Europapolitik

Coudenhove-Kalergi
1924: Die Paneuropäische Union wird durch Richard Nikolaus Graf von Coudenhove-Kalergi unter dem Eindruck der Schrecken des 1. Weltkrieges gegründet. Ziel ist ein wirtschaftlich und politisch geeintes Europa auf Grundlage des christlich-abendländischen Wertefundaments.
Parlamentarischer Rat Westbindung Soziale Marktwirtschaft Bilaterale Beziehungen Europapolitik Wiedervereinigung


Im Frühjahr 1949 wurden innerhalb nur weniger Tage entscheidende politische Weichen für die Integration Deutschlands in das westliche Bündnis- und Wertesystem gestellt: Am 4. April entstand die NATO, am 5. Mai fand die Gründung des Europarates statt und am 23. Mai trat das Grundgesetz in Kraft.

Mit dem Grundgesetz war dem Parlamentarischen Rat unter der Leitung Konrad Adenauers ein Durchbruch gelungen: Die Bundesrepublik schwor allem Nationalismus ab und öffnete sich stattdessen für die Übertragung von Hoheitsrechten auf zwischenstaatliche Einrichtungen eines ‚vereinten Europas’ und die Einordnung in ein ‚System gegenseitiger kollektiver Sicherheit’ (Präambel, Art. 24 GG). Außerdem verpflichtete sie sich dazu, die ‚Einheit Deutschlands in freier Selbstbestimmung zu vollenden’. 40 Jahre später erfüllte sich dieser Verfassungsauftrag durch die friedliche Revolution und die Politik der Regierung Helmut Kohl.

Christdemokratische Weichenstellungen in der Europapolitik
  • Wiedervereinigung Deutschlands
  • Deutschland als EU-Mitglied
  • Einführung der Gemeinschaftswährung „Euro“

  • Wiedervereinigung Deutschlands, Europäische Union und die gemeinsame europäische Währung „Euro“ sind das Ergebnis christdemokratischer Politik, die sich stets unbeirrbar zu den westlichen Grundwerten und Verfassungstraditionen, zur freien Selbstbestimmung aller Deutschen, zur Versöhnung mit Frankreich und zur unumkehrbaren Integration Deutschlands in eine Europäische Union sowie zur transatlantischen Partnerschaft bekannte.

    In der Nachfolge der christdemokratischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl ist es Angela Merkel während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 gelungen, Europa aus der Verfassungskrise herausführen. Ihrer Europapolitik ist es zu verdanken, dass die Verhandlungen über den neuen Vertrag von Lissabon zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurden.

    Nach 60 Jahren Grundgesetz und 20 Jahren Wiedervereinigung hat ein europäisches Deutschland im Jahr 2009 hohes internationales Ansehen gewonnen und übernimmt im Rahmen der EU und an der Seite der USA politische Verantwortung an vielen Krisenherden in der Weltpolitik.

    Publikationen

    Die Zukunft des Abendlandes

    Der Vortrag von Prof. Dr. Otto Kallscheuer zum Thema „Die Zukunft des Abendlandes“ war eine weitere Gelegenheit für die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung, eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren. Das ist auch der Aufmerksamkeit des Redners nicht entgangen. Am Anfang seines Vortrags zog Otto Kallscheuer humorvoll mehrere Parallelen zwischen Konrad Adenauer und Heinrich Böll, die z.B. katholisch und links-rheinisch geprägt waren, was – angesichts der Unterschiede zwischen beiden Persönlichkeiten – öfter zum Schmunzeln der mehr als 100 Gäste führte. Vera Axyonova, Veranstaltungsbeiträge, 5. Feb. 2010 mehr...

    Deutschland: So wird 2010

    Jeder dritte Deutsche (37 Prozent) glaubt, dass es ihm im neuen Jahr besser ergehen wird als 2009 – das hat eine Emnid-Umfrage im Dezember ergeben. Damit sind die Deutschen so optimistisch wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Zu der guten Stimmung mag beitragen, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland – anders als in vielen anderen EU-Ländern – erstaunlich robust auf die Wirtschaftskrise reagiert hat: Stefan von Kempis, Länderberichte, 3. Jan. 2010 mehr...

    Europa en el Contexto Internacional

    In sieben ausgewählten Beiträgen werden die Entwicklung des europäischen Integrationsprozesses nachgezeichnet, aktuelle Herausforderungen diskutiert und anhand einer Analyse der Europawahlen vom 7. Juni 2009 die aktuelle politische Stimmung dokumentiert. 4. Sep. 2009 mehr...

    Alle Publikationen zum Thema | 36 gesamt
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    Die Anfänge der Europäischen Zusammenarbeit: Montanunion und Gründung der EWG (Filmausschnitte aus dem Film "50 Jahre CDU")

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    Eines kann man Jürgen Wahl mit Sicherheit nicht vorwerfen: Dass er ein schlechter Europäer sei. Seit 1951 engagiert sich der gebürtige Krefelder in der Europäischen Bewegung. Dass ein großer Teil der Bevölkerung seine Begeisterung nicht teilt, ist dem 80-Jährigen durchaus bewusst – doch er will dem nicht tatenlos zusehen. Im Interview mit Mareike Zeck, Stipendiatin in der Journalistischen Nachwuchsförderung der KAS, spricht Wahl über Gründe für Europa-Skeptizismus - und was er dagegen tut.