Digitale Kultur

Internet und Politik in der Gesellschaft

Ein großer Teil der sozialen und damit auch politischen Kommunikation in der Gesellschaft findet inzwischen in digitalen Netzwerken statt. In diesen Medien werden nicht mehr nur Informationen und Meinungen abgebildet und ausgetauscht, sondern durch eine breite Partizipation der Nutzer aktiv gestaltet. Diese weitgehend demokratischen und von tradierten Institutionen unabhängigen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten haben die Potenz, die Gesellschaft grundlegend zu verändern. Das gilt auch für die politische Meinungsbildung, die Anforderungen an die Politik und die politische Kultur.

Dabei handelt es sich zu erst um medienpolitische Fragen, auf die es zu reagieren gilt. Die neuen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit, das Urheberrecht oder die Wahrung der Persönlichkeitsrechte haben die Netzpolitik als ein neues Politikfeld entstehen lassen, das eine hohe Aufmerksamkeit in der politischen Diskussion erfährt. Um die Chancen des Internets mit seinem kreativen Potenzial für Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft nutzen zu können, sind Rahmenbedingungen sicher zu stellen, die eine Teilhabe vieler ermöglichen.

Ebenso müssen aber auch grundlegende Zusammenhänge in der Politik in den Kontext dieser Entwicklungen gestellt werden. Die Partizipation an politischer Meinungsbildung und politischer Entscheidungsfindung, das Verhältnis von Bürger und Staat/Verwaltung, die Mobilisierung politischer Aktionen, der Wahlkampf sowie die Organisationsformen politischer Interessenvertretung zeigen als Beispiele, wie tief die Veränderungen in der politischen Kultur greifen können. Die Politikvermittlung ist in ihrem methodischen Vorgehen gefordert, ihre Angebote neu auszurichten, um sowohl die Nutzer dieser digitalen Netzwerke als Zielgruppen zu erreichen, wie auch die Chancen der digitalen Netzwerke als Medien für die Vermittlung ihrer Ideen zu nutzen.

Publikationen

Anonymous: Digitales Faustrecht im Internet

Man kann die Ziele des Internet-Kollektivs „Anonymous“ teilen oder auch nicht, aber seine Methoden sind in der Demokratie inakzeptabel. Die Bewegung nimmt nämlich für sich in Anspruch: der Zweck heiligt die Mittel. Dieser machiavellistische Grundsatz ist das Gegenteil von freiheitlicher Demokratie. Anonymous kämpft gegen Internetzensur mit den Mitteln der Zensur, indem durch Hackerangriffe systematisch Internetangebote unliebsamer Anbieter lahmgelegt werden. Man ist gegen „Netzsperren“, um selbst nach Gutdünken im Internet zu sperren, was nicht behagt. Stephan Eisel, 22. Feb. 2012 mehr...

Zur Online- und zur Offline-Welt: Demokratie-Kongress 2012

Partei 2.0- Kommunikation, Parteien, digitale Gesellschaft
Kongress Daniel Braun, Christoph Kern, Veranstaltungsbeiträge, 15. Feb. 2012 mehr...

Digitalisierung und Demokratie

Der Demokratie-Kongress 2011 - ein gelungenes Experiment
Der 3. Demokratie-Kongress der Konrad-Adenauer-Stiftung debattierte über die Folgen digitaler Kultur. Melanie Piepenschneider, Die Politische Meinung, 18. Jan. 2012 mehr...

Alle Publikationen zum Thema | 68 gesamt

Veranstaltungen

Datum/OrtTitel
26. - 27. Feb.
Wesseling
Einstieg und Orientierung bei Facebook
7. - 8. März
Wesseling
Web-Praxis
Basiskurs
15. - 16. März
Medienprogramm Südosteuropa
Challenges of Online Media in South East Europe
26. - 27. März
Wesseling
Web-Praxis
Aufbaukurs
18. - 19. Apr.
Wesseling
Web-Praxis Spezial: Web-Videos für die Kampagne
18. - 20. Apr.
Wesseling
Politische Projekte erfolgreich steuern
7. - 9. Mai
Wesseling
Internetwahlkampf: Politik fürs Internet
Alle Veranstaltungen zum Thema | 18 gesamt

Experten

Abbildung
Leiter Stabsstelle Medienpolitik
Barthel Schölgens
Tel. +49 2241 246-2525
Fax +49 2241 246-52525
Barthel.Schoelgens[at]kas . de
Abbildung
Leiter der Abteilung Politische Kommunikation
Ralf Güldenzopf
Tel. +49 2236 707-4213
Fax +49 2236 707-5-4213
Ralf.Gueldenzopf[at]kas . de