Internationale Finanz- und Wirtschaftskrise
Stunde einer langfristig orientierten Ordnungspolitik
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Weltwirtschaft und -politik wurden in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich durch die Finanzkrise sowie massive prozesspolitische Eingriffe in das globale ökonomische Geschehen geprägt. Mit erheblichen finanziellen Mitteln und umfangreichen Garantien mussten die Nationalstaaten den Finanzmarkt stabilisieren und die wirtschaftliche Entwicklung über Konjunkturpakete stimulieren. Dieses entschlossene Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft war in der Krisensituation notwendig und unabwendbar. Eine Wende hin zu einem vorsichtigen Wirtschaftswachstum zeichnet sich inzwischen ab.
Doch die Herausforderungen an die Politik sind beachtlich: Es bedarf beherzter Schritte, um nicht von der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Staatsschuldenkrise zu geraten. Insbesondere die Industriestaaten sind davon betroffen. Für eine Vielzahl von Schwellenländern gibt es positivere Anzeichen. Hier könnte aufgrund der geringeren Verschuldungsquoten eine schnellere Rückkehr zu höheren Wachstumsraten möglich sein.
Die Krise mit ihren weit verzweigten Neben- und anhaltenden Auswirkungen auf den globalen Wirtschaftsprozess ist noch nicht überwunden. Die Stunde der langfristig orientierten Ordnungspolitik – in Abgrenzung zur kurzfristig notwendigen Prozesspolitik – hat dennoch jetzt geschlagen. Beide Elemente gehören zur Sozialen Marktwirtschaft. Es sollte nun wieder eine Konzentration auf die Stabilisierung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens jenseits staatlicher Interventionen erfolgen (siehe "Leitlinien für Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften"). Dabei geht es um die Stärkung des Wettbewerbsprinzips, eine Strategie der offenen Märkte, anreizkompatible Abgaben- und Steuersysteme, die Durchsetzung des Haftungsprinzips sowie nachhaltige soziale und ökologische Solidarität – insbesondere über die Generationen hinweg. Ziel ist es, wieder eine möglichst hohe Berechenbarkeiten in der Wirtschaftspolitik zu erreichen.
Mit unserem Angebot zur internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise möchten wir Sie über Analysen, Berichte und Veranstaltungen der Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland und unseren rund 80 Auslandsbüros weltweit informieren.
Nachrichten
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- Das ist Eure Krise: Lateinamerika lehnt sich zurück und beobachtet
- „Europa wird die Krise bewältigen“: Pöttering wirbt in London für weitere Reformen
Publikationen
„Griechenland ist der Lackmustest für die Lösungsfähigkeit Europas!“
EU-Kommissar für Energie Günther H. Oettinger und Daniel Caspary MdEP bei der KAS in Karlsruhe
„Das wäre, wie wenn Iowa pleite ginge.“ Bilderreich, prägnant und engagiert kontrastierte am Montagabend Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, Binnen- und Außenperspektiven der europäischen Finanz- und Schuldenkrise – nicht nur zum Thema Griechenland. Vor rund 230 Gästen warb der frühere Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg im Karlsruher ZKM für die europäische Idee und warnte vor energiepolitischem Wunschdenken. Eingeführt in den Vortrag "Wirtschaft - Währung - Energie: Herausforderungen für Europa" hatte der Karlsruher Europaabgeordnete Daniel Caspary. Stefan Hofmann, Veranstaltungsbeiträge, 22. Mai 2012 mehr...
Fragen und Antworten zur Eurokrise (erscheint nur online!)
Entwicklungen und Reformmaßnahmen seit der Griechenland-Krise
Die Turbulenzen, in die der europäische Währungsraum mit Beginn der Griechenlandkrise im Mai 2010 geraten ist, halten Politiker und Bürger in ganz Europa bis heute in Atem. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat seit Beginn der Finanzkrise mit ihrem Format „Fragen und Antworten” Hintergründe der Krise erläutert und politische Reformen erklärt. Nach einer Online-Überarbeitung des Euro-Fragenkatalogs im Mai 2011 legen wir heute eine dritte Fassung der „Fragen und Antworten zur Eurokrise” vor. Die aktuelle Publikation fasst den Stand der Dinge bis Mitte März 2012 zusammen. David Gregosz, Sebastian Müller, Eva Rindfleisch, Matthias Schäfer, 15. Mai 2012 mehr...
Rednertour Europa: Freiheit und Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft
Im Rahmen der "Rednertour Europa" hatte das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung zu der Veranstaltung "Deutschlands Rolle in Europa: Freiheit und Verantwortung in der sozialen Marktwirtschaft" eingeladen. Markus Ruschke, Veranstaltungsbeiträge, 3. Mai 2012 mehr...
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Dieser Film zeigt auf unterhaltsame Art und Weise, warum die Länder Europas gerade in Krisenzeiten zusammen halten müssen.
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