christen und Drusen. Zunehmend entstehen allerdings durch das unterschiedlich starke Wachstum der verschiedenen Bevölkerungsgruppen innenpolitische und religiöse Spannungen, die den säkularen und zionistischen Gründungsethos des jüdischen Staates ins Wanken bringen können. Anna Jandrey, Eva Keeren Caro, 31. Dez. 2016 mehr...

Vorprogrammierte Explosion?

Welche Folgen das rasante Bevölkerungswachstum in Afrika südlich der Sahara haben könnte
Die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind in demografischer Hinsicht ein Sonderfall. Zwar ist die Bevölkerung im Laufe des 20. Jahrhunderts auch in anderen Weltgegenden gewachsen, aber nirgends ging diese Entwicklung so rasant vonstatten wie hier. Sollte auf die Bevölkerungsexplosion des 20. Jahrhunderts im 21. eine weitere folgen, werden die Auswirkungen nicht auf den afrikanischen Kontinent beschränkt bleiben. Serge Michailof, 31. Dez. 2016 mehr...

Wer soll das bezahlen?

Die rasante Alterung der lateinamerikanischen Gesellschaften als sozialpolitisches Problem
Gegenwärtig erhalten nur rund 40 Prozent der lateinamerikanischen Bürger in der Altersklasse 65+ eine reguläre (beitragsfinanzierte) Rente, weitere 20 Prozent beziehen eine beitragsunabhängige (steuerfinanzierte) staatliche Altersversorgung. Der Rest der alten Menschen muss weiter einer Erwerbsarbeit nachgehen oder ist auf die Unterstützung von Familienmitgliedern angewiesen. Auch wenn die Region heute noch eine verhältnismäßig junge Bevölkerung aufweist, wird der Umfang der mindestens 65 Jahre alten Personen im Zeitraum 2010 bis 2050 von knapp 40 Millionen auf 140 Millionen anwachsen. Karl-Dieter Hoffmann, 31. Dez. 2016 mehr...

Kranich gegen Klapperstorch

Japans demografischer Wandel als größte Herausforderung für Politik und Gesellschaft
Wie keine andere Industrienation sieht sich Japan mit den Herausforderungen einer rasant alternden und schrumpfenden Bevölkerung konfrontiert. Mehr als ein Viertel der Japaner ist heute schon älter als 65 Jahre. Zusammen mit einer stagnierenden Wirtschaft, die auch durch die vielbeschworenen Abenomics nicht an Fahrt gewinnen will, ist der demografische Wandel das größte Problem für die Inselnation. Welche Maßnahmen ergreift die Regierung, um die demografische Krise aufzuhalten? Ist es hierfür vielleicht sogar schon zu spät? Akim Enomoto, Hannes Bublitz, 31. Dez. 2016 mehr...

Abbildung: Auslandsinformationen

Als Zeitschrift erhältlich: Auslandsinformationen (Ai)

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen.

Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Jahresregister 2015 (PDF)

Redaktion
Frank Priess, Dr. Wolfgang Maier, Thomas Birringer, Rabea Brauer, Dr. Lars Hänsel, Paul Linnarz, Andrea Ellen Ostheimer, Markus Rosenberger

Chefredakteur
Sebastian Enskat

Redakteurin
Anja Schnabel

Herausgeber

Dr. Gerhard Wahlers

ISSN

0177-7521

Kontakt

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Chefredakteur der Auslandsinformationen (Ai)
Sebastian Enskat M.A.
Tel. +49 (0)30-26996-3383
sebastian.enskat(akas.de
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Redaktion Auslandsinformationen
Anja Schnabel
Tel. +49 (0)30-26996-3740
anja.schnabel(akas.de

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