Katholikentag 2008

Osnabrück 21. bis 25. Mai 2008

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In „Du führst uns hinaus ins Weite“ – Unter diesem Motto stehen die zwei Themenbereiche beim 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück: Die Zukunft von Glaube und Kirche sowie die Zukunft der Gesellschaft. Der Katholikentag hat damit einen klaren politischen Ansatz, den die Konrad-Adenauer-Stiftung mit unterschiedlichen Veranstaltungen aufgreift. Hierbei stehen die Bedeutung von Führung, der Beistand Gottes und das Vertrauen in eine Orientierung durch Glauben für politische Entscheidungsträger im Mittelpunkt.

Den Auftakt macht die Ausstellung „In Wahrheit leben“ der Stiftung Kreisau. Sie erzählt die Geschichte von Widerstand und Opposition gegen moderne Diktaturen. Am 22. Mai diskutiert Ministerpräsident Christian Wullf mit Schülern darüber, welche christlichen Prinzipien im politischen Alltag wiederzuerkennen sind. Danach werden er und Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert sowie der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer und der Generalvikar von Osnabrück Theo Paul zu einem Empfang der Konrad-Adenauer-Stiftung erwartet.

In Zeiten gesellschaftlicher und politischer Veränderungsprozesse erfahren Menschen Weite zwiespältig. Rückwirkungen der Globalisierung im eigenen Land werden nicht nur als Eröffnung neuer Chancen gesehen, sondern vielmehr als Bedrohung und Unsicherheit erlebt. Der Jour fixe widmet sich der übergreifenden Frage nach dem religiösen Fundament unserer Gesellschaft, indem er tragfähige Lösungen auf den Podien des Katholikentages analysiert und diskutiert.

Und schließlich diskutiert der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Bernhard Vogel auf einer Kooperationsveranstaltung mit der Edith-Stein-Gesellschaft am 24. Mai die Möglichkeiten und Bedeutung des Gebets für den einzelnen.

Publikationen

Im Zentrum: Der Mensch

Die Dynamik, mit der technische, wirtschaftliche und soziale Prozesse ablaufen, hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Die Politik ist gefordert, angesichts immer komplexerer Sachverhalte und angesichts zunehmender internationaler Verflechtungen Lösungen für die nationale und die internationale Ebene zu finden. Dafür benötigt sie Orientierungen, die das praktische politische Handeln leiten. Im Zentrum dieser Orientierungen muss der Mensch stehen, als Individuum und als Teil der Gesellschaft, der er angehört. Mit diesem Sammelband möchte die Konrad-Adenauer-Stiftung einige Lösungsvorschläge für diese Fragestellung vorstellen. Michael Borchard, Christoph Böhr, Jörg-Dieter Gauger, Alois Glück, Karl A. Lamers, Hans Maier, Albrecht Martin, 18. Jan. 2007 mehr...

Aufstand der Laien

Kritik prägte den Katholikentag 1968 in Essen
Von dem Essener Katholikentag im Jahre 1968 gingen vitale Impulse zur Öffnung der Kirche aus. Destruktive Kritik aber lief ins Leere. Ferdinand Oertel, Die Politische Meinung, 1. Mai 2001 mehr...

Adenauer und das Christentum

"Er wartete nicht auf Weisungen von irgendwoher"
Konrad Adenauer gewährte nur selten Einblick in seine religiöse Grundüberzeugung. Linientreue, der Einsatz für die Ökumene und gegen den Atheismus aber waren öffentliche Bekundungen seines Glaubens. Otto B. Roegele, Die Politische Meinung, 1. Dez. 2000 mehr...